Die Jubiläumsausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers widmet sich Europa.

 

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. feiert Geburtstag – 25 Jahre Hospizarbeit in Deutschland auf Bundesebene!

 

POLEN

Hospizarbeit in Polen – bei uns kaum bekannt.

Bereits 1978 besuchte Cicely Saunders mehrere Städte in Polen und hinterließ nachhaltige Spuren. 1981 entstand der erste Freundeskreis für kranke Menschen, der als Beginn der Hospizbewegung in Polen gilt. Was daraus wurde, berichtet Krzysztof Wisla eindrucksvoll.

 

NIEDERLANDE

Gerbert van Loenen, berühmter Autor und Journalist in den Niederlanden, berichtet uns vom neuesten Vorstoß der Abgeordneten Pia Dijkstra im niederländischen Parlament: Suizidbeihilfe im Alter bei Todeswunsch. Kein Leiden, keine Krankheit nur „lebensmüde“ oder „lebenssatt“ soll genügen?

 

ÖSTERREICH

Sterben in Europa ist vielfältig. Der Suizid wird umgedeutet und was bedeutet das für die Hospizarbeit? Andreas Heller stellt Forderungen an Europa.

Leena Pelttari, Geschäftsführerin des Dachverbandes Hospiz Österreich, leitet derzeit eine Task Force in der Europäischen Palliativ Gesellschaft zum Thema Ehrenamt in Europa. Auch sie haben eine bemerkenswerte Charta für das Ehrenamt aufgestellt.

 

GROßBRITANNIEN

 

Last but not least – die Mutter aller modernen Hospize, das St. Christopher’s Hospiz in London. Shaun O’Leary, einer der beiden Geschäftsführer des Hospizes, gibt sich mit dem Geschaffenen nicht zufrieden, er sieht große Herausforderungen auch in Großbritannien auf die Sorge für sterbende Menschen zukommen. Welche das sind, lesen Sie in unserer neuen Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers und vieles mehr…

Neugierig geworden? Wir hoffen das, hier gleich Ihre persönliche Ausgabe oder ein Abonnement bestellen.

Studie des DHPV e.V.

 

Der Deutsche Hospiz-und PalliativVerband e.V. (DPHV e.V.) stellte den Deutschen in einer repräsentativen Umfrage Fragen zum Thema Sterben und Tod. Hier nur einige Ergebnisse:

58% der Befragten, die bereits über ihr Sterben nachgedacht haben, möchten zuhause sterben. 2012 waren es noch 66%.

27% gaben an, in einer dafür geeigneten Einrichtung sterben zu wollen. 2012 waren es nur 18%.

43% der Befragten gaben an, eine Patientenverfügung verfasst zu haben. 2012 waren es lediglich 26%. Weiter 32% haben zumindest ernsthaft darüber nachgedacht. 2012 waren es noch 43% – ein Indiz dafür, dass nach dem Denken auch gehandelt wird?

Großer Nachholbedarf besteht bei der Kostenaufklärung: nur 18% der Befragten wussten, dass die Inanspruchnahme hospizlicher Dienste kostenfrei ist. 2012 waren es nur 11%, dennoch da gibt es viel aufzuholen.

Mehr dazu finden Sie unter www.dhpv.de

Nicht nur Placebos haben ihre Wirkung, auch Nocebos wirken

 

Placebos rufen nicht nur positive Wirkungen hervor, Placebos können auch negative Nebenwirkungen, sog. Nocebo-Effekte erzeugen. In klinischen Studien wurden Probanden Placebos verabreicht, wobei die Probanden auch über mögliche Nebenwirkungen informiert wurden. Zugleich wurden die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt die Zusatzinformation, dass das Medikament teuer, die andere Gruppe die Mitteilung, dass das Medikament günstig sei. Bei der Gruppe mit dem teuer geglaubten Medikament traten stärkere Nebenwirkungen auf, in diesem Fall war es ein höheres Schmerzempfinden, als in der Gruppe mit dem günstigen Medikament. Die Studie, die am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt wurde, zeigt, dass negative Erwartungen das Schmerzempfinden beeinflussen können.

Interdisziplinärer Lehrgang für Palliative Geriatrie

Alte Menschen und Sorgekultur
Bern – Wien – Berlin 2018/2019

Flyer Lehrgang PallGeriatrie 2018

Der Lehrgang umfasst 120 Stunden und besteht
aus drei Blöcken (à fünf Tagen Montag bis Freitag).
Eine Kurswoche umfasst 35 Stunden (Präsenzunterricht,
Projektarbeit, angeleitetes Selbststudium).
Für die zusätzliche, begleitete Projektarbeit (Hausarbeit)
werden 15 Stunden anerkannt.
In jeder Veranstaltungswoche wird ein zusätzliches
kulturelles Abendprogramm angeboten.
Anwesenheitszeiten: 09.00 bis 17.00 Uhr,
Montag ab 10:00 Uhr, Freitag bis 16:00 Uhr.

 

Organisation und Kontakt

Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie (KPG)
Stiftung Unionhilfswerk Berlin
KPG Bildung
Richard-Sorge-Straße 21A
D 10249 Berlin
bildung@palliative-geriatrie.de
Tel: +49 30 42265838

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Fachgesellschaft für Palliative Geriatrie e.V.

Welche Palliativversorgung benötigen Menschen mit Demenz?

Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Oftmals scheitert man bereits an der Frage: Woran erkenne ich, dass ein Mensch mit Demenz sich in der letzten Lebensphase befindet?

Die Universität München wird sich nun in einer dreijährigen Studie dieser Fragestellung widmen. Ein Schwerpunkt werden die Münchener bei Menschen, die bereits sehr früh an Demenz erkranken, setzen.

Ca. 20.000 Menschen der in Deutschland an Demenz Erkrankten sind zwischen 40 und 65 Jahren alt. Sie unterscheiden sich in Teilen von Menschen  mit sog. Altersdemenz. So ist diese PatientInnengruppe aufgrund ihres Alters weniger körperlich beeinträchtigt und sie ist weniger gebrechlich. Zudem zeigen sich häufiger Verhaltensauffälligkeiten und sie reagieren anders als Menschen mit Altersdemenz auf Psychopharmaka.

Prof. Dr. Janine Diehl-Schmid, Leiterin der Studie, betonte in einer Pressekonferenz, dass in der Versorgungsleitlinie Demenz in der Pflege keine Behandlungsempfehlungen für die palliative  Versorgung in der letzten Lebensphase enthalten sei. Die Studie soll nun den Ist-Stand in der Versorgung dieser Menschen feststellen. Dies gilt nicht nur für die Symptome, sondern auch für die medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlung.

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