Köln: Studie zu Gewalt in der Pflege

 

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. veröffentlichte von wenigen Tagen einen ersten Vorabbericht über Ihre Studie zum Thema Gewalt in der Pflege. In Zusammenarbeit mit der B.Braun Stiftung wurden im letzten Jahr 402 Fragebögen von FachpflegerInnen und PflegeschülerInnen ausgewertet. Gefragt wurde nach der persönlichen Gewalterfahrungen in der Pflege, nach Angeboten zur Aufarbeitung und Prävention von Gewalt in ihren Einrichtungen, nach der Beurteilung des Bildungsangebotes in diesem Bereich und nach der Selbsteinschätzung im Umgang mit Gewalterfahrungen. Hier einige Vorab-Ergebnisse:

  • Jeder 10te hat in jüngerer Zeit konkrete Gewalterfahrungen gemacht
  • Selbst in Einrichtungen, in denen es Angebote zur Prävention und Aufarbeitung von Gewalterfahrungen gab, blieben die Gewalterfahrungen meist unbearbeitet
  • Zugleich aber besteht ein großes Interesse der Pflegenden an Schulungen verschiedenster Art zur Auseinandersetzung mit Gewalt

In Kürze wird der Gesamt-Studienbericht unter www.dip.de einsehbar und zum Download zur Verfügung stehen. Wir werden darüber berichten und uns vor allem genau ansehen, wie diese Studie wirklich zu bewerten ist.

Neu erschienen: Vorsorge treffen, damit das Leben gelingt. Menschen in ihrer letzten Lebenszeit gut versorgen und begleiten.

 

 

Es gibt viele Arten mit dem Lebensabend und dem Sterben umzugehen, von der Vogel-Strauß-Methode bis zur minuziösen Planung aller Möglichkeiten. Heinke Geiter bevorzugt keinen dieser Wege. Sie gibt uns einen sehr guten Überblick darüber, an was wir denken können. Orientiert an den individuellen Wünschen/Vorlieben/Bedürfnissen ist der Einzelne in der Lage, seine Entscheidungen zu fällen. Angesprochen werden Wohnsituation, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, Vorsorge für den Todesfall, die Bestattung, die Trauerfeier. Die Frage nach der Lebensbilanz und den Erinnerungen wird gestellt. Aber auch die wichtige Frage nach Sterbebegleitung, wie geht das? Wie werden Menschen mit einer demenziellen Erkrankung am Lebensende begleitet? Wie Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen?

Besonderen Raum gibt Heinke Geiter dem Thema „Begleitung trauernder Kinder.“

Vorsorge treffen, damit das Leben gelingt ist ein wertvoller Begleiter für Menschen, die sich im Palliativen und im hospizlichen Kontext bewegen, aber dieses Buch ist auch für Menschen geeignet, sich mit diesem Thema für ihr eigenes Leben auseinandersetzen möchten.

 

Hospiz Niebüll

 

Nordlichter, Urlauber des Nordens und Syltliebhaber kennen Niebüll; ein wunderschöner, kleiner Ort in Nordfriesland auf dem Festland und Ablegehafen der Autofähre nach Westerland.

Vor sechs Jahren errichteten die  Niebüller ihr stationäres Hospiz. Sie gingen dabei davon aus, dass dieser Ort nur von ihren eigenen OrtsbewohnerInnen genutzt werden würde. Doch weit gefehlt: Sylt selbst besitzt zwar einen großen ambulanten Hospizverein, aber kein stationäres Hospiz und so kommen die Sylter, so sie ein stationäres Hospiz benötigen, aufs Festland nach Niebüll ins Hospiz. Doch das Niebüller Hospiz ist nicht nur voll ausgelastet, die Warteliste ist stets lang, es kann nicht mehr jeder Bedürftige aufgenommen werden. Das Hospiz muss nun erweitert werden. Vier weitere Plätze sind geplant, dazu sollen der ambulante Hospizdienst, die Trauerbegleitung und die Kinder- und Jugendbegleitung hier ein neues Zuhause finden. Die Kosten sollen bei ca. €1,5 Mio. liegen. Nun klopften die Niebüller bei den Syltern an und fanden offene Ohren und Türen. Die Gemeinde Sylt wird sich an der Finanzierung beteiligen.

 

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