Der neue Bundes-Hospiz-Anzeiger

Mit dem Schwerpunktthema „Fundraising“.

Was bedeutet Fundraising und wie sieht der Spendenmarkt der Zukunft aus? Neue Anforderungen an Transparenz und Qualität wird von den Spendern gefordert. Eine einfache Ein- und Ausgabenrechnung wird nicht mehr ausreichen, um dauerhafte Spender zu halten.

Ein Interview mit Josef Reppenhorst gewehrt Einblicke in die Fundraising-Strategie des Hospizes „Hamburger Leuchtfeuer“. Er ist seit mehr als 20 Jahren der Verantwortliche auf dem Gebiet der Spenden und erzählt Geschehnisse aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der vermeintlichen Zukunft.

Im Mittelpunkt eines jeden Hospizes steht die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen. Um dieser verantwortungsvollen Aufgabe nachgehen zu können, benötigen die Einrichtungen Spenden. Doch – wie können neue Spender gewonnen werden und vor allem auch gehalten werden? Ein gemeinsames Projekt der Hospiz Villa Auguste Leipzig und dem Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Leipzig soll Aufschluss über diese Fragen geben.

Das erste Kinder- und Jugendhospiz Balthasar öffnete im Jahr 1998 seine Türen. Für ihren laufenden Betrieb benötigt die Einrichtung rund 1 Mio € jedes Jahr. Dafür bedarf es auch hier einer ausgeklügelte Fundraising-Strategie.

Die Anzahl der Spenden in Deutschland ist rückläufig. Welche Hürden, Herausforderungen und Trends gilt es zu überwinden und zu erklimmen, um die eigene Spendenbüchse für den guten Zweck zu füllen? Dazu zählt nicht zuletzt der hart umkämpfte Online-Fundraising-Markt.

Und: Ein Bericht über das Projekt KOMMA und ein außergewöhnlicher Aktionstag der Erkrather Wirtschaft. Bankangestellte und Pflegekräfte arbeiten gemeinsam an einem Kräuterbeet in einem Hospiz.

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Die Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich

 

In Deutschland haben Betroffene seit dem Jahr 2015 dank des Hospiz- und Palliativgesetzes einen Rechtsanspruch auf eine geeignete Versorgung am Lebensende. In Österreich ist die Hospiz- und Palliativversorgung leider nur unzureichend ausgebaut und wird noch dazu zu rund 40 % mit Spenden finanziert. Blieben die Spenden aus, so würde sich das Angebot für Betroffene deutlich verringern. Der Dachverband Hospiz fordert daher einen flächendeckenden Ausbau des Hospiz- und Palliativangebots in ganz Österreich. Die Finanzierung sollte nicht auf Spenden beruhen, vielmehr sollte das Hospiz- und Palliativwesen gänzlich vom Sozial- und Gesundheitswesen übernommen werden, um eine Gewährleistung der Versorgung in Zukunft sicherstellen zu können. Frau Waltraud Klasnic, Vorsitzende des Dachverbandes Hospiz, verfolgt damit eine Vision:“ Uns alle verbindet die Vision, dass alle in Österreich unabhängig vom Alter, Geschlecht, Herkunft, Einkommen und Wohnort bei höchstmöglicher Lebensqualität bis zuletzt leben und in Würde sterben können“.

Derzeit kann in Österreich einem Kind mit einer lebensbedrohlichen Krankheit nicht versichert werden, dass es bis zu seinem letzten Tag in Würde betreut werden kann. Das gilt ebenso für Erwachsene und ältere Menschen. „Niemand käme auf die Idee für die Versorgung eines Beinbruchs in Österreich um Spenden zu bitten.“, betonte der Caritas-Präsident Michael Landau. Leider sind schwerst erkranken Patienten in Österreich auf ihrem letzten Weg auf Spendenmittel angewiesen. Das muss sich ändern. Eine Begleitung auf dem letzten Weg muss genauso selbstverständlich sein wie die Versorgung eines Beinbruchs – sprich, sie muss genau so selbstverständlich sein wie eine reguläre medizinische und pflegerische Versorgung im ganzen Land.

Um diese Forderung umsetzten zu können, wäre eine Summe vom 240 Millionen Euro nötig. Mit Hilfe des Geldes könnte eine flächendeckende österreichweite Versorgung mit Palliativ- und Hospizangeboten errichtet werden. Setzt man die geforderte Summe in Relation zum jährlichen Gesundheitsbudgets, so würde die Summe von 240 Millionen Euro lediglich 0,6 Prozent der Summe ausmachen! Landau kommentierte daher zurecht, dass „die Finanzierung ist keine Frage des Könnens, sondern alleine eine Frage des Wollens“. Der Stand heute: Es werden jährlich 150 Millionen Euro aufgewendet, die finanziert werden von Bund, Ländern, Sozialversicherungen und größtenteils von SpenderInnen (40 %).

Mit einer Bewilligung des Geldes kann nicht nur flächendeckende Verbreitung sichergestellt werden. Investiert werden kann zudem in geeignete Schulungen für MitarbeiterInnen in der Pflege. Schulungen können ein geeignetes Basiswissen an all diejenigen vermitteln, die tagtäglich mit Schwerstkranken und Sterbenden und ihren Angehörigen zusammenarbeiten. Ebenso könnte eine Erhöhung der finanziellen Mittel zu einer bedürfnissgerechteren Versorgung mit spezifischeren Angeboten führen. Ein Baby hat völlig andere Bedürfnisse als ein 17Jähriger Teenager oder ein Mensch mit Behinderung.

Die VP-FP-Regierung erklärte, dass sie die Kapazitäten für Hospiz- und Palliativpflege bis zum Jahr 2022 ausbauen will und eine nachhaltige effektive Finanzierung gefunden werden soll.

Bleibt zu hoffen, dass die Pläne für schwerstkranke Menschen möglichst schnell umgesetzt werden können.

FDP fordert für unheilbare Kranke den legalen Erwerb eines Betäubungsmittels zur Selbsttötung

 

Bereits im März 2017 entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass ein schwer und unheilbar kranker Patient das Recht darauf hat, selbst zu entscheiden, wie und wann er sein Leben beendet. Die Entscheidung basierte auf der Annahme, dass dieses Recht für jeden unheilbar Kranken zu den grundgesetzlichen allgemeinen Persönlichkeitsrechten gehöre. Das bedeutet, dass laut dem vorliegenden Urteil der Staat – hier das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfARM) – einem schwerstkranken Patienten den Zugang zu einem tödlichen Schmerzmittel nicht verwehren dürfte.

Bereits einige Tage nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts gingen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mehr als 100 Anträge von Patienten ein. Gegensätzlich zum gefällten Urteil, entschied sich das BfARM jedoch dazu, keiner der Anträge zu bewilligen. Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio unterstützt diese Entscheidung und lies ein Gutachten erstellen, dass zu dem Schluss kam, dass das Urteil verfassungsrechtlich nicht haltbar sei.

Tatsächlich ist die Rechtslage nur schwer zu klären. Laut der Rechtssprechung des Bundesverwaltungsgerichts müsste der Staat schwerstkranken Patienten die Möglichkeit zur Selbsttötung gewähren. Im Gegensatz dazu macht sich ein Arzt jedoch lt. § 217 StGB strafbar, wenn er wiederholt bei einem Suizid assistiert. Diese Rechtsvorschrift könnte ebenso auf die Mitarbeiter des BfArM zutreffen, sobald sie diesen Anträgen stattgeben würden.

Wie soll nun mit dem entschiedenen Urteil und Gutachten umgegangen werden? – Die Situation ist sowohl für die Patienten, als auch die Gerichtbarkeit nicht zufriedenstellend gelöst. Die FDP-Bundestagsfraktion stellte diesbezüglich bereits im Mai diesen Jahres eine Anfrage zum Thema an die Bundesregierung. Eine konkrete Antwort blieb jedoch aus. Daraufhin wandte sich die FDP mit seinem Anliegen direkt an den Bundestag mit einem Antrag, der den Titel „Rechtssicherheit für schwer und unheilbar Erkrankte in einer extremen Notlage schaffen“ trägt. Die FDP fordert demnach von der Bundesregierung eine Klarstellung. Die Konflikte zwischen Rechtsprechung und gegenwärtiger Gesetzeslage müssen geklärt werden. Die Leidtragenden sind die rund 100 Antragsteller, die auf eine Genehmigung Ihres Antrages gehofft hatten. Die einzige Option für eine Selbsttötung bleibt der Weg ins Ausland, so die FDP.

Bewegung gegen Demenz

 

 

Demenzerkrankungen und Alzheimer-Krankheiten sind bis heute leider unheilbar. Die Forschung ist jedoch bemüht mehr über die Krankheiten herauszufinden und konnte bereits heute erste Schlüsse darüber ziehen, wie die Symptome zumindest verlangsamt werden können.

Tim Stuckenschneider stellte in einem Forschungsprojekt „Denksport“ einen starken Zusammenhang zwischen Bewegung und erster Anzeichen von Demenz fest. Der Forscher arbeitet an der Deutschen Hochschule in Köln und veröffentlichte seine Ergebnisse auf dem Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Weimar.

Für sein Projekt begleitete er 75 ältere Menschen mit leichten kognitiven Störungen, da diese Personengruppe als besonders gefährdet für die Krankheit Demenz gilt.

Das Ergebnis: Die Teilnehmer, die zwei Mal pro Woche ein 60-Minütiges Training durchliefen, konnten ihre geistige Leistung im Verlauf der Studie verbessern. Es spielte dabei keine Rolle, ob die Probanden Kraft- oder Bewegungssport betrieben haben.

Bewegung fördert die Gesundheit, gerade Personengruppen mit bereits leichten Gedächtnisproblemen sollten daher über regelmäßige Bewegungsprogramme nachdenken, um die geistige Fähigkeit auch in Zukunft zu verbessern.

Musiktherapie zeigt viele positive Effekte

 

2015 begann die SRH Hochschule in Heidelberg ihr Forschungsprojekt „Musiktherapie 360 Grad“ und konnte dieses nun nach drei Jahren erfolgreich abschließen. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Teilnehmer an der Forschung waren die Pflegeheimat St. Hedwig in Heidelberg und die Krankenhäuser St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus in Ludwigshafen.

Das Ergebnis: Bezieht man eine Musiktherapie in das Behandlungskonzept aller beteiligten Personen des Pflegeprozesses ein – Angehörige, Pflege und Betroffene, so können alle davon profitieren.

Erfahre Musiktherapeuten der SRH Hochschule Heidelberg musizierten zum Zwecke der Forschung zwei Mal in der Woche in den Einrichtungen. Sie spielten den Bewohnern dabei aber nicht nur Musik auf ihren Instrumenten vor – sondern die musizierten gemeinsam. Auf den Zimmern – aber auch auf der ganzen Station oder in den Gemeinschaftsräumen. Der Effekt ist verblüffend. Die Pflegenden sprechen von „abnehmendem Gejammer der Bewohner“ und sie bemerkten eine überraschende Textsicherheit, selbst bei an Demenz erkrankten Bewohnern.

Auf die Angehörigen wirkt die Musiktherapie beruhigend, da sie ihre Angehörigen wieder aktiver erleben.

Auch auf das Pflegepersonal selbst hatte das Musizieren Auswirkungen, gesprochen wurde von einer höheren Arbeitszufriedenheit und einem abnehmenden Burnout-Risiko.

Das Forschungsprojekt war ein voller Erfolg und von vielen Seiten wurde der Wunsch geäußert, das Projekt auch in Zukunft fortzuführen.

Das Sonderheft: HPG und Koalitionsvereinbarungen – Zwischenbilanz und Ausblick

 

Am 05.12.2015 trat das Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung (HPG) in Kraft. Rund drei Jahre später möchte das neue Sonderheft der hospiz zeitschrift eine kleine Zwischenbilanz ziehen. Führen die beschlossenen Vereinbarungen tatsächlich dazu, dass die Menschen am Ende ihres Lebens vor Ort besser versorgt und begleitet werden? Welchen ethischen und rechtlichen Herausforderungen steht das HPG in der Praxis gegenüber?

Durch das HPG wurde die finanzielle Ausstattung der stationären Hospize deutlich verbessert. Doch verhindert das in Zukunft die Weiterverbreitung des Hospizgedanken und die Werbung um Ehrenamtliche? Stationäre Hospize können die Versorgung durch einen höheren Personalschlüssel und verbesserte finanzielle Mittel gewährleisten. Doch, wird ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen? Benno Bolze und Christina Bethke-Meltendorf sprechen über die Fürs und Wieder der neuen Gesetzgebung und geben einen Ausblick in die Zukunft.

Von der ersten Hospizeinrichtung 1986 und den ersten Rahmenvereinbarungen 1998 bis hin zum Hospiz- und Palliativgesetz 2015 – für stationäre Hospize war das ein langer Weg. Was bringt uns nun dieses Gesetz und vor welchen neuen Herausforderungen stehen stationäre Hospize, denn das neue Gesetz bindet stationäre Hospize nun stärker an das etablierte Gesundheitswesen an.

dieser Frage gehen Leonhard Wanger und Ulrich Heller nach.

Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland mit fünf Leitsätzen und Handlungsempfehlungen im Rahmen einer Nationalen Strategie – darüber spricht Frau Birgit Weihrauch. Was wurde umgesetzt und an welchen Punkten sollte angeknüpft werden um ein flächendeckendes Angebot für alle Menschen an den Orten zu schaffen, an denen sie ihre letzte Lebensphase verbringen möchten?

Die finanzielle Förderung der ambulanten Hospizarbeit konnte seit Einführung des HPG verbessert werden. Im Gegenzug sind jedoch neue Hemmnisse entstanden. Mehr Förderung und mehr Bürokratie? Darüber spricht Ulrich Kreutzberg.

Roswitha Bender, Erika Feyerabend und Verena Gerdes sprechen über das Ehrenamt. Das Gelingen der Versorgung zwischen Professionalität und Qualifikation und dem Pendant der mitmenschlichen fürsorglichen Haltung. Wie kann das Profil der Ehrenamtlichen für die Zukunft geschärft werden?

Zwei Meinungen aus der Politik – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Giffey im Interview.

Noch immer gibt es zahlreiche Regionen die nicht mit einer Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung ausgestattet sind. Wie ist die Entwicklung der SAPV demnach zu beurteilen? Dieser und weiterer Fragen geht Paul Herrlein auf den Grund.

Frau Cora Schulze greift in ihrem Artikel Abgrenzungsprobleme zwischen allgemeiner ambulanter Palliativversorgung (AAPV) und spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (SAPV) auf, die zu Unsicherheiten führen. Zuständigkeiten und Behandlungsmöglichkeiten sind nicht klar geklärt. Frau Schulze fordert von Politik, Kostenträgern und Leistungserbringern unter anderem klarere Definitionen der Angebote und Leistungserbringer.

Das Heim ist das letzte zu Hause für immer mehr Menschen. Stephanie Stadelbacher und Werner Schneider stellen die Studie „Sterben zu Hause im Heim – Hospizkultur und Palliativkompetenz in der stationären Langzeitpflege“ vor. Welche Erkenntnisse können daraus gezogen werden?

Gesundheitliche Versorgungsplanung (GVP) – Gespräche über das Lebensende sind in geringem Maße über Krankenkassen refinanzierbar. Wer führt diese Gespräche und wie werden Menschen dafür ausgebildet? Einer der Fragen, denen Dirk Müller und Amöna Landrichter nachgehen.

Auch in der Hospizarbeit für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gibt es Veränderungen. So können jetzt flächendeckend junge Erwachsene mit lebensverkürzender Erkrankung bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres durchgehend durch Förderung betreut werden. Finanziell stehen die Hospizdienste auf sichererem Boden, aber nicht in allen Bereichen. Es gibt weiteren Regulierungsbedarf. Zudem fehlt es an qualifiziertem Personal. Marcel Globisch und Thorsten Hillmann sprechen über die Veränderungen für Kinder- und Jugendhospize im Zusammenhang mit dem HPG.

Das Sonderheft – Hier bestellen!

Neu erschienen: Die Fachzeitschrift Palliative Geriatrie

 

„Sinnvolle Beschäftigung“ ist längst zu einem Schwerpunktthema der modernen Altenpflege geworden. Die Zeiten, in denen man meinte mit „warm, satt, sauber“ alles Erforderliche getan zu haben sind zum Glück vorbei – oder sollten zumindest vorbei sein!

Es ist heute davon auszugehen, dass die meisten von uns sehr alt werden. Menschen im hohen Alter sind in der Regel in ihren letzten 1-2 Lebensjahren zunehmend auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Auch in dieser Zeit haben sie das Recht am Leben teilzunehmen! Sie möchten ihr Leben als sinnvoll empfinden, „noch für etwas gut sein“, gebraucht werden und sich auf etwas freuen können.

Eine der großen Herausforderungen der Altenpflege besteht daher darin bestmöglich dafür zu sorgen, dass auch Menschen im Pflegeheim ein möglichst normales, ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechendes Leben führen können. Dass das kaum zu 100 Prozent gelingen kann, liegt auf der Hand, denn fast niemand wünscht sich sein Zuhause zu verlassen und fortan in einer Gemeinschaft zu leben, die er weder angestrebt noch sich ausgesucht hat. Zudem lässt die Vielzahl der Aufgaben, die das knapp bemessene Personal zu bewältigen hat, diesem oft nicht viel Zeit sich um mehr als das Nötigste zu kümmern.

Erstaunlicherweise gelingt es – allen Schwierigkeiten und Hemmschuhen zum Trotz – sehr oft gute Ideen mit Erfolg in die Tat umzusetzen. Wie Sie beim Lesen dieser Ausgabe feststellen werden, braucht man zum Glück nicht für alles, was den BewohnerInnen Freude macht, viel Zeit. Es ist auch nicht nur Aufgabe der überlasteten Pflege die Tage mit Leben zu erfüllen! Alle, die mehr oder weniger regelmäßig in den Heimen tätig sind, wie ErgotherapeutInnen, SeelsorgerInnen oder ehrenamtliche MitarbeiterInnen, können sich mit ihren Ideen und Kompetenzen einbringen und ganz unterschiedliche, wertvolle Beiträge zum Thema „sinnvolle Beschäftigung“ leisten.

Sinnvolle Beschäftigung ja, aber das stellt Pflegeheime auch vor große Herausforderungen, damit sinnvolle Beschäftigung möglich wird.

Sinnvolle Beschäftigung bei Menschen mit demenzieller Erkrankung oder bei desorientierten Menschen verlangt gute Vorarbeit. Was muss ich beachten? Was kann ich machen (und was nicht)? Sechs Beiträge nehmen sich dieser Fragen aus der Praxis an.

Sinnvolle Beschäftigung braucht Zeit. Der therapeutische Tischbesuch (TTB) wurde gerade unter diesem Gesichtspunkt entwickelt. Er dauert ein bis zwei Minuten und ist dennoch in der Lage, eine therapeutische Wirkung zu erzeugen.

Aber auch das Einbinden von Ehrenamtlichen kann eine gute Ergänzung zum Angebot der Pflegeheime ergeben. Gerade in der individuellen Begleitung kann sinnvolle Beschäftigung entstehen.

Last but not least – manchmal ist weniger mehr!

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann heute noch hier bestellen.

 

Auf dem Weg zur Sorgekultur

Blinde Flecken in der alternden Gesellschaft

 

Alte Menschen sollen möglichst lange selbstbestimmt und integriert in ihrem vertrauten Wohnquartier leben und – wie die allermeisten es sich wünschen – auch dort sterben können.

Darum müssen sozialraumorientierte und sektorenübergreifende Fachkonzepte für die Altenhilfe entwickelt werden. Es bedarf der besseren finanziellen Ausstattung für vernetztes Wohnen im Quartier. Sozialversicherungssysteme sind aufeinander zu beziehen und sozialräumliche Arbeit muss regelfinanziert werden.

Das Kernstück aktueller Lösungsansätze liegt in der Einbindung der Zivilgesellschaft. Hier sind Träger der freien Wohlfahrtspflege gefragt, sich gemeinsam mit den Kommunen einzusetzen, um Menschen zu befähigen, ihre eigenen Belange umzusetzen und sich im Rahmen der Quartiersentwicklung für Ältere einzusetzen.

 

Die Beiträge dieses Bandes greifen die skizzierten Perspektiven und Bedingungen einer sozialraumorientierten Sorgekultur auf und reflektieren sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Zusammenhängen.

 

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Neuerscheinung: Auf Wiedersehen Papa!

 

-Die Geschichte eines kleinen Eisbären

Herausgegeben von Christiane Pfifferling

Der kleine Eisbär Bodo lebt mit seiner Mutter und seinem Vater am Nordpol. Sie erleben viele spannende Dinge zusammen. Eines Tages geht es dem Papa von Bodo nicht mehr so gut. Er kann nicht mehr herumtollen und den kleinen Bodo auf seinem Rücken tragen.

Die Geschichte des kleinen Eisbären erzählt von der Trauer eines hinterbliebenen Sohnes und wie dieser die Trauer in eigene Stärke umwandeln kann. Ein Buch, das Hoffnung macht.

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Der neue Bundes-Hospiz-Anzeiger

 

Diesmal mit dem Schwerpunkt „Fort- und Weiterbildung“

Eine gute Hospiz- und Palliative Care Begleitung und Behandlung  basiert auf gutem, fachlichem Wissen und Erfahrung. Wir berichten in dieser Ausgabe über die Hintergründe, Ziele und Qualitätsanforderungen für eine gesicherte Aus-, Fort- und Weiterbildung, um dieses Wissen auf- und auszubauen.

Um Nachhaltigkeit in der Palliative Care sicherstellen, existieren schwerpunktmäßig drei Faktoren, die langfristig besonders für Nachhaltigkeit gesorgt haben. Lesen Sie mehr über das modular aufgebaute Projekt, dass vom IFF Wien begleitet wurde.

Die Bildung spielt in vielen Kinder- und Jugendhospizen eine große Rolle. Nicht nur Pflegende von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Krankheiten haben das Bedürfnis nach Bildung. Auch die zu Pflegenden und ihre Angehörigen haben den Wunsch nach einem Bildungsangebot.

Gibt es Unterschiede in der Begleitung von sterbenden Menschen mit und ohne Behinderung? Ein Erfahrungsbericht gibt Eindrücke.

Der Letzte-Hilfe-Kurs besteht aus vier Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten. Der Kursleiter Dr. Bollig berichtet über die ersten Erfahrungen mit den Letzte-Hilfe-Kursen in Deutschland.

Lesen Sie Interessantes im Forum, Neues vom DHPV und Kurz notiert.

 

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Individualität bei Grabdenkmalen geht weiter verloren

 

Ein liebender Ehemann möchte seiner verstorbenen Frau den Wunsch nach einem individuellen Grabdenkmal erfüllen. Entstanden ist die Skulptur mit der Aufschrift „Carpe diem“, die das Grab schmücken sollte, anlässlich der Documenta 6. Derzeit verweilt das Denkmal, aufgrund von Streitigkeiten mit dem Friedhof, im Garten des hinterbliebenen Ehemanns.

Das rund 1,80 Meter große Kunstwerk hat die Form eines Zeigefingers – genau das führte in Königswinter zu einem Problem.

Die Friedhofsverwaltung wünscht sich, dass der Gesamteindruck des Friedhofs erhalten bleibt und ist der Meinung, dass mit dem Kunstwerk die althergebrachte Entwicklung nicht bewahrt werden kann. Sie verwehrten dem Hinterbliebenen das Aufstellen der Statue.

Der Ehemann zog vor Gericht – und scheiterte vor dem Verwaltungsgericht in Hannover. Das aktuelle Urteil verbietet das Aufstellen einer Skulptur mit Zeigefinder auf einem Friedhof mit der Begründung, dass das Kunstwerk die Besucher störe und die Würde des Friedhofes nicht entspräche. Der Richter unterstützte die Meinung des Friedhofes bezüglich des Gesamteindruckes und bewertete einen Besuch für andere Trauernde als „aufgezwungene Befassung“ mit dem Finger. Das ist nicht gewünscht.

Wurde hier eine falsche Entscheidung getroffen? Sollte nicht jeder Verstorbene das Recht auf seine individuellen Wünsche bezüglich seiner Grabstätte innehaben? Die Friedhofsverwaltungen haben es zumeist selbst in der Hand, welche Wünsche berücksichtigt werden und welche abgelehnt werden. Wünschenswert für eine individuelle Gestaltung der Wünsche der Verstorbenen wäre es, wenn das Gericht und die Friedhofsverwaltung dem nicht entgegenstehen.

Was ist Ihre Meinung? Antworten Sie uns gerne auf unserer Facebook-Seite.

Betrüger treiben ihr Unwesen

 – in Jever und Wilhelmshaven

 

Seit einigen Tagen treiben Betrüger ihr Unwesen! Berichten zu Folge tummeln sich die noch unbekannten Täter in den Ladengeschäften der Innenstädte von Wilhelmshaven und Jever, um Vergünstigungen zu erfragen. Ihre Masche: Sie geben sich als Mitarbeiter des Friedel-Orth-Hospizes in Jever oder des Kinder- und Jugendhospizes „Joshuas Engelreich“ in Wilhelmshaven aus. Auf diese Weise erhoffen sie sich Vergünstigungen für die dort angebotene Ware. Leider handelt es sich bei den Übeltätern nicht um tatsächliche Mitarbeiter. Sie versuchen gutgläubige Ladenbesitzer und ihre Mitarbeiter mittels eines guten Zwecks gar zu berauben und missbrauchen für ihr falsches Spiel die Namen der ortsansässigen Hospize.

Die Hospiz-Leitung warnt vor solch dubiosen Anfragen. Haupt- und ehrenamtliche Hospizmitarbeiter fragen in der Regel im Vorfeld telefonisch bei Geschäften an, ob eine Vergünstigung möglich ist.

Die Täter versuchen sich auf Kosten unheilbar erkrankter Menschen selbst zu bereichern – wir hoffen diese Schurken können bald gefasst werden und der Spuk hat ein Ende.

Grundsatzpapier zur Palliativen Geriatrie

 

Der Vorstand der Fachgesellschaft für Palliative Geriatrie hat im August diesen Jahres unter reger Mitwirkung seiner Mitglieder, ein Grundsatzpapier zur Palliativen Geriatrie verabschiedet.  Enthalten in diesem Papier sind:

eine Definition von Palliativer Geriatrie

Ziele der Palliativen Geriatrie

Grundsätze der Palliative Geriatrie

Das Grundsatzpapier in voller Länge finden Sie unter:

https://www.fgpg.eu/grundsatzpapier-zur-palliativen-geriatrie/

Neuerscheinung – Würde und Selbstbestimmung

 

Würde und Selbstbestimmung sichern – Blinde Flecken in der Begleitung und Betreuung sterbender alter Menschen

Herausgegeben von Ulrich Lilie, Wolfgang Beer, Edith Droste, Astrid Giebel

Die Zeit vor dem Tod ist für die meisten Menschen mit großer Pflegebedürftigkeit verbunden. Alte Menschen benötigen dann umfassende körperliche, seelische, soziale und spirituelle Begleitung, Pflege und Behandlung –  manchmal über Jahre. Um dies zu gewährleisten gilt es, im Zusammenwirken von Politik, Kostenträgern, Leistungserbringern und Zivilgesellschaft die nächsten Schritte zu planen, die fachliche Weiterentwicklung voranzutreiben und den öffentlich-politischen Diskurs um eine neue Sterbekultur, um Finanzen und Strukturen zu führen.

Insgesamt reichen diese Maßnahmen und Instrumente zurzeit aber nicht aus, um die Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung in den Einrichtungen nachhaltig zu fördern. Hinzukommen müssen dringend die materiellen, personellen und konzeptionellen Ressourcen für ein flächendeckendes Angebot palliativer Versorgung und existenzieller Sterbebegleitung. Anzustreben ist die kostenneutrale Finanzierung von ausreichend Personal in Pflege und Betreuung, Palliativfachkräften und die Basisqualifizierung aller Mitarbeitenden, ohne die Betroffenen und die Träger der Sozialhilfe damit zu belasten.

Namhafte VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und Kirche beleuchten diese blinden Flecken in der Begleitung. Das gemeinsame Ziel ist die Anstrengung wert: ein Sterben in Würde für alle Menschen an jedem Ort zu ermöglichen.

Ein weiterer Band zu diesem Thema wird im November erscheinen.

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Sonderheft der hospiz zeitschrift

 

Vorankündigung: Rechtzeitig zum Welthospiztag am 13. Oktober kommt in diesem Jahr unser Sonderheft heraus. GESETZ

HPG und Koalitionsvereinbarung – Zwischenbilanz und Ausblick

Vor drei Jahren wurde im Deutschen Bundestag das Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung (HPG) in Deutschland beschlossen. Durch eine ganze Reihe von Maßnahmen will dieses Gesetz die flächendeckende und bedarfsgerechte hospizliche Begleitung und palliative Versorgung stärken. Flankiert wurde das HPG durch die Debatte zum Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zum Suizid. Und auch im aktuellen Koalitionsvertrag ist die Weiterentwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung ein wichtiger Punkt.

Die genannten Gesetze und die Koalitionsvereinbarung schreiben eine Entwicklung fort, die mit den ersten rein ehrenamtlichen Hospizdiensten in den 1980er Jahren zunächst ganz ohne gesetzlichen Rahmen ihren Anfang genommen hat. Seither zeigt sich, wie sehr sich Hospizidee und Gesetzgebung beeinflussen. Das endet nicht mit dem HPG und nicht in der jetzigen Legislaturperiode.

Das vorliegende Heft will daher eine Zwischenbilanz ziehen und einen Ausblick wagen. Nach einem Abriss zu den aktuellen Entwicklungen (Bolze/Bethke) und zur Bedeutung der Charta (Weihrauch) wird nach den Auswirkungen des HPG auf die ambulante Hospizarbeit (Kreutzberg) und palliative Versorgung (Schulze) sowie nach den Herausforderungen für die stationären Hospize (Wagner/Heller) gefragt. Zwei Beiträge widmen sich der aktuellen Situation in den stationären Pflegeeinrichtungen, einmal vor dem Hintergrund der nun gesetzlich geforderten gesundheitlichen Versorgungsplanung für die Bewohner*innen (Müller/Landrichter), zum anderen im Hinblick auf die Herausforderungen an die Pflegeeinrichtungen für das 21. Jahrhundert –  etwa als offene Zentren neuer lokaler Sorge-Gemeinschaften (Stadelbacher/Schneider). Wichtige Weichenstellungen stehen auch in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (Herrlein) und im Bereich der Kinder- und Jugendhospizarbeit (Globisch/Hillmann) an. Und nicht zuletzt wird danach gefragt, wie das Ehrenamt – entstanden als Bürger*innenbewegung weniger engagierter und heute in der Sozialgesetzgebung verankert – seine zentrale Rolle in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen auch in Zukunft behaupten kann (Bender/Feyerabend/Gerdes).

Dass wir bei allen Herausforderungen, denen wir uns auch nach dem HPG noch widmen müssen, auf starke Unterstützer*innen zählen können, zeigen die spannenden Gespräche mit Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Winfried Hardinghaus

Bitte beachten Sie, dass dieses Sonderheft nicht Bestandteil des Jahresabonnements ist.

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Die neue hospiz zeitschrift

 

Die aktuelle Ausgabe der hospiz zeitschrift befasst sich mit dem Thema: Wie wir sterben wollen.

Dieses Thema ist uns wichtig, denn wir müssen im Blick haben, welche Vorstellungen Betroffene über ein „gutes“ und ein „würdevolles“ Sterben haben und wie wir dazu beitragen können, wie dies gelingen kann.

In diesem Zusammenhang  tauchen ganz konkrete Fragen, wie der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit  in der letzten Lebensphase, auf. Ein internationales Expertenteam geht hier der Frage nach, ob eine ärztliche Unterstützung in diesem Fall ethisch gerechtfertigt sei.

Gesundheitliche Vorausplanung, Advanced Care Planning – in der Altenhilfe, in der Behindertenhilfe. Was bedeutet das genau? Welche Ziele werden damit verfolgt? Welche Effekte entstehen dabei? Zu welchen Ergebnissen kommen erste Pilotprojekte? Diesen Fragen wird in drei Beiträgen nachgegangen.

Abschiedszeit und Letztverlässlichkeit sind Elementen des palliativen Ansatzes, die nicht übersehen werden dürfen. Zeit wird in der Abschiedsphase neu wahrgenommen, es entsteht eine verstärkte Intensität der Zeitwahrnehmung. Heute steht Sterben oftmals im Spanungsverhältnis zwischen Lebensverlängerung und Lebensqualität, wobei der Betroffene in begrenzter Zeit Entscheidungen fällen muss. Frei nach Karl Valentin: „Kann mir eigentlich jemand sagen, wo ich hinwill?“ Letztverlässlichkeit definiert Müller-Busch als eine Haltung, die weit über medizinische, medikamentöse, pflegerische und therapeutische Aufgaben hinausreicht und …

Und wir haben in der Praxis nachgefragt. Zu Wort kommen unterschiedlichste Akteure im Hospiz, von der Leitung über die Sichtweise einzelner Professionen bis hin zum Ehrenamt.

 

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Schweizer Studie

 

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Bürger am Lebensende untersuchen sollte. Hier ein Ausschnitt aus dem Abschlussbericht:

94% der Befragten waren der Meinung, dass Palliative Care sinnvoll  sei. Mehr als 80% der Schweizer denkt über sein Lebensende nach, fast 70% haben sich bereits konkrete Gedanken darüber gemacht, welche Behandlungen und welche Betreuung sie in Anspruch nehmen möchten.

In diesem Zusammenhang  wurde nach dem Bekanntheitsgrad des Begriffes Palliative Care gefragt. 59% der Befragten kannten diesen Begriff. Das ist ein Anstieg von 11% im Gegensatz zu einer Untersuchung aus dem Jahr 2009. Doch es gibt große Unterschiede zwischen den Sprachgebieten. Während die Bekanntheit in der Deutschschweiz bei 55% liegt, ist der Begriff in der Französischen Schweiz bei 73% der Befragten bekannt.

Auch ist das Inanspruchnehmen von palliativen Leistungen in den Sprachgebieten höchst unterschiedlich. In der Deutschschweiz gaben nur 37% der Befragten an, dass in ihrem nahen Umfeld palliative Leistungen in Anspruch genommen worden sind, in der Italienischen Schweiz waren es 48%, in der Französischen Schweiz 70%.

Und last but not least wurde die Frage nach dem gewünschten Sterbeort gefragt.

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Den gesamten Abschlussbericht finden Sie hier

Mitgliederschwund in christlichen Kirchen

 

Der Mitgliederschwund in beiden christlichen Kirchen in Deutschland geht weiter. Weniger Gläubige, weniger Kirchgänger, dies hat zur Folge, dass auch weniger Kirchen benötigt werden.  Einerseits tun sich die Kirchen schwer damit, Gotteshäuser zu verkaufen, andererseits wer kauft eine Kirche? Da die Not ja bekanntlich erfinderisch macht, entstand die Idee, Gotteshäuser in Urnenkirchen umzuwandeln.  Die erste dieser Einrichtungen entstand 2004 in Krefeld. Zurzeit gibt es in Deutschland bereits 42 solcher Urnenkirchen, 29 katholische, elf evangelische und zwei altkatholische Angebote.

Die Kirchen können weiterhin im ursprünglichen Sinne genutzt werden, denn meist werden in Nischen oder Teilen der Kirchen Kolumbarien errichtet (Kolumbarien sind Urnenwände, d.h. übereinander angebrachte Nischen, in denen Urnen nach Feuerbestattung untergebracht werden können). Diese können gemietet werden. Die Kirchengemeinden können so mit den dadurch erzielten Einkünften die Gotteshäuser in Stand halten. Die Urnenplätze können in der Regel für 20 Jahre oder für kürzere Zeit genutzt werden. Die Konfession spielt dabei keine Rolle.

Urnenkirchen bieten bis zu einer dreistelligen Zahl Urnenplätzen an. Doch nicht alle Urnenplätze kosten gleich viel. Es gibt, ähnlich den Urnengräbern auf Friedhöfen auch dort große Preisunterschiede. Die Ausstattung kommt noch hinzu.

Doch Urnenkirchen gibt es nicht überall. Die meisten Kirchen dieser Art gibt es in Nordrhein-Westfalen, dort existieren bereits 27. In Niedersachsen finden wir sechs, in Rheinland-Pfalz drei, in Hamburg und Thüringen je zwei und in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern jeweils eine dieser Art. Der Süden des Landes scheint von dieser Alternative nicht überzeugt zu sein, dort finden wir keine Urnenkirchen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: alexander.helbach@aeternitas.de

Das andere Buch

Angebote zu ausgewählten Werken der Schweizer Autorin Dr. Monika Renz

Für kurze Zeit haben wir aufgrund eines Büchertisches einige ausgewählte Werke der Schweizer Autorin Dr. Monika Renz in unser Angebot aufgenommen. Das Angebot ist begrenzt und einige der Bücher sind von der Autorin handsigniert. Hier unsere Auswahl:

           

          

Neues aus dem Kinder- und Jugendhospiz

 

„… die zweite Geige spielen, damit der Solist sich entfalten kann“ herausgegeben von Edith Droste im Auftrag des Deutschen Kinderhospizvereins e.V.

Ziel der Kinder- und Jugendhospizarbeit ist es, die uns anvertrauten jungen Menschen aufmerksam und kompetent zu begleiten. Je umfassender wir die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzender Erkrankung wahrnehmen, desto besser gelingt es, ihnen das Erleben von Autonomie, Lebensfülle und Selbstwirksamkeit – auch angesichts körperlicher und geistiger Einschränkungen und des Wissens um den eigenen Tod – zu ermöglichen.

Die Publikation hat das Anliegen, haupt- und ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendhospizarbeit und in angrenzenden Bereichen tätigen Menschen sowie Eltern neue Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis vorzustellen. Der sperrige Begriff der Subjektorientierung wird aufgebrochen und im Kontext der Kinder- und Jugendhospizarbeit mit Bedeutung gefüllt. Auf diese Weise sollen Umsetzungsmöglichkeiten im eigenen Handlungsfeld aufgezeigt werden.

Ausgangspunkt sind drei Fragenkomplexe:

1.. Was heißt es konkret, die von uns begleiteten Kinder und Jugendlichen – angesichts ihrer Lebensverkürzung, des vielleicht Angewiesenseins auf den Rollstuhl oder des Verlusts von Sprache und Merkfähigkeit und anderer oft gravierender Einschränkungen – als Subjekte und Gestalter ihres Lebens zu sehen anstatt sie auf die Folgen ihrer Erkrankung zu reduzieren?

2.. Wie kann es gelingen, die eigene Wahrnehmung zu sensibilisieren, um die oft feinen Signale ebenso wie die Bedürfnisse nach Abgrenz-ung und Autonomie, die im Prozess des Heranwachsens zunehmend eine Rolle spielen, zu erkennen und respektvoll zu begleiten?

3..Welches Grundverständnis vom Menschen ist Basis unseres Handelns, und welche theoretischen Überlegungen zur Subjektorientierung sind hilfreich für die Fundierung unseres praktischen Tuns?

 

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Der neue Bundes-Hospiz-Anzeiger

Der Bundes-Hospiz-Anzeiger stellt in seiner neuen Ausgabe die Organisationsentwicklung in den Mittelpunkt.

Auch die Hospizbewegung steht vor neuen Herausforderungen, komplexere Begleitungen, veränderte familiäre Konstellationen, Einsamkeit der Betroffenen, Arbeitskräftemangel, Arbeitsverdichtung und verändertes ehrenamtliches Engagement – um nur einige zu nennen. All dies  erfordert neue Weg in der Organisation und Koordination von Hospizarbeit. Sich dessen gewahr werden und darauf nicht nur zu reagieren, sondern auch positiv zu agieren, das sollte das Ziel sein.

Wir beleuchten das Thema von verschiedenen Seiten, aus der Sicht der großen Träger, der Leitung eines stationären Hospizes, aus Sicht der Pflegeheime und eines Krankenhausbetriebes.

Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit – Merkmale, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven, diese wegweisende Verbundstudie wird in dieser Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers vorgestellt. Initiiert und getragen wurde die Studie von dem Gedanken, Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement zu stärken. Lesen Sie hier die Ergebnisse.

Prof. Hardinghaus, Vorsitzender des Geschäftsführenden Vorstandes des DHPV, äußert sich in einem Interview zu der Veränderung der Musterweiterbildungsordnung bezüglich der Weiterbildungszeit für die Zusatzweiterbildung Palliativmedizin.

Das Sterben im Heim – heute und morgen: Im Juni fand in Augsburg ein Fachtag mit diesem Thema statt. Anwesend waren Vertreter aus Praxis, Wissenschaft und Politik. Die Vortragenden und auch TeilnehmerInnen in der anschließenden Diskussionsrunde machten deutlich, wie eine gute Versorgung in Alten- und Pflegeheimen aussehen könnte und sollte.

Eine Tagung ganz anderer Art waren die Süddeutschen Hospiztage mit dem Thema: Fassen, was nicht zu fassen ist. Fulbert Steffensky (85 Jahre) und Annelie Keil (79 Jahre) ließen die TeilnehmerInnen an ihren Reflexionen über das Alter teilhaben, die Abschiede und das doch unfassbare Lebensende. Monika Renz berichtete ihre Sicht auf den „Vorgang“ des Sterbens*. Diese Hospiztage drehten sich um das Menschliche im Sterben, um Innehalten, um die Reflexion eines meist langen Lebens und um das letzte Stück im Leben, das wir begleiten können.

*Restexemplare der Bücher von Monika Renz zu diesem Vortrag sind, solange der Vorrat reicht, für kurze Zeit über den hospiz verlag beziehbar.

Last but not least: die Gartentherapie. Was das ist und wie sie eingesetzt werden kann, darüber erfahren sie mehr in dieser Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers.

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Studienergebnisse des DHPVs zu den zukünftigen Herausforderungen des hospizlichen Ehrenamtes

Am 12. Juni diesen Jahres wurde die Studie „Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit – Merkmale, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven“ der Öffentlichkeit in Anwesenheit der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey präsentiert. Einen Bericht darüber finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers.

In einer Teil-Studie kam ausschließlich das Ehrenamt zu Wort. Das AutorInnen-Team Schuchter, Fink, Gronemeyer und Heller befragte 281 Ehrenamtliche in Gruppeninterviews und -workshops. Ihr Ziel war es, herauszufinden was Ehrenamtliche selbst über ihre Tätigkeit, ihre Begleitungen denken. Es wurde konkret sieben Fragen nachgegangen: Wie fing es an? Wie habe ich Zugang gefunden? Wie bin ich da? Was kann alles passieren? Wie finde Sterben heute statt? Wie gehe ich nachhause? Was bleibt? Viele Beispiele aus der Begleitung untermalen, was Ehrenamtliche machen, wie sie denken, warum sie diese Tätigkeiten ausüben.

Diese wichtige Studie hilft allen Hauptamtlichen, ehrenamtliches Handeln besser zu verstehen, um interdisziplinär und multiprofessionell besser für die Betroffenen da zu sein.

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Erst zu wenige, dann zu viele?

 

1986, also vor 22 Jahren wurde in Deutschland das erste stationäre Hospiz, Haus Hörn in Aachen eröffnet. Heute gibt es in Deutschland ca. 230  stationäre Hospize und allerorten werden neue Häuser geplant und gebaut.

Nun fürchten Kassen und Verbände in Niedersachsen ein mögliches Überangebot an stationären Hospizen. Dort gibt es 28 Hospize mit 227 Betten und 320 Palliativbetten. Geplant sind bis zu 22 neue stationäre Hospize, was bei einer Belegung mit acht Betten pro Hospiz zu einer Erweiterung um 176 Betten führen würde. Dies ergäbe eine Palliativ-Bettenzahl von 723 für Niedersachsen.

Betrachtet man die Empfehlungen der European Association for Palliative Care (EAPC), die eine sehr komfortable Ausstattung als angemessen ansieht, so wäre Niedersachsen mit dieser Palliativ-Bettenzahl üppig ausgestattet. Denn die EAPC schlägt pro 1Mio. Einwohner zwischen 80 und 100 Betten vor. Bei einer Bevölkerung von 7,9 Mio. Einwohnern (die Zahl stammt aus 2016) wären zwischen 632 und 790 Betten sinnvoll.

Hinzu kommen noch ca. 130 ambulante Hospize mit ca. 4.000 Ehrenamtlichen und 50 SAPV-Anbieter.

Ein nicht zu unterschätzender Punkt in der Diskussion um neue stationäre Hospize, ist das Geld. Aufgrund des neuen Hospiz- und Palliativgesetzes (HPG) müssen stationäre Hospize nicht mehr, wie vor Inkrafttreten des Gesetzes 10 Prozent selbst finanzieren, heute sind es nur noch 5 Prozent. Das heißt einerseits, dass beim Neubau und Betreiben von stationären Hospizen vom Träger einfach weniger Geld aufgebracht werden muss. Andererseits werden dadurch die Pflegekassen höheren Belastungen ausgesetzt. Somit gehen hier die Interessen auseinander.

Sinnvoll wäre deshalb eine Bedarfsplanung, die sowohl die Anzahl an Hospiz- als auch Betten auf Palliativstationen pro Bundesland, an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert, beinhaltet.

Immer weniger Verstorbene werden kirchlich bestattet

Die Zahl der Verstorbenen, die kirchlich bestattet werden sinkt kontinuierlich. Dies gilt für die katholische wie für die evangelische Kirche gleichermaßen.  Hierzu einige Zahlen:

2003 sank die Rate der kirchlich bestatteten Menschen  erstmals unter 70% (69,9%).

2014 sank die Rate erstmals unter 60% (58,8%),

2015 waren es nur noch 58,1% und

2016 ist die Zahl auf 56,5% gesunken.

Im Jahr 2016 verstarben in Deutschland 911.000 Menschen, kirchlich bestattet von ihnen  wurden 515.013 Menschen. Nach Konfessionen wurden 243.323 Menschen katholisch und 271.690 Menschen evangelisch bestattet.

Die Zahlen für 2017 scheinen diesen Trend fortzusetzen. Da es von der Evangelischen Kirche noch keine Zahlen gibt, kann noch keine abschließende Zahl genannt werden, aber die Zahlen der Katholischen Bischofskonferenz liegen bereits vor: zwar wurden im vergangenen Jahr 243.824 katholisch bestattet, was nach stabilen Zahlen aussieht. Aber im Jahr 2017 starben mehr Menschen als im Vorjahr, es waren 933.000 Todesfälle.

Die vollständigen Zahlen der Bestattungen seit dem Jahr 2000 finden Sie hier

 

HAUT

 

Dass wir uns in unserer Haut wohlfühlen, hat viel mit unserem seelischen Wohlbefinden zu tun. Wir fühlen uns gut, wenn jemand unsere Haut berührt, streichelt, knetet oder küsst. Der richtige Umgang mit diesem Thema muss in der Palliativen Geriatrie sorgsam bedacht werden. Wir betrachten die Haut aber auch als Organ, das medizinisch-pflegerische Sorge benötigt und beleuchten welche Möglichkeiten uns zur Linderung und/oder Heilung zur Verfügung stehen.

In einem Interview zum Thema Haut berichtet eine Berliner Hautärztin Erstaunliches – von der Pofalte, der Diva der Körperfalten, über Erotik, Waschzwang, aufgekratzte Pickel und vermeintliche Oberflächenmediziner…

Welche Bedeutung hat Berührung im Rahmen pflege-therapeutischer Handlungen? Während High-Tech-Interventionen hohes Ansehen genießen, wird das Halten einer Hand belächelt. Was wird hier unterschätzt?

Wenn die Haut verletzt ist oder die Haut nicht mehr heilt: Palliative Wundbehandlung wird notwendig, wenn die Heilung von Wunden aufgrund eines palliativen Grundleidens nicht mehr realistisch ist. Welche Maßnahmen ergriffen werden können, lesen Sie hier.

Juckreiz – ein nicht seltenes Symptom im Alter, das nicht zu unterschätzen ist. Welche Ursachen gibt es und welche therapeutischen Möglichkeiten haben wir?

Aber auch Physiotherapie berührt, selbst hergestellte Handmassageöle und wie immer der palliativgeriatrische Pflegetipp.

 

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Entwicklung der Pflegefallzahlen nach Bundesländern, eine Simulation bis 2035

vom Institut der Deutschen Wirtschaft, September 2018

Pflegefallzahlen werden in den Bundesländern von den einzelnen Statistischen Landesämter erhoben. Seit der erstmaligen Erhebung im Jahr 1999 steigt diese ausgewiesene Anzahl der Pflegebedürftigen bundesweit, aber auch in den einzelnen Ländern kontinuierlich an.*

Doch die Zahlen wurden vor dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz erhoben. Die neuen Einstufungen gemäß dieses Gesetzes nimmt nun stärker darauf Bezug, wie selbstständig Betroffene in ihrem Alltag sind. Ziel der Reform war es, den Pflegebedarf beispielsweise von Menschen, die von Demenz betroffen sind, besser zu erfassen. Die Pflegestatistik wird jedoch nur in einem zweijährigen Turnus erstellt, die letzten Daten stammen aus 2015. Aus diesem Grund ist noch nicht genau abzusehen, ob und wenn ja, in welchem Umfang sich die in den Statistiken ausgewiesene Anzahl der Pflegebedürftigen in Zukunft allein deshalb erhöht, weil nun auch Personen Ansprüche an die Versicherung haben könnten, die nach den alten Regeln nicht als pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung galten.

 

Pflegebedürftige in den Bundesländern in 1999 und 2015

Dabei wiesen erwartungsgemäß die bevölkerungsreichsten Bundesländer sowohl in 1999 als auch in 2015 die höchsten absoluten Pflegefallzahlen auf: In Nordrhein-Westfalen waren in 2015 knapp 679.000 Personen pflegebedürftig (1999 waren es 470.000), in Bayern waren es gut 374.000 (1999 waren es gut 297.000) und in Baden-Württemberg knapp 354.000  (1999 waren es knapp 215.000).

 

Anteil der Pflegebedürftigen an der jeweiligen Bevölkerung in Prozent

Auch hatte der Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen in den Bundesländern besaß eine jeweils eigene Dynamik. Bundesweit ist die Anzahl der Pflegebedürftigen zwischen 1999 und 2015 um 50 Prozent gestiegen – mit erheblichen Unterschieden zwischen den Bundesländern: So verzeichnete Bayern in diesem Zeitraum nur einen Anstieg um 26 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern hingegen um 80 Prozent und Brandenburg sogar um 83 Prozent.

Pflegebedürftigkeit fällt insbesondere im Alter an. Dies zeigt sich, wenn die altersspezifischen Pflegeprävalenzen betrachtet werden – die Anzahl der Pflegefälle im Verhältnis zur Anzahl der Bevölkerungsmitglieder in einer bestimmten Altersgruppe. Bis in das mittlere Alter ist diese altersspezifische Pflegeprävalenz für beide Geschlechter relativ gering, sie liegt bis zu einem Alter von 55 Jahren in der Regel unter 1 Prozent. Dann steigt sie jedoch fast exponentiell – bereits im Alter von 75 Jahren liegt sie bei Männern knapp unter, bei Frauen knapp über 10 Prozent und in der Altersgruppe der 95-jährigen und älteren sind 71 Prozent der Männer und 83 Prozent der Frauen anerkannte Pflegefälle.

Allerdings sind Alter und Geschlecht nicht die einzigen möglichen Erklärungsfaktoren. Denn die alters- und geschlechtsspezifischen Pflegeprävalenzen sind in den Bundesländern keineswegs identisch. So weisen insbesondere Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die bundesweit höchsten Pflegeprävalenzen in den hier betrachteten Altersgruppen der 75-Jährigen und Älteren auf, Bayern hingegen die niedrigsten: Waren beispielsweise in 2015 68 Prozent der Männer und sogar 84 Prozent der Frauen in der Gruppe der 90-Jährigen und Älteren in Mecklenburg-Vorpommern pflegebedürftig, waren es bei den gleichaltrigen Männern in Bayern nur 49 Prozent und bei den Frauen 65 Prozent.

Den gesamten Report finden Sie hier

 

* Nicht erfasst werden jedoch Menschen, die in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung leben und dort gepflegt werden – zumindest, sofern sie nicht zusätzlich Pflegegeld beziehen (Statistisches Bundesamt, 2011a, 26).

Ebenfalls nicht ausgewiesen sind die Personen, die zwar im häuslichen Umfeld Pflege erhalten, von der Pflegekasse oder -versicherung jedoch nicht als pflegebedürftig nach dem Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI) gelten – sei es, weil sich der zu Pflegende oder seine Angehörigen nicht bei den entsprechenden Stellen melden, sei es, weil die oder der Betroffene nach der aktuell geltenden Gesetzeslage keinen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung hat.

 

NRW macht Ernst – Einzelzimmerquote bindend seit dem 1. August 2018

 

Vor 15 Jahren wurde sie beschlossen, nun trat sie in Kraft – die Einzelzimmerquote in  Nordrhein-Westfalen. Was bedeutet das? Seit dem 1. August diesen Jahres „dürfen“ stationäre Einrichtungen der Altenpflege nur noch maximal 20 Prozent Ihrer Zimmer mit zwei Personen belegen, neue Einrichtungen dürfen gar keine Doppelzimmer mehr führen. NRW-Gesundheitsminister Laumann sieht in der strengen Einzelzimmerquote einen wichtigen Beitrag, die Privatsphäre bei pflegebedürftigen Menschen zu wahren.

Aber über 500 Einrichtungen genügen dieser Vorgabe nicht. Bei 400 davon wird nun eine Wiederbelegungssperre angeordnet. Damit fallen in NRW 5559 Heimplätze weg. Fünf Einrichtungen mit knapp 200 Betten werden aus wirtschaftlichen Gründen ihre Tätigkeit einstellen, 76 Einrichtungen werden auf die Förderung durch das Pflegewohngeld verzichten und können somit ihre Einrichtungen bis 2023 weiterführen. Ein kleiner Teil der Häuser wird die Zimmer für die Kurzzeitpflege nutzen.

Ein Engpass, so das zuständige Ministerium, würde dadurch nicht entstehen.

Big Data in der Geriatrie

 

Cochrane Deutschland, ein Forschungsinstitut im Gesundheits- und Medizinbereich, das frei von kommerzieller Förderung agiert, hat es sich zum Ziel gesetzt, fundierte Informationen im Gesundheitsbereich der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. In einem Interview warnte nun der Wissenschaftliche Vorstand der Cochrane Stiftung vor der vorschnellen Euphorie bezüglich Big Data in der Geriatrie.

Prof. Dr. Gerd Antes gab im Vorfeld des Jahreskongresses der Dt. Gesellschaft für Geriatrie und der Dt. Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie, ein Interview  zu diesem Thema. Dort betonte er, dass allein eine größere Menge an Daten nicht zugleich einen höheren Informationsgehalt hätte als eine kleinere Menge an Studiendaten. Damit würden sie auch nicht zwingend zu besseren Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten führen.

Bei einem unkritischen Umgang mit großen Datenmengen könne Big Data genau das  Gegenteil bewirken, denn es bestünde die Gefahr, dass dann aus statistisch zusammenhängenden Daten auf einmal Sachzusammenhänge werden. Das könne zu fatalen Fehlern führen. Mehr denn je müsse die Methode beleuchtet werden.

Dies gelte im Besonderen für die Geriatrie, denn aufgrund der längeren Lebenszeit und der oftmals vorhandenen Multimorbidität gäbe es noch mehr Daten in verschiedenen Dimensionen. Aus diesen Datensätzen einzelne Mechanismen herauszufischen, da bestünde noch mehr die Gefahr, etwas falsch zu machen.

Zudem wie Antes darauf hin, dass die Menschen immer mehr Sprechzeiten und persönliche Zuwendung möchten – die Digitalisierung und Big Data gehen aber genau in die andere Richtung.

 

Diese Gefahr sehen wir nicht nur in diesem Bereich. Menschliche Zuwendung statt „Datensalat“, Zeit für den Einzelnen haben statt „Pflegeroboter“ – dafür steht die Palliative Geriatrie: Zeit, Zuwendung und eine gute und sinnvolle Alterspflege und -medizin.

Die Kunst der Begleitung

 

 

„War es eine Träne, die Zuwendung gewünscht hatte? 
Oder nur ein Reiz im Auge?“

 

Ehrenamt im Hospiz ist ein wertvoller Schatz, doch er liegt im Verborgenen. Patrick Schuchter, Michaela Fink, Reimer Gronemeyer und Andreas Heller möchten ehrenamtliche Hospizarbeit öffentlich machen. Was treibt Ehrenamtliche an? Was „machen“ sie? Wie sehen sie sich selbst? Wo sind ihre Grenzen? Was Bleibt? Das waren die zentralen Fragen, nach denen das Autorenteam Ehrenamtliche im Hospiz befragte. 281 Ehrenamtliche nahmen an diesen Gesprächen teil und gemeinsam entdeckten sie die wunderbaren Facetten ihrer Tätigkeit. Ehrenamtliche Hospizarbeit trägt  ganz wesentlich zu einer mitsorgenden und friedlicheren Gesellschaft bei.

Die Kunst der Begleitung – ein Muss für alle Menschen, die sich hospizlich bewegen lassen. Ein Muss für alle Hauptamtlichen in der täglichen Arbeit, ein Muss für jeden angehenden Ehrenamtlichen und ein Muss für Erfahrene in der Begleitung. Immer wieder inspirierend und vielleicht lässt es auch ein bisschen Stolz zu auf das, was man erreicht hat.

Die Kunst der Begleitung
Was die Gesellschaft von der ehrenamtlichen
Hospizarbeit wissen sollte

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Der neue Bundes-Hospiz-Anzeiger

 

Die aktuelle Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers stellt das Thema Ethik in den Vordergrund.

 

 

In der aktuellen Legislaturperiode wird die Bundesregierung hoffentlich einige ethische Themen in einen rechtlich verbindlichen Rahmen bringen. Dazu gehört eine Verbesserung der Pflegesituation in den Pflegeeinrichtungen und die höchstrichterliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes bezüglich des § 217 StGB. Nicht zu vergessen die Diskussion um das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes, über das wir in unserem Beitrag: Kein Suizid-Arzneimittel berichten.

 

Die Sterbehilfedebatte findet weiterhin statt. Prominentestes Beispiel der letzten Wochen war der 104-jährige australische Wissenschaftler David Goddall, der in die Schweiz reiste, um sich das Leben zu nehmen. Goodall sah es als Menschenrecht an, dass er seinem Leben aktiv und bewusst ein Ende setzen könne. Dieses Thema ist in den Niederlanden weit gediehen. Susanne Kummer berichtet über die aktuelle Sterbehilfedebatte in den Niederlanden.

 

 

Palliativversorgung bei Neugeborenen, gibt es das? Ein Recht auf Demenz –gibt es das? Ein Recht auf Nahrungsverzicht – gibt es das? Wir sind in unseren Beiträgen diesen ethischen Fragen nachgegangen.
Und stellen Ihnen die Würdezentrierte Therapie (WzT), eine von einem kanadischen Wissenschaftler  entwickelte Therapieform, vor.

 

 

Ein Gespräch mit der Künstlerin Keaser-Bonanomi, die eine ganz besondere Form der Trauerarbeit entdeckt hat.

 

Last but not lest freuen wir uns mit Gerda Graf über Ihre besondere Ehrung – sie erhielt die Agner-Karll-Medaille. In Ihrer Laudatio betonte Prof. Christel Bienstein, dass Gerda Graf bereits sehr früh erkannt hat, dass Altenpflege und Hospizarbeit zusammen gedacht werden müssen.

 

Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann heute noch bestellen.

Keine Suizid-Arzneimittel!

 

Am Montag gab das Bundesministerium für Gesundheit eine Pressekonferenz. Thema: der Umgang mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 2. März 2017. Das Gericht urteilte damals, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) den Erwerb eines Betäubungsmittels zur Selbsttötung in extremen Ausnahmefällen nicht verwehren darf. Für die  Behörde ein schwieriges Urteil, weshalb sie den ehemaligen Verfassungsrichter Professor Udo Di Fabio baten, ein Gutachten zu diesem Urteil zu erstellen. Dieser kam (wie wir berichteten) zu dem Fazit, dass das Urteil verfassungswidrig sei. Bis heute wurden 106 Anträge beim BfArM eingereicht. 106 Menschen möchten vom Staat die tödliche Dosis an Betäubungsmitten erhalten. Die Lage wurde also dringlich. Nun hat das Bundesministerium für Gesundheit Ende Juni ein Machtwort gesprochen und das BfArM aufgefordert, diese Anträge von Bürgern abzulehnen. „Es kann nicht Aufgabe des Staates sein, Selbsttötungshandlungen durch die behördliche, verwaltungsaktmäßige Erteilung von Erlaubnissen zum Erwerb des konkreten Suizidmittels aktiv zu unterstützen“, heißt es in einem Schreiben des parlamentarischen Staatssekretärs Lutz Stroppe an das BfArM. Streng rechtlich gesehen ist das ein höchstrichterliches Urteil, dass quasi nicht beachtet wird.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Prof. Lauterbach twitterte nach Stroppes Brief an das BfArM: „Gesundheitsminister Spahn fordert Bundesbehörde BfArM auf, das geltende Recht zu missachten. Grundlage ist das Gutachten eines Richters in Rente. Wenn das in Kürze alle Ministerien tun, haben wir keinen Rechtsstaat mehr. Sauber wäre jetzt ein neues Gesetz“. Prof. Karl Lauterbach gehört zu den Politikern, die das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes für richtig halten.

Die Hoffnung liegt nun im Urteil und  der Urteilsbegründung des Bundesverfassungsgerichtes zum § 217 StBG, Geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung.

Migranten am Ende des Lebens

 

Dass Menschen mit Migrationshintergrund wesentlich seltener palliativmedizinische Angebote wahrnehmen, diese Erkenntnis ist nicht neu. Neu ist aber, dass ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Nauck an der Universität Göttingen nun mit Hilfe einer Studie ergründet hat, warum das so ist. Wichtigster Grund: die fehlenden Sprachkenntnisse. Informationen können nicht wahrgenommen werden und vorhandene Hilfen können nicht wahr- und angenommen werden. Hinzu kommen Angst und Schamgefühle, da Wertschätzung, Empathie und Respekt bei diesen Patienten im Vordergrund der Behandlung stehen. Werte, die in unserem heutigen „Medizinbetrieb“ nur noch selten zu finden sind. Oftmals möchten Menschen mit Migrationshintergrund gerne in die Heimat zurück, doch hier kommt es zu besonders großen Hürden. Es scheitert an bürokratischen, medizinischen, aufenthaltsrechtlichen oder politisch-rechtlichen Gründen.

Von Seiten des medizinisch-pflegerischen Personals führen kulturelle Unterschiede immer wieder Missverständnissen, die die Versorgung erschweren.

Nähere Infos unter: www.krebshilfe.de

NEU: Unsere neuen Geschichtenkarten sind eingetroffen!

Hier gelangen Sie zu unserem Kartensortiment

 

Unsere Reihe „Palliative Care verstehen“ hat Zuwachs bekommen: Sterbende und Trauernde begleiten von Heidi Magerl

 

Ziel dieses Buches ist es, Bewusstsein zu schaffen und empfänglich machen für die psychosozialen Wünsche, Bedürfnisse und Hoffnungen, aber auch für Leid, Nöte und Befürchtungen von sterbenden und trauernden Menschen.

Aber erst wenn wir den Tod als Realität anerkennen, uns über unsere Tätigkeit als Begleiter bewusst sind und über die Grundlagen der Trauer verfügen können, haben wir eine gute Verstehens-Grundlage, um eine eigene kommunikative Begegnungskompetenz bzw. eine sorgende, kommunikative Haltung entwickeln zu können. Diese Art der Kommunikation zu erfassen und anzuwenden führt zu einem tiefen Verständnis sterbender und trauernder Menschen und damit zu einer gelingenden Begleitung, die alle einschließt.

Das ganz Besondere an diesem Buch ist, dass Magerl Sterben und Trauer in einem Kontext betrachtet und nicht auseinander dividiert und die wichtigste Begleitungskompetenz, eine gelingende, persönliche kommunikative Begegnungskompetenz, in den Mittelpunkt stellt.

 

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Die neue Ausgabe der hospiz zeitschrift

 

 

Soeben erschienen: die neue Ausgabe der die hospiz zeitschrift palliative care mit dem Schwerpunkt: Hospizkultur und Palliativversorgung im Krankenhaus.

Aufgrund des neuen HPGs verändert sich unsere Sichtweise auf das Krankenhaus – denn nun kann Hospiz auch im Krankenhaus begleiten – eine Herausforderung, aber auch eine große Chance. Das Thema war uns so wichtig, dass wir diese Ausgabe der Zeitschrift erweitert haben. Sie umfasst vier Seiten mehr, denn Krankenhaus und Hospizkultur ist oftmals neu, es gibt vieles zu entdecken, aber wir bemerken auch, dass eine gelingende Zusammenarbeit von Hospiz und Krankenhaus noch viel Arbeit vor sich hat. Lassen wir uns nicht entmutigen.

Christoph Gerhard stellt eine Palliativstation vor und er sieht sie mit den Augen des Krankenhauses – eine Situation, in die sich Hospiz hineinfinden muss, denn die dort herrschende Logik ist eine andere. Informativ und klar strukturiert bringt Gerhard das Konzept Palliativstation nahe, das auch innerhalb des Krankenhauses ein vollkommen eigenes Konzept darstellt. In Zusammenhang mit  seinem zweiten Beitrag über Palliativdienste im Krankenhaus zeigt er zudem sehr eindrucksvoll auf, wie hier enorme Gegensätze aufeinander prallen. Er bezeichnet die Palliativstation als Insellösung. Beim  Palliativdienst hingegen, der in die Stationen der Standardkrankenhausversorgung geht, wird der große Unterschied besonders sichtbar und auch schwierig, denn hier begegnen sich zwei Welten, wie Gerhard aufzeigt.

Die Pflegeausbildung umfasst 2100 theoretische und 2500 praktische Ausbildungsstunden. Auf das Thema Sterben und Tod entfallen davon 10 theoretische und 8 praktische Ausbildungsstunden. Bedenkt man zudem, dass der überwiegende Teil der Auszubildenden zwischen 16 und 25 Jahren alt sind, sich also in einem Alter befinden, in dem meist noch keine Auseinandersetzung mit diesem Thema stattgefunden hat, dann sind diese 18 Stunden wenig Zeit für ein so zentrales Thema. Sabine Gentsch, Leiterin einer Pflegeschule, stellt ihr Projekt vor, wie man trotz dieser geringen Stundenzahl diese Zeit dennoch für eine gute und sinnvolle Ausbildung nutzen kann.

Sterben im Krankenhaus aus Sicht einer Ethikerin im Gesundheitswesen: Wie wir sterben hängt von uns als Gesellschaft ab und wird in einer repräsentativen Demokratie vom Staat definiert. Selbst der Tod ist oftmals nicht einfach mehr der Tod. Hirntod? Herz-Kreislauf-Stillstand? Was ist aktive und was ist passive Sterbehilfe? Wo sind die Grenzen oder gibt es überhaupt Grenzen? Wer entscheidet? Vor allem im Krankenhaus sind diese Fragen sehr wichtig, denken wir nur z.B. an die Organtransplantation. Aber auch an die Tatsache, dass Krankenhäuser wirtschaftlich arbeiten müssen. Entstehen hier Interessenskonflikte? Eine Frage, die auch in unseren Bericht von der Universität Zürich auftaucht.

 

Die Versorgung von sterbenden Menschen erfordert regional gut vernetzte, an den Bedürfnissen der Betroffenen orientierte Betreuungsstrukturen. Gewährleistet kann dies nur mit einer kontinuierlichen Versorgung. Boris Hait stellt eine solche vor, die mit einer Besonderheit ausgestattet ist – einer Palliativtagesklinik. Sie ist wichtiger Baustein bei der Verbesserung der Symptomkontrolle, der Verbesserung der Lebensqualität, der Stärkung der häuslichen Versorgung und damit einhergehend der Vermeidung von stationären Aufenthalten. Das Konzept hat ich bewährt.

 

Ulrike Nieß, Pflegedienstleiterin, bringt auf den Punkt, wo die größte Herausforderung für die Pflege im Krankenhaus ist – der Umgang mit Angehörigen. Ein in der Ausbildung vernachlässigtes Thema, auf der Station keine gelebte Kultur, doch die Angehörigen sind da und haben Bedürfnisse, im Besonderen, wenn sie Abschied nehmen möchten.

 

Doch wie läuft sie ab, die ehrenamtliche Begleitung Sterbender auf einer Palliativstation? Der Christophorus Hospiz Verein e.V. München, einer der ältesten Hospizvereine Deutschlands begleitet bereits seit über 20 Jahren Menschen auf einer Palliativstation eines Münchener Klinikums und seit 2017 nun auch die Klinik für Palliativmedizin der Universität München. Neben der Beschreibung der Aufgaben der Ehrenamtlichen, wird auch die Besonderheit dieser Art der Betreuung herausgearbeitet. Und welche Auswirkungen das neue HPG hat und welche neuen Chancen sich ergeben.

Last but not least ein Projekt, das uns allen nahe ging: Vom unsterblichen Klang der Stimme. An der Universitätsklinik und dem Bonner Malteser Krankenhaus hört Judith Grümmer schwerstkranken Mütter und Vätern zu, wenn sie ihre Erinnerungen für ihre kleinen Kinder erzählen. Was sie dabei genau macht und was sie damit bezwecken möchte, können Sie in der aktuellen Ausgabe der hospiz zeitschrift palliative care erfahren.

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Umfrage die hospiz zeitschrift

 

Die hospiz zeitschrift erscheint nunmehr seit über 20 Jahren, regelmäßig vier Mal im Jahr. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. als Herausgeber, wir als Verlag und der Beirat der Zeitschrift, uns allen liegt daran, eine Zeitschrift für Sie zu machen. Das bedeutet für uns, interdisziplinär und multiprofessionell über wichtige und aktuelle Themen aus Hospiz und Palliative Care umfassend und ganzheitlich zu informieren. Um die Zeitschrift auch in Ihrem Sinne kontinuierlich weiterentwickeln zu können, bitten wir Sie um Ihre Meinung.

Einfach auf unserer Homepage in der Menüleiste rechts oben das rote Fragezeichen anklicken, schon sind Sie bei unserer Umfrage.

Wir freuen uns auf Ihre Meinungen.

Die Befragung erfolgt anonym, Ihre IP-Adresse wird nicht gespeichert. Sollten Sie an der Buch-Auslosung teilnehmen, werden wir Ihre postalische Adresse bis zur Verlosung speichern, danach werden Ihre gesamten persönlichen Daten gelöscht.

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Bild Zeitung

 

 

Man mag zur BILD-Zeitung stehen wie man möchte, dass Hospiz in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, das beweist uns diese Zeitung aber schon. Der BILD-Redakteur Michael Schacht hat ein Buch über die letzte Lebensphase seines Vaters, das langsame Abschiednehmen von Vater und Sohn und das Leben im Hospiz geschrieben. Dem nicht genug, die BILD hat Auszüge davon auf ihrer Homepage veröffentlicht (ob es einen Beitrag in der Print-Ausgabe der BILD-Zeitung gab, ist uns als Nicht-BILD-Leser leider nicht bekannt). Ein Erfolg der Hospizbewegung!

Wer den Beitrag sucht: www.bild.de/ratgeber/kind-familie und dann ein bisschen nach unten scrollen…

 

Wolken über der Schweiz

 

In der Schweiz gibt es zurzeit fünf Lehrstühle für Palliativmedizin; zwei in Lausanne, einen in Bern, einen in Genf und im Februar diesen Jahres wurde am Züricher Universitätsspital eine Assistenzprofessur für Palliativmedizin am Lehrstuhl für Radio-Onkologie ausgeschrieben. Prof. Dr. Gian Domenico Borasio, Leiter des Lehrstuhls für Palliativmedizin an der Universität Lausanne äußerte sich darüber in der Schweizerischen Ärztezeitung. Borasio sieht die Angliederung dieser Professur an einen Lehrstuhl für Radio-Onkologie als fachlich nicht sinnvoll an. Seine Gründe: in der Schweiz sterben 74% der Menschen nicht an einer Krebserkrankung. Diese Entwicklung werde sich aufgrund der Demographie (auch in der Schweiz) verstärken und die Sterbenden werden hochaltrig, multimorbid und oftmals dement sein. Krebserkrankungen, so Borasio, werden häufiger eine geringere Rolle spielen, weshalb er eine Angliederung an einen onkologischen Lehrstuhl als „suboptimal“ bezeichnete. Zudem griff er ein in der Medizin kritisches Thema auf: Ist das was machbar ist auch sinnvoll für den Patienten? Stichwort: Überversorgung! Borasio sieht hier einen möglichen Zielkonflikt zwischen Palliativmedizin und den Optionen der onkologischen Therapiemöglichkeiten. Er plädiert deshalb für einen unabhängigen  und akademisch selbstständigen Lehrstuhl für Palliativmedizin.

Diese Äußerung blieb nicht unbeantwortet.

Matthias Guckenberger, Jürg Hodler und Rainer Weber* aus Zürich wiesen diese Vorwürfe in einem Beitrag in der Schweizerischen Ärztezeitung zurück, die Argumentation erfordert vom Leser aber viel „good will“. Die Ansiedelung des neuen Lehrstuhls sei historisch gewachsen und umfasse keine inhaltliche Fixierung. Ein wissenschaftlicher, zukunftsorientierter Lehrstuhl unterliegt historisch gewachsenen Strukturen? Fragt sich, ob dies wirklich notwendig war. Zudem betonen die Autoren, dass alle Professoren und Assistenzprofessoren an der Universität Zürich unabhängig in Forschung und Lehre seien. Das gilt oder sollte für Wissenschaft und Universitäten grundsätzlich gelten und ist ein ehrwürdiges Ziel, aber es ist eben ein Ziel. Als wichtig erscheint uns die  Äußerung in diesem Beitrag, dass darauf hingewiesen wurde, dass universitäre Medizin und Forschung in Zukunft vermehrt auf finanzielle Unterstützung durch Stiftungen und engagierte BürgerInnen angewiesen sei. Stiftungen und Bürger mögen engagiert sein, aber haben sie nicht manchmal auch ihre Ziele?

Dieser Disput schaffte es bis  in die Neue Züricher Zeitung (NZZ). Dort kamen und weitere namhafte Palliativmediziner zur Sprache. Chefarzt Roland Kunz und Steffen Eychmüller, Lehrstuhlinhaber für Palliative Care in Bern, sehen es ähnlich wie Borasio: die Palliativmedizin und Palliative Care sollten eine übergeordnete Disziplin sein.

 

*Prof. Dr. Matthias Guckenberger, Klinikdirektor Klinik für Radioonkologie, Prof. Dr. Jürg Hodler, Ärztl. Direktor Universitätsspital Zürich, Prof. Dr. Rainer Weber, Dekan Medizinische Fakultät  Universität Zürich

Beratung und Begleitung Angehöriger in der Palliative Care

„Schon wieder die Tochter! Die hat uns gerade noch gefehlt!“

Bewohner von Pflegeheimen, gerade in der letzten Lebensphase, aber auch deren Angehörige bedürfen nicht nur unserer Beachtung, es gehört zu den Aufgaben Pflegender und Begleitender, auch die Angehörigen mit zu betreuen und zu begleiten.

Angehörige „nerven“ aus ganz unterschiedlichen Gründen. Das können Schuldgefühle, Ängste vor dem nahenden Tod oder Unwissenheit, um nur einige zu nennen, sein. Es gilt, diese Gefühle bewusst wahrzunehmen und eine adäquate Begegnung mit den Angehörigen zu suchen. Eine umsorgende Grundhaltung gegenüber Betroffenen und Angehörigen verändert die Begleitung. Gemeinsame Menschlichkeit, eine wohlwollende Grundhaltung der Begleiter gegenüber schafft einen Rahmen, in dem Beratung und Begleitung gelingen kann.

 

Rainer Teufel stellt in seinem Buch praxisnah verschiedene Beratungsmodell vor und zeigt Schritt für Schritt auf, wie eine gelingende Begleitung auch der Angehörigen gelingen kann.

Doch eines sollte immer gegenwärtig sein: Auch kleine Dinge können in einer schwierigen Situation Großes bewirken.

 

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Neue Ausgabe der Fachzeitschrift für Palliative Geriatrie

 

Soeben erschienen: die neueste Ausgabe der Fachzeitschrift für palliative Geriatrie mit dem Schwerpunkt Angehörig sein.

Angehörige von Bewohnern im Altenpflegeheimen können teilweise auch als anstrengend empfunden werden. In ihrem Fallbeispiel berichtet Marina Kojer von einer solchen Situation und vor allem von der Reaktion des Pflegeheimes – Lösungen sind möglich.

 

Georg Bollig hat in einer Untersuchung erstaunliches festgestellt: Bewohner in Pflegeheimen gehen davon aus, dass ihre Angehörigen ihre Wünsche für das Lebensende kennen, aber nur wenige haben mit ihren Angehörigen darüber gesprochen. Die Angehörigen wiederum meinen oftmals die Wünsche des Familienmitglieds im Pflegeheim nicht gut genug kennen. Was tun? Georg Bollig berichtet aus seiner Praxis.

 

Pflegende Angehörige – es wird in letzter Zeit viel über sie gesprochen, doch vor welchen Herausforderungen stehen sie und wer kann sie unterstützen, wer kann ihnen helfen? Diesen Fragen gehen Bettina Ugolini und Tanja Segmüller in ihren Beiträgen nach.

 

Auch pflegende Angehörige kommen zu Wort; Eva Niedermann und Alois Erlacher berichten aus ihrem Alltag.

 

Carmen Birkholz und Alexandra Hieck nehmen in ihren Beiträgen die Selbstsorge der pflegenden Angehörigen in Ihr Blickfeld.

 

Und zu guter Letzt unser wertvoller Pflegetipp von Gerda Schmidt.

 

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Wir wünschen Ihnen eine gute Lesezeit.

Selbstsorge in der Pflege

 

 

Die Arbeit in einem Pflegheim ist Schwerstarbeit, die Belastungen sind hoch – manchmal auch zu hoch. Verschärft wird die Situation durch den Fachkräftemangel. Die Sorge um die Pflegerinnen und Pfleger kommt oftmals zu kurz – leider. Nun gibt es ein Modellprojekt zur Prävention für Bewohner und Beschäftigte stationärer Pflegeeinrichtungen.

 

PROCARE, ein gemeinsames Projekt von sieben Hochschulen und der Techniker Krankenkasse, möchte dem Abhilfe schaffen. Im Vordergrund stehen konkrete Maßnahmen wie Ergonomie-Schulungen und sportliche Aktivitäten für die Mitarbeiter auf der einen Seite und Förderungen körperlicher Aktivität, Kognition und psychosozialer Gesundheit der Pflegebedürftigen auf der anderen Seite. Das Projekt soll nun nach drei Jahren erste Ergebnisse vorlegen und vor allem fundierte Daten und Erkenntnisse für die Präventionsarbeit bei Mitarbeitern und Bewohnern liefern.

 

Ein Demenzdorf in Hohenroda

 

 

Manchmal wissen wir in der Redaktion auch nicht, ob wir über eine Nachricht lachen oder weinen sollen. So erging es uns bei einer Nachricht aus Hohenroda in Hessen. Aber nun der Reihe nach:

Hohenroda besaß seit 1967 einen Tierpark, der von verschiedenen Besitzern mit unterschiedlichen Schwerpunkten betrieben wurde. 2011 wurde beschlossen dieser Anlage in einen Zoo mit pädagogischem Ansatz umzugestalten. Zu diesem Zwecke wurden Raubkatzen dort gehalten, wogegen die Anwohner klagten. Das Gesetz stand auf Ihrer Seite, Raubkatzen dürfen in einem Wohn- und Mischgebiet nicht gehalten werden. Das führte schließlich 2014 zum Aus für den Tierpark. Das Gelände ist seitdem verwaist.

Nun suchte die Gemeinde nach einer neuen Nutzung es Gebietes und da entstand die Idee für das Gelände – ein Demenzdorf soll es werden. Geplant sind 50 bis 60 Wohneinheiten in einer nach außen geschlossenen Siedlung – mitten im Ort. Wehe dem, der Böses denkt.

Ein Investor scheint gefunden und die Bewohner des Ortes erwarten Arbeitsplätze, Besucher und eine Wiederbelebung des Ortes. Und eine Anwohnerin trauert immer noch dem Tierpark nach…

Einen kleinen Bericht dazu finden Sie im Internet unter: https://www.hessenschau.de/tv-sendung/video-52090.html

Der Bundes-Hospiz-Anzeiger mit dem Schwerpunkt Die Hausärztin/der Hausarzt ist soeben erschienen.

 

 

Mehr als die Hälfte aller Menschen möchten zuhause sterben, aber nur ca. 23% versterben tatsächlich zuhause. Um mehr Menschen ein Sterben zuhause zu ermöglichen, dazu hat das neue HPG bereits einiges verbessert. Nun geht es darum, dies umzusetzen und weiterzuentwickeln.

 

Ein Interview mit der Bundesvorsitzenden des Deutschen Hausärzteverbandes betont wie wertvoll die langjährige Beziehung zwischen Patient und Hausarzt für die Begleitung im hohen Alter und im Sterben sei.

 

Vorgestellt wird ein Modelprojekt zur Allgemeinen ambulanten Palliativversorgung (AAPV) in einer Gemeinde im Saarland. Ziel war es, dem Wunsch der Menschen zu entsprechen, in ihrer gewohnten, häuslichen bis zuletzt leben zu können.

Und eine „Landärztin“ berichtet über ihre Arbeit und vor allem über ihre Zusammenarbeit mit der SAPV bei „ihren“ Patienten, die palliativ zuhause versorgt werden können.

 

Neben dem Schwerpunkt berichten wir über die Schreibtherapie und den Letzte-Wünsche-Wagen. Und wir interviewen zwei interessante Menschen: Frau Öxler spricht über das Thema Spiritualität und Frank Ostaseski berichtet im letzten Teil seines Interviews von seinen Erfahrungen mit sterbenden Menschen aus Sicht und Überzeugung eines Zen-Buddhisten.

 

Interessiert? Dann bestellen Sie den aktuellen Bundes-Hospiz-Anzeiger noch heute.

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Hospiz Esslingen

 

 

Das Hospiz Esslingen und die Ev. Gesamtkirchengemeinde Esslingen sind mit dem Paul-Lechler-Preis 2018 für Ihr Projekt „Letzte Fragen: Esslingen im Dialog“ ausgezeichnet worden.

Das Projekt soll Menschen ins Gespräch über das Sorgen füreinander bringen. Es sollen Räume geschaffen werden, in denen Platz ist für das Erzählen, aber auch Platz für das absichtslose und vertiefte Zuhören. Die Lebenserfahrung der Bürgerinnen und Bürger soll im Vordergrund stehen… und neue Netzwerke sollen entstehen.

Die Lechler-Stiftung, 1875 von Paul Lechner im Alter von damals 26 Jahren gegründet, unterstütze Arme und Bedürftige. Paul Lechler legte fest, dass 10% seines Unternehmensgewinns in diese Stiftung fließen sollen, dies hat sich bis zum heutigen Tag nicht geändert. Bis heute unterstützt die Stiftung sozial-karitative und kirchliche Projekte in Baden-Württemberg mit ca. 2 Mio. € im Jahr.

Wissenschaftlich unterstützt wird das Projekt von Prof. Dr. Andreas Heller (Universität Graz) und Dr. Patrick Schuchter (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Wien)

Anhaltende Trauerstörung als Diagnose

 

 

Die Internationale Statistische Klassifikation von Krankheiten der WHO (International Statistical Classification for Diseases, ICD-11) soll erneuert werden. Dabei wird die Aufnahme der anhaltenden Trauerstörung als Diagnose diskutiert.

Drei ForscherInnnen der Humboldt-Universität Berlin haben nun mit Hilfe einer Online-Befragung bei 2088 deutschsprachigen Fachleuten aus den betroffenen Bereichen danach gefragt, wie sie diese Klassifizierung beurteilen.

Mehr als 40% waren der Ansicht, dass diese Neuregelung, also die Einstufung als mögliche Krankheit, mehr Vor- als Nachteile bringe. Mehr als 30% sahen es genau anders herum. Knappe 25% meinten, dass sich Vor- und Nachteile gegeneinander aufwiegen.

Damit es als Krankheit diagnostiziert werden kann, muss die Tauerstörung mindestens seit sechs Monaten bestehen. Die Umfrageteilnehmer empfanden diesen Zeitraum zu 11% als passend, hingegen 49,2% stimmten für einen Zeitraum von 12 Monaten.

Nähere Informationen finden Sie im Newsletter – Trauerforschung im Fokus unter:

www.trauerforschung.de

Der Newsletter wird von IBBE e.V. betrieben und enthält, kostenlos und werbefrei, Aktuelles aus der internationalen Trauerforschung.

 

Sterbehilfeurteile und kein Ende

 

Ja, es nimmt kein Ende, aber warum? Ein neues Urteil sorgt wieder für Aufsehen. Ein Berliner Arzt stand vor Gericht wegen „Suizid-Hilfe“. Was ging dem voraus? Christoph Turowski, Facharzt für Innere Medizin im Ruhestand, „half“ seiner 44-jährigen, langjährigen Patientin Anja D. Sie litt seit fast 30 Jahren am Reizdarmsyndrom. Das bedeutete für die Patientin u.a. permanente Magen- und Darmschmerzen und –krämpfe, Erbrechen, Übelkeit, Blähungen, Verstopfung. Bis heute findet man keine körperliche Ursache und keine ursächliche Therapie, aber die Beschwerden können gelindert werden. Laut Apotheken-Umschau „ist ein Reizdarm nicht gefährlich, nicht lebensbedrohlich und verkürzt auch nicht die Lebenserwartung.“

Aufgrund der Erkrankung zerbrachen zwei Ehen, die Patientin vereinsamte. Der Arzt berichtete vor Gericht, dass seine Patientin in den vergangenen 30 Jahren fünf Suizidversuche unternommen hatte und sie ihm damit drohte, sich vor den Zug zu werfen. „In so einer Situation kann man einen Menschen doch nicht alleine lassen. Ich habe aus ärztlichem und christlichem Gewissen gehandelt,“ so der Arzt weiter.

Der Arzt verschrieb seiner Patientin zwei Rezepte mit Schlafmitteln, die, gemeinsam genommen, zum Tode führen würden. Anja D. schluckte die Tabletten und schickte dann eine SMS an Ihren Arzt mit dem Wortlaut: „Alles geschluckt, Danke.“ Der Arzt hatte mit seiner Patientin vereinbart, sie mehrfach zuhause aufzusuchen und nach ihr zu schauen. Das tat er auch, erstmals eineinhalb Stunden nachdem sie die Tabletten geschluckt hatte. Er fand sie bewusstlos vor, neben dem Bett lagen drei Abschiedsbriefe. In den nächsten Tagen besuchte er sie mehrfach, nach drei Tagen starb die Patientin. Der Arzt stellte den Totenschein aus, Todesursache: Herzversagen, Nierenversagen, Tablettenintoxikation. Im Krematorium in Hennigsdorf wurde die gesetzliche vorgeschriebene, zweite Leichenschau durchgeführt. Der dortige Arzt benachrichtigte aufgrund der im Totenschein angegebenen Todesursache die Kriminalpolizei.

Die Frage der Staatsanwaltschaft war nun: Tötung auf Verlangen oder nicht? Die Staatsanwaltschaft sah einige Tatbestände erfüllt. So führte sie an, dass die Patientin seit Jahren psychisch krank gewesen sei, der Arzt Mutter und erwachsenen Sohn unzulässig von der Rettung abgehalten habe und ein weiterer Punkt war eine Injektion, die die Patientin vor oder nach der Einnahme der Tabletten erhalten hatte. Wer gab Anja D. diese Injektion, die ein Erbrechen verhindern sollte? Die Staatsanwaltschaft vermutete, dass der Arzt diese gegeben habe und somit Tötung auf Verlangen vorliege. Der Arzt bestritt das.

Der Prozess endete mit einem Freispruch. Viele Fragen bleiben offen.

Ehrenamt – das Thema der nächsten Ausgabe der hospiz zeitschrift

Winfried Hardinghaus

Mit dem Ehrenamt hat alles angefangen – damals, aber wo stehen wir heute? Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV e.V., gibt einen guten Überblick, wo wir herkommen, wo unsere heutigen Herausforderungen liegen und wie wir die Zukunft bewältigen können.

 Verena Begemann

Verena Begemann von der Hochschule Hannover forscht seit vielen Jahren zum Thema Ehrenamt im Hospiz. In dieser Ausgabe der hospiz zeitschrift veröffentlicht sie neueste Ergebnisse ihrer Forschung. Ehrenamtliche nahmen hier zu verschiedensten Aussagen eine Selbsteinschätzung vor. Z.B.: Was empfinden Ehrenamtliche als besonders schwierig? Lesen Sie mehr dazu in Begemanns Beitrag.

 Leena Pelltari

Auch auf Europa-Ebene tut sich viel – Leena Pelltari vom Dachverband Hospiz Österreich berichtet über die vielschichtigen Aktivitäten des Europäischen Vereinigung für Palliative Care (EAPC) zum Thema Ehrenamt – in unseren verschiedenen Kulturen – mit einem gemeinsamen Ziel.

Susanne Kränzle, Kai Puhlmann, Josef Raischl, Erich Lange und Anja Schneider

Wir befragten fünf Menschen, die in ihrer täglichen Arbeit seit vielen Jahren mit Ehrenamtlichen zusammenarbeiten nach den Veränderungen, die sie bei den Ehrenamtlichen wahrnehmen. Was hat sich getan und was könnte auf uns zukommen? Wir haben interessante Antworten erhalten.

Karin Caro

Dabei stellt sich nicht nur die Frage was sich verändert hat, sondern auch warum es sich verändert hat. Das wird in unser Denken und unser Verständnis von Ehrenamt einfließen müssen; ein Beitrag von Karin Caro.

Kathrin Hermes, Hans Overkämping und Hussam Khoder

Aber auch die Ehrenamtlichen selbst müssen zu Wort kommen. Wir haben mit drei Ehrenamtlichen aus verschiedenen Bereichen, mit unterschiedlichem Hintergrund aus unterschiedlichen Zeiten gesprochen mit einem gemeinsamen Ziel.

Friedemann Nauck und Kathrin Heiß

Ehrenamtliche Begleitung im Krankenhaus, wie geht das? Friedemann Nauck und Kathrin Heiß haben die speziellen Anforderung, die im Krankenhaus herausgearbeitet und werden nun mithilfe eines eigens dafür entwickeltes Curriculum Ehrenamtliche Begleiter im Krankenhaus ausbilden.

 Gerda Graf

Im letzten Jahr wurde die Handreichung zur qualifizierten Vorbereitung von Ehrenamtlichen des DHPV e.V. neu überarbeitet. Gerda Graf, Ehrenvorsitzende des DHPV e.V., stellt sie uns vor und arbeitet das Wesentliche heraus.

Werner Schneider und Thomas Klie

Last but not least: Ein Interview mit Thomas Klie und Werner Schneider. Beide arbeiten an einem breit angelegten Projekt, das erstmals wissenschaftlich relevante Fragen der Ehrenamtlichkeit im Hospiz beleuchten soll. Welchen Themen sich die Wissenschaftler widmen, können Sie in dieser Ausgabe lesen.7

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Soeben in der Reihe Palliative Care für Einsteiger erschienen: Spiritualität

 

„Mein Ziel in diesem Buch ist, etwas mit Worten zu ertasten,
für das es eigentlich keine Worte gibt.“ Edith Öxler

Und das ist ihr wahrhaft gelungen, Spiritualität nicht nur verständlich, sondern auch lebbar zu machen.

 

Am Anfang steht die Frage: Was ist Spiritualität? Edith Öxler gibt hier sehr anschauliche und eingängige Antworten, die hilfreich für unser Verstehen sind. Anhand vieler praktischer Beispiele schafft sie es, den Leser für die spirituellen Anliegen der Betroffenen zu sensibilisieren und darüber hinaus vermittelt sie eindrücklich, wie wir damit auch ganz praktisch umgehen können.

Doch dies betrifft nicht nur den Sterbenden, Edith Öxler befasst sich auch ausgiebig mit der Selbstsorge, die in der Begleitung unverzichtbar ist. Abschließend geht die Autorin darauf ein, wie unterschiedliche Berufsgruppen mit dem Thema der spirituellen Begleitung umgehen können.

Dieses Buch ist wertvoll für jede Begleitung.

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Peter Müller und das Bundesverfassungsgericht

 

BVR Müller, Bundesverfassungsgericht Zweiter Senat

Peter Müller, Jahrgang 1955, war von 1999 bis zum August 2011 Ministerpräsident und in den letzten Jahren seiner Amtszeit auch Justizminister des Saarlandes. In dieser Zeit hat Müller sich mehrfach eindeutig gegen jede Form der aktiven Sterbehilfe ausgesprochen und hatte bereits 2006 dazu einen Gesetzesentwurf in den Bundesrat eingebracht. Der Entwurf fand damals keine Mehrheit. Das 2015 beschlossene Gesetz, der umstrittene § 217 Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung, bezieht sich laut Verfassungsgericht mehrfach auf die Initiative des von Müller damals in den Bundesrat eingebrachten Gesetzesinitiative.

Das Bundesverfassungsgericht soll nun in diesem Jahr über die Rechtmäßigkeit eben dieses Gesetzes entscheiden. Der zweite Senat des Verfassungsgerichtes hat deshalb eine weitere Entscheidung treffen müssen: Peter Müller ist aufgrund seiner damaligen, eindeutigen Positionierung zum Thema Sterbehilfe mit „Besorgnis der Befangenheit“ einzustufen und aufgrund dessen darf er nicht bei diesem Verfahren mitwirken. In der Begründung des Senats heißt es weiter: Müller habe „sowohl den politischen Anstoß für das Gesetzgebungsverfahren gegeben als auch das Gesetzgebungsverfahren förmlich initiiert“.

Ganz besonders wies das Gericht aber auch darauf hin, dass es bei der „Besorgnis der Befangenheit“ es sich nicht darum handle, ob ein Richter tatsächlich befangen ist, sondern dass der Verfahrensbeteiligte (Peter Müller) Anlass haben könnte, dass an der Unvoreingenommenheit des Richters Zweifel möglich sind.

Hospiz oder Bäume

Das Katharinen-Hospiz in Flensburg möchte gerne wachsen und dafür wird ein Anbau für 12 Betten an das bereits bestehende Katharinen-Hospiz am Park notwendig. Doch nun gibt es Gegenwind von BUND und dem Verschönerungsverein, denn „am Park“ bedeutet, dass das Hospiz am Christiansenpark liegt. Diese Grünanlage gehört zu den schönsten und ältesten Grünanlagen der Stadt. Aufgrund dieser Tatsache wurde der Park als Naturschutzdenkmal eingestuft. Man sich nicht einig, wie viele Bäume nun dieser Erweiterung zum Opfer fallen würden. Die Gegner sehen bis zu 25 Bäume gefährdet, das Hospiz widerspricht, es würden nur wenige, aber kranke Bäume gefällt. Sollte es nach den Gegnern gehen, müsste sich das Hospiz einen neuen Standort suchen, das aber möchte das Hospiz nicht. Die Oberbürgermeisterin sieht die Brisanz der Auseinandersetzung, eine Untersuchung läuft…

Fachzeitschrift für Palliative Geriatrie

Unsere Fachzeitschrift für Palliative Geriatrie mit dem Schwerpunkt: Sterben wünschen.

Sterben wünschen ist ein ernstes, ein heikles Thema. Darüber spricht man nicht? Wir sprechen darüber. Warum wünschen sich Menschen den Tod herbei? Wer befasst sich mit diesen Todeswünschen? Wir haben uns des Themas praxisnah angenommen.

Wie kann die Pflege, wie kann der Einzelne im multiprofessionellen Team mit diesen (Todes-) Wünschen umgehen und wie können gute und sorgende Antworten gefunden werden? Wir sprechen darüber, multiprofessionell, über Ländergrenzen hinweg.

Und wir stellen uns auch unangenehmen Fragen und Situationen, denn oftmals ist es nicht der Ruf nach dem Sterben sondern es ist der Hilfe-Ruf, so möchte ich nicht mehr leben.  Wie gehen wir damit um? Was können wir verändern?

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Der neue Bundes-Hospiz-Anzeiger

Soeben erschienen: die erste Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Regionale Hospiz- und Palliativnetzwerke

 

Eine gute Versorgung kann nur gelingen, wenn auf regionaler Ebene stabile Netzwerke entstehen. Dabei können Städte und Kommunen eine entscheidende Rolle spielen.

In dieser Ausgabe werden die diesjährigen Preisträger des DHPStiftungspreis vorgestellt, drei regionale Netzwerke stellen ihre Arbeit vor.

In einem Interview sprechen Vertreter vom Deutschen Städtetag und vom Deutschen Landkreistag, beide Mitglieder im Begleitgremium der Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung, über Kommunen als wichtiges Bindeglied in der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen und welche Beiträge von den Kommunen geleistet werden können.

Was ist eine tour de palliativ? Wir stellen sie Ihnen vor und vielleicht regt es Sie an, in Ihrer Region über eine eigene tour de palliativ nachzudenken.

Bildungs-Gut Hospiz – Anfang Februar fand in Berlin das 3. Symposium zu diesem Thema statt. Worum geht es? Von Anbeginn war es der Hospizbewegung wichtig, das Thema Sterben, Tod und Trauer wieder in die Gesellschaft zurückzutragen. Bildungs-Gut Hospiz möchte sich mit diesem Gedanken an Kinder und Jugendliche wenden, möchte mit Kitas und mit Schulen ins Gespräch kommen, um entsprechende Projekte dort etablieren zu können.

Last but not least: der zweite Teil des Interviews mit Frank Ostaseski, dem Begründer des ersten buddhistischen Hospizes in Los Angeles (USA). Dieses Mal mit einem besonderen Geschenk: Frank Ostaseski, unser Interviewpartner und der Autor des Buches „Die fünf Einladungen“ möchte seine Einladungen mit Ihnen teilen. Deshalb erhalten die ersten 100 Einsendungen ein kostenfreies Exemplar für Sie oder für Ihr Hospiz.

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„Langfristig ist eine Verdoppelung unser Ziel.“

Bayern will stationäre Palliativbetten in Pflegeheimen und Kliniken ausbauen

Auf der ersten Jahrestagung zur Hospiz- und Palliativversorgung am vergangenen Mittwoch in Nürnberg sagte die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml:

„Pflegeheime sind für viele Menschen das letzte Zuhause. Hier leben sie – und hier sterben sie. Deswegen wollen wir dort mehr Versorgungsangebote im Hospiz- und Palliativbereich schaffen. Langfristig ist eine Verdoppelung unser Ziel.“

Die Ministerin erläuterte auf der von ihr ins Leben gerufenen Jahrestagung: „Zusätzlich werden wir den Ausbau stationärer Palliativbetten und weiterer palliativmedizinischer Angebote in Krankenhäusern vorantreiben, die Zahl der stationären Hospizplätze in den nächsten Jahren erhöhen und innovative Versorgungsangebote unterstützen, wie zum Beispiel Hospizwohngemeinschaften.“.

Huml ergänzte: „In den letzten Jahren haben bewährte kirchliche, freie und kommunale Träger eine Vielzahl hospizlicher und palliativmedizinischer Angebote in ganz Bayern geschaffen. Diese Vielfalt wollen wir erhalten und potentielle Träger bei der Schaffung neuer Versorgungsangebote unterstützen.“

Das bayerische Gesundheitsministerium stellt pro Jahr insgesamt 100.000 Euro für die Anschubfinanzierung von SAPV-Teams zur Verfügung. Der Auf- und Ausbau stationärer Hospize wird mit 10.000 Euro pro Hospizplatz gefördert.

Die Sterbehilfedebatte geht weiter

Das Betäubungsmittelgesetz darf in extremen Ausnahmesituationen die Erteilung einer Erlaubnis zum Erwerb eines Betäubungsmittels zum Zwecke der Selbsttötung nicht ausschließen. 

Im März 2017 fällte das Bundesverwaltungsgericht ein einschneidendes Urteil: Das Gericht sah es als unrecht an, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizintechnik (BfArM) sich weigerte, einer Frau, die nach einem Unfall vom Kopf ab querschnittsgelähmt war und Suizid begehen wollte, die Erlaubnis zum Erwerb eines Betäubungsmittels zum Zwecke der Selbsttötung zu erteilen. Das Gericht begründete das Urteil damit, dass in extremen Einzelfällen, der Staat nicht das Recht habe, den Zugang zu Betäubungsmitteln (in tödlicher Dosis) zu verweigern. Das Institut müsse aber vorab prüfen, ob eine unerträgliche Leidenssituation vorläge. Das Gericht hatte damit entschieden, dass das BfArM, das auf eine solche Beurteilung gar nicht ausgerichtet ist, eine Entscheidung zu fällen habe, wer sich in einer unerträglichen Leidenssituation befände und wer nicht. Beim BfArM sind laut Frankfurter Allgemeine Zeitung bereits 83 Gesuche nach der tödlichen Dosis eingegangen. Hoch brisant an diesen Fällen ist, dass ein höchstrichterliches Urteil aufgrund des wichtigen Grundsatzes der Rechtsklarheit bindend ist. Das Bundesinstitut hat jedoch in keinem dieser Fälle entschieden, hat aber aufgrund des Urteils ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben.

Mit einer Stellungnahme wurde der ehemalige Verfassungsrichter und bekannte Verfassungsrechtler Prof. Udo Di Fabio beauftragt, sein Rechtsgutachten wurde nun veröffentlicht. Er kam zu dem Schluss, das Urteil sei verfassungsrechtlich nicht haltbar. Laut Di Fabio bestünde keine verfassungsrechtliche Schutzpflicht, dem Sterbewilligen die für den Freitod notwendigen Mittel zu beschaffen oder ihm den Zugang zu ermöglichen.

Des Weiteren prüfte der Verfassungsrechtler folgende Sachlage: Würde ein Patient mit dieser Ausnahmeerlaubnis des BfArM für das tödliche Arzneimittel in eine Apotheke kommen und die Substanz kaufen wollen, müsse der Apotheker dieses Medikament dann an ihn verkaufen? Laut Di Fabio ist die Gesetzeslage nicht ganz geklärt, es gebe noch offene Fragen, doch spricht vieles dafür, dass der Apotheker die Abgabe dieses Medikament verweigern dürfte. Er weist u.A. auf den Berufsethos der Apotheker hin, der den Apotheker dem Schutz der Gesundheit und nicht dem Schutz der Selbstbestimmung eines Suizidwilligen verpflichtet. Hinzu kommt die gesetzlich geschützte Gewissensfreiheit und zudem bestünde die Gefahr  einer möglichen Strafbarkeit nach § 217StGB.

Aufgrund dieser Rechtslage empfiehlt Di Fabio dem Bundesgesundheitsminister einen Nichtanwendungserlass herbeizuführen, bis der Gesetzgeber für eine Klarstellung zu dem gesamten Themenkomplex gesorgt hat. Eine weitere Möglichkeit wäre, nach Auffassung des Gutachters, dass die Bundesregierung beim Bundesverfassungsgericht einen Antrag auf Normbestätigung stellt. Das würde bedeuten, das Bundesverwaltungsgericht habe seine Grenzen verfassungskonformer Auslegung überschritten.

Das gesamte Gutachten können sie  hier nachlesen.

Mängelexemplare – SALE

Und wir haben wieder unsere Mängelexemplare zusammengetragen und bieten Ihnen heute diese Bücher im Sale zum halben Preis an.

Hier geht’s zum SALE

 

Aromatherapie

 

 

Ars moriendi

 

 

Zuhause sterben

 

 

Jugra geht

 

 

Tod – kein Thema für Kinder?

 

 

Solange der Vorrat reicht.

Geschichtenkarten – jetzt im Set!

Wer uns von unseren Büchertischen kennt , kennt auch unsere beliebten Geschichtenkarten.

Es sind sinnliche, sinnige, inspirierende Geschichten vom Leben mit seinen großen Weisheiten in oft so kleinen Dingen und Ereignissen. Geschichen vom Loslassen, vom Mut, von der Klugheit, von der Weisheit, vom Teilen… Lassen auch Sie sich inspirieren oder inspirieren Sie andere – mit einer Karte und einer wundervollen Geste.

Wir haben nun 20 dieser Geschichten in einer praktischen Aufbewahrungsbox für € 20 zusammengestellt.

Überzeugen Sie sich selbst, noch heute bei uns bestellen.

Palliativkarte Schweiz

Unter https://www.palliativkarte.ch/de ist in der Schweiz ein niedrigschwelliges, digitales Angebot für Interessierte geschaffen worden. Betroffene und Angehörige können sich so gut und anschaulich informieren, wo qualitativ hochwertige Hilfe möglich ist. Auf einer Landkarte wird ersichtlich, in welchen Regionen es die einzelnen Angebote gibt und durch Anklicken der einzelnen Institutionen, wird ein erster Eindruck und wichtige, individuelle Informationen über das jeweilige Angebot gegeben. Das Projekt entstand im Frühjahr letzten Jahres, nun hat es palliativ ch übernommen. Leider gibt es in Deutschland noch kein vergleichbares Angebot.

Patientenverfügung der anderen Art

 

Die USA, Land der unbegrenzten Möglichkeiten oder Trump-Land? Sicher ist, von dort kommt immer wieder Ungewöhnliches. Eine Patientenverfügung ist nur wirksam, wenn sie auch Beachtung findet. Ein Zusammenbruch im Supermarkt, der Notarzt kommt und wo ist die Patientenverfügung? Ein Szenario, oft benannt, selten gibt es eine einfache Lösung. Also warum die Patientenverfügung nicht dort anbringen, wo der Arzt sie sicher liest?

Auf der Brust – als Tattoo! Do not resuscitate, kurz DNR oder auch deutsch „nicht wiederbeleben“. Wie nun das Fachblatt „New England Journal of Medicine“ berichtete, machte das ein 70-jähriger Mann in Miami. Auf seiner Brust fanden die Ärzte das Tattoo „Do not resuscitate“ und seine tätowierte Unterschrift. Der Patient wurde mit einer lebensbedrohlichen Diagnose von einer Rettungsstelle in ein Krankenhaus eingeliefert, in welchem der Patient mit seinen Vorerkrankungen bekannt war. Dennoch waren die Ärzte ratlos und leiteten lebenserhaltende Maßnahmen ein.

Erst nach einer Absprache mit den Rechts- und Ethikbeauftragten des Krankenhauses fuhren die Ärzte nicht fort, weitere Maßnahmen einzuleiten. Der Mann starb einen Tag später. Erst nach seinem Ableben wurde die Patientenverfügung gefunden – do not resuscitate war der Wunsch des Patienten. Dennoch sagten die Ärzte einhellig, dass bei ihnen mehr Verwirrung als Klarheit bestand, sie rechtlich überfordert gewesen seien.

Was war das Problem? Eine Tätowierung ist aufwändig und nur schwer wieder zu entfernen. Deshalb wog die Frage, ob, das was da stand, noch der Wille des Patienten ist oder ob er seine Meinung geändert hatte, schwer. Anders wäre es gewesen, wenn er einen relativ neuen Notfallpass gehabt hätte, so die rechtliche Meinung, doch dann stellt sich wieder die alte Frage: Reanimieren oder nicht? Erst alle Taschen und Brieftaschen durchsuchen? Dann kann es zu spät sein.

Alt und ab ins Heim – nicht in Südtirol

 

 

Uns allen ist diese Situation bekannt: die Mutter, die Großmutter kann nicht mehr alleine zuhause leben, die Kinder und Enkel können die Versorgung der alten Dame nicht übernehmen. Was nun? Ins Altersheim? In Südtirol gibt es nun eine ganz andere Alternative – ab auf den Bauernhof. Das nennt sich in Südtirol soziale Landwirtschaft. Immer mehr kleine bäuerliche Betriebe werden zu sozialen Landwirtschaftsbetrieben und bieten u.A. Betreuungen von alten Menschen und Tätigkeiten für Menschen mit Behinderung an. Begonnen hat es mit der Gründung der Südtiroler Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen-wachsen-leben“ vor elf Jahren. Anlass war die fehlenden Betreuungsmöglichkeiten für Mütter. Klassische Frauenaufgaben wie Alten- und Kinderbetreuung werden als Zuverdienst genutzt. Zurzeit werden 33 Altenbetreuungsprojekte angeboten. Möglich ist das, weil der bäuerliche Tagesablauf so flexibel gestaltet werden kann, dass die Bäuerin sich zusätzlich um andere kümmern kann. Die Qualifikationen erfolgen über die Sozialgenossenschaft.

 

Seit 2015 ist in Italien die soziale Landwirtschaft gesetzlich geregelt, in Südtirol soll dazu noch in diesem Jahr eine Durchführungsverordnung über den Landtag beschlossen werden. Damit sollen die oben erwähnten  Projekte sozialer Landwirtschaft den herkömmlich bekannten Sozialeinrichtungen rechtlich gleichgestellt werden. Das sorgt für Konkurrenz, denn viele empfinden ein Leben auf einem Bauernhof als attraktiver als ein Leben in einem Altenheim oder einer Behindertenwerkstatt.

Mehr dazu hier!

Physician Assistant – was ist das?

 

Der demographische Wandel ist bereits in der Bildungslandschaft angekommen. Ärztemangel in ländlichen Gegenden gibt es bereits heute. Unsere alternde Gesellschaft wird in den nächsten Jahrzehnten eine Zunahme der gesundheitlichen Behandlung nach sich ziehen. Was tun? Muss es immer gleich der Arzt sein? Viele, gerade ältere Menschen können sich noch an die Gemeindeschwester erinnern, da brauchte es nicht immer einen Arzt, heute unmöglich. Seit einigen Jahren werden nun an den Fachhochschulen Physician Assistants (ärztlicher Assistent) ausgebildet. Es ist ein acht-semestriger Studiengang und kann mit einem Bachelor beendet werden und ist damit ein akademisch medizinischer Beruf. Der Abschluss ist staatlich anerkannt und akkreditiert. Der Physician Assistant (PA) ist dem ärztlichen Dienst zugeordnet, er soll den Arzt bei seiner Tätigkeit unterstützen, die Letztverantwortung des Arztes bleibt unberührt.

Nun lehnen einige Ärzte den Physician Assistant ab. Die Ärztekammer Brandenburg veröffentlichte eine Pressemitteilung der Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Brandenburg, in der sie den Physician Assistant ablehnt. In der Pressemitteilung heißt es weiter: „Nach dem vorliegenden Modell eines Physician sollen künftig solche, dem Arzt vorbehaltenen Leistungen auch durch den Physician Assistent erbracht werden. Dies ist weder erforderlich, noch im Interesse des Patientenschutzes.“ Nicht erforderlich? Diese Behauptung ist nicht belegt und damit nicht haltbar. Patientenschutz? Ja, wer schützt PatientInnen vor unnötigen Operationen und teuren aber überflüssigen oder sogar schädlichen Behandlungen? Das wäre ein Patientenschutz wie PatientInnen es sich wünschen, im o.g. Zusammenhang verkommt Patientenschutz zur Leerformel.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Es besteht die Gefahr, dass Patientinnen und Patienten mit diesem Modell künftig eine minderwertige Gesundheitsversorgung erhalten…“ Auch dies ist eine Behauptung ohne Begründung und zugleich eine traurige Vorgehensweise: Angst machen – ohne belastbare Argumente. Das sollten wir ablehnen. Kritik ist nicht nur erlaubt, Kritik ist auch wichtig, aber nur, wenn sie mit Untersuchungen und Forschungsergebnissen belegt werden können, nebulöser Angstmache ist nicht hilfreich.

Sorgende Gemeinschaft – es tut sich was

Die sorgende Gemeinschaft ist in aller Munde und immer mehr Hospizvereine möchten in Ihren Regionen eine sorgende Gemeinschaft schaffen. Seit Jahren forschen namhafte WissenschaftlerInnen zu diesem Thema. Nun hat die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar ein neues Forschungsprojekt ins Leben gerufen, dass sich mit einer möglichen Öffnung der stationären Langzeitpflege befasst. Kernfrage dieses Forschungsprojektes ist, ob stationäre Pflegeeinrichtungen diesen Kulturwandel mittragen möchten/können/wollen und falls ja, was kommt dann auf die Pflegeeinrichtungen zu. Die Ergebnisse werden Ende 2019 vorliegen.

Sorgekunst – Mutbüchlein für das Lebensende

Wir brauchen Mut am Lebensende, Mut zum Selberdenken, Mut, sich schwierigen Themen zu stellen. Unsere letzten, existentiellen Fragen müssen wir uns selbst stellen, dafür brauchen wir Mut. Aber Mut kommt nicht über einfach über uns, er erwächst mit der Zeit, aus Zuspruch, daraus, dass wir uns nicht nur einmal mit den letzten Fragen auseinandersetzen. Mut erwächst immer aus der Angst, stellen wir uns dieser Angst, dann kann daraus Mut entstehen. Sorgekunst – ein Muss für jeden Hospizler, Haupt- oder Ehrenamt, Voll- oder in Teilzeit

Warum ein so wertvolles Büchlein nicht zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel Ihren MitarbeiterInnen oder Ihren MitarbeiterInnen als kleines Dankeschön schenken?

Hier unsere Mengenrabatte für Hospize, Hospizvereine und Fördervereine:

Verkaufspreis: € 14,90

Beim Bezug von 10 Büchern erhalten Sie einen Rabatt von 10%, Stückpreis € 13,41

Beim Bezug von 20 Büchern erhalten Sie einen Rabatt von 15%, Stückpreis: € 12,65

Beim Bezug von 30 Büchern erhalten Sie einen Rabatt von 20%, Stückpreis: € 11,92

Der Rabatt gilt nur bis 31.12.2017, alle Preise zuzüglich Versandkosten.

Bücher mit Staffel- und Mengenpreisen sind nur über den Verlag direkt bestellbar: info@hospiz-verlag.de

Trauer

Menschen nutzen ganz unterschiedliche Strategien und Wege, mit Ihrer Trauer umzugehen. Die Universität Jena möchten nun in einer Online-Studie genau dies wissenschaftlich untersuchen und darauf basierend Unterstützungsmöglichkeiten für Trauernde verbessern.

 

Die Befragung richtet sich an alle Personen, die in den letzten fünf Jahren eine ihnen nahestehende Person durch Tod verloren haben und mindestens 18 Jahre alt sind. Unter

https://ww3.unipark.de/uc/trauerstudie

können Sie bei der Studie im Internet mitmachen.

Sterbefasten

Sterbefasten ist in aller Munde. Einer aktuellen Studie zufolge herrscht hier ein großes Informationsdefizit. Viele Menschen betrachten Sterbefasten als eine natürliche Todesursache – eine Fehleinschätzung. „Auch der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit ist eine Form des Suizids. Die medizinische Unterstützung des Sterbefastens entspricht in vielen Fällen der Suizidhilfe“, sagt Ralf Jox, Privatdozent am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der Universität München. In einem Beitrag in der renommierten Fachzeitschrift BMC Medicine weisen die Autoren um den Münchener Medizinethiker Ralf Jox, dem Palliativmediziner Gian Domenico Borasio und einem Medizinrechtler der Universität York auf Grundlage einiger Fallbeispiele darauf hin, dass viele PatientInnen das Sterbefasten nicht ohne ärztliche Hilfe realisieren könnten – ärztliche Hilfestellung aber unter die in Deutschland verbotene Suizidhilfe falle oder fallen könnte. Nach Ansicht der Autoren muss hier der Gesetzgeber Klarheit schaffen.

Serviceroboter

Die Gesellschaft wir immer älter – ein Trend, der nicht nur, aber auch unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen stellt. Pflegenotstand! Der Anteil der Hochaltrigen steigt kontinuierlich, die Zahl der Pflegenden sinkt. Ist ein würdiges Sterben im Altenpflegeheim und in den Hospizen noch möglich? Der Staat sucht nach neuen Wegen. Das Bundesministerium für Forschung und Bildung fördert nun unter Federführung des Fraunhofer Instituts ein Projekt, das den Einsatz von Servicerobotern im Bereich Anreichen von Essen und Trinken ermöglichen soll. Der Roboter soll in der Lage sein, über Sprachbefehle einem Menschen Essen zu reichen oder ihm etwas trinken zu lassen. Auch soll es dem Mensch mittels Touchpad möglich sein, z.B. den gewünschten Bissen auszuwählen. Ist das die Welt, in der wir leben und sterben möchten?

Studie des DHPV e.V.

 

Der Deutsche Hospiz-und PalliativVerband e.V. (DPHV e.V.) stellte den Deutschen in einer repräsentativen Umfrage Fragen zum Thema Sterben und Tod. Hier nur einige Ergebnisse:

58% der Befragten, die bereits über ihr Sterben nachgedacht haben, möchten zuhause sterben. 2012 waren es noch 66%.

27% gaben an, in einer dafür geeigneten Einrichtung sterben zu wollen. 2012 waren es nur 18%.

43% der Befragten gaben an, eine Patientenverfügung verfasst zu haben. 2012 waren es lediglich 26%. Weiter 32% haben zumindest ernsthaft darüber nachgedacht. 2012 waren es noch 43% – ein Indiz dafür, dass nach dem Denken auch gehandelt wird?

Großer Nachholbedarf besteht bei der Kostenaufklärung: nur 18% der Befragten wussten, dass die Inanspruchnahme hospizlicher Dienste kostenfrei ist. 2012 waren es nur 11%, dennoch da gibt es viel aufzuholen.

Mehr dazu finden Sie unter www.dhpv.de

Nicht nur Placebos haben ihre Wirkung, auch Nocebos wirken

 

Placebos rufen nicht nur positive Wirkungen hervor, Placebos können auch negative Nebenwirkungen, sog. Nocebo-Effekte erzeugen. In klinischen Studien wurden Probanden Placebos verabreicht, wobei die Probanden auch über mögliche Nebenwirkungen informiert wurden. Zugleich wurden die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt die Zusatzinformation, dass das Medikament teuer, die andere Gruppe die Mitteilung, dass das Medikament günstig sei. Bei der Gruppe mit dem teuer geglaubten Medikament traten stärkere Nebenwirkungen auf, in diesem Fall war es ein höheres Schmerzempfinden, als in der Gruppe mit dem günstigen Medikament. Die Studie, die am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt wurde, zeigt, dass negative Erwartungen das Schmerzempfinden beeinflussen können.

Welche Palliativversorgung benötigen Menschen mit Demenz?

Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Oftmals scheitert man bereits an der Frage: Woran erkenne ich, dass ein Mensch mit Demenz sich in der letzten Lebensphase befindet?

Die Universität München wird sich nun in einer dreijährigen Studie dieser Fragestellung widmen. Ein Schwerpunkt werden die Münchener bei Menschen, die bereits sehr früh an Demenz erkranken, setzen.

Ca. 20.000 Menschen der in Deutschland an Demenz Erkrankten sind zwischen 40 und 65 Jahren alt. Sie unterscheiden sich in Teilen von Menschen  mit sog. Altersdemenz. So ist diese PatientInnengruppe aufgrund ihres Alters weniger körperlich beeinträchtigt und sie ist weniger gebrechlich. Zudem zeigen sich häufiger Verhaltensauffälligkeiten und sie reagieren anders als Menschen mit Altersdemenz auf Psychopharmaka.

Prof. Dr. Janine Diehl-Schmid, Leiterin der Studie, betonte in einer Pressekonferenz, dass in der Versorgungsleitlinie Demenz in der Pflege keine Behandlungsempfehlungen für die palliative  Versorgung in der letzten Lebensphase enthalten sei. Die Studie soll nun den Ist-Stand in der Versorgung dieser Menschen feststellen. Dies gilt nicht nur für die Symptome, sondern auch für die medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlung.

Köln: Studie zu Gewalt in der Pflege

 

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. veröffentlichte von wenigen Tagen einen ersten Vorabbericht über Ihre Studie zum Thema Gewalt in der Pflege. In Zusammenarbeit mit der B.Braun Stiftung wurden im letzten Jahr 402 Fragebögen von FachpflegerInnen und PflegeschülerInnen ausgewertet. Gefragt wurde nach der persönlichen Gewalterfahrungen in der Pflege, nach Angeboten zur Aufarbeitung und Prävention von Gewalt in ihren Einrichtungen, nach der Beurteilung des Bildungsangebotes in diesem Bereich und nach der Selbsteinschätzung im Umgang mit Gewalterfahrungen. Hier einige Vorab-Ergebnisse:

  • Jeder 10te hat in jüngerer Zeit konkrete Gewalterfahrungen gemacht
  • Selbst in Einrichtungen, in denen es Angebote zur Prävention und Aufarbeitung von Gewalterfahrungen gab, blieben die Gewalterfahrungen meist unbearbeitet
  • Zugleich aber besteht ein großes Interesse der Pflegenden an Schulungen verschiedenster Art zur Auseinandersetzung mit Gewalt

In Kürze wird der Gesamt-Studienbericht unter www.dip.de einsehbar und zum Download zur Verfügung stehen. Wir werden darüber berichten und uns vor allem genau ansehen, wie diese Studie wirklich zu bewerten ist.

Neu erschienen: Vorsorge treffen, damit das Leben gelingt. Menschen in ihrer letzten Lebenszeit gut versorgen und begleiten.

 

 

Es gibt viele Arten mit dem Lebensabend und dem Sterben umzugehen, von der Vogel-Strauß-Methode bis zur minuziösen Planung aller Möglichkeiten. Heinke Geiter bevorzugt keinen dieser Wege. Sie gibt uns einen sehr guten Überblick darüber, an was wir denken können. Orientiert an den individuellen Wünschen/Vorlieben/Bedürfnissen ist der Einzelne in der Lage, seine Entscheidungen zu fällen. Angesprochen werden Wohnsituation, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, Vorsorge für den Todesfall, die Bestattung, die Trauerfeier. Die Frage nach der Lebensbilanz und den Erinnerungen wird gestellt. Aber auch die wichtige Frage nach Sterbebegleitung, wie geht das? Wie werden Menschen mit einer demenziellen Erkrankung am Lebensende begleitet? Wie Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen?

Besonderen Raum gibt Heinke Geiter dem Thema „Begleitung trauernder Kinder.“

Vorsorge treffen, damit das Leben gelingt ist ein wertvoller Begleiter für Menschen, die sich im Palliativen und im hospizlichen Kontext bewegen, aber dieses Buch ist auch für Menschen geeignet, sich mit diesem Thema für ihr eigenes Leben auseinandersetzen möchten.

 

Hospiz Niebüll

 

Nordlichter, Urlauber des Nordens und Syltliebhaber kennen Niebüll; ein wunderschöner, kleiner Ort in Nordfriesland auf dem Festland und Ablegehafen der Autofähre nach Westerland.

Vor sechs Jahren errichteten die  Niebüller ihr stationäres Hospiz. Sie gingen dabei davon aus, dass dieser Ort nur von ihren eigenen OrtsbewohnerInnen genutzt werden würde. Doch weit gefehlt: Sylt selbst besitzt zwar einen großen ambulanten Hospizverein, aber kein stationäres Hospiz und so kommen die Sylter, so sie ein stationäres Hospiz benötigen, aufs Festland nach Niebüll ins Hospiz. Doch das Niebüller Hospiz ist nicht nur voll ausgelastet, die Warteliste ist stets lang, es kann nicht mehr jeder Bedürftige aufgenommen werden. Das Hospiz muss nun erweitert werden. Vier weitere Plätze sind geplant, dazu sollen der ambulante Hospizdienst, die Trauerbegleitung und die Kinder- und Jugendbegleitung hier ein neues Zuhause finden. Die Kosten sollen bei ca. €1,5 Mio. liegen. Nun klopften die Niebüller bei den Syltern an und fanden offene Ohren und Türen. Die Gemeinde Sylt wird sich an der Finanzierung beteiligen.

 

Krisen und Interventionen von Christoph Riedel

Krisen am Ende des Lebens verstehen und begleiten wird im vorliegenden Werk als psychologisch orientiertes Angebot an Sterbende und deren An- und Zugehörige verstanden.
Sterbende sind meist in ihrer Autonomie, in ihrer Entscheidung- und Gestaltungsfähigkeit stark eingeschränkt. Immobilität und zunehmende Isolation verstärken ein Gefühl der Hilflosigkeit, auch gegenüber den Begleitenden. Es kann zu Krisen kommen. Mit Hilfe psychotherapeutischer Ansätze kann eine gelingende Interaktion entstehen, auf deren Grundlage neue Möglichkeiten entwickelt werden können. Die persönliche Resilienz und die individuellen Ressourcen der Sterbenden und deren Angehörigen bilden die Grundlage für die psychologische orientierte Begleitung.
Ziel dieses Buches ist nicht, die Begleitenden zu psychotherapeutischen Fachkräften auszubilden, sondern Verständnishilfen und Interventionsanregungen zur Beruhigung Sterbender in Krisensituationen vorzustellen.

Krisen und Interventionen
Palliative Care für Einsteiger, Band 6
Christoph Riedel, Nadine Lexa (Hrsg.)
ISBN: 978-3-946527-10-7, Preis: Euro 29,99 (D)/Euro 30,90 (A)

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Soziale Arbeit ist mehr als „nur“ Sozialarbeit

Das ist der Schwerpunkt der soeben erschienen neuen Ausgabe der hospiz zeitschrift.

Was macht die Sozialarbeit im Hospiz und der palliativen Versorgung? Maria Wasner stellt in ihrem Beitrag die zentralen Aufgaben der Sozialarbeit vor. Aktuell ist die Sozialarbeit sehr unterschiedlich, regional und von der Art der Versorgung abhängig. Das neue Hospiz- und Palliativgesetz könnte hier einiges verändern.

Josef Raischl, fachlicher Leiter des Christophorus Hospiz Vereins München e.V., sieht eine der Kernarbeitsfelder der Sozialarbeit in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, im Besonderen bei der Koordination des Ehrenamtes.

Aber auch soziale Arbeit in der Trauerbegleitung oder als fester Bestandteil der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung wird vom jeweiligen Standpunkt her betrachtet.

Wir schauen auch zu unseren Nachbarn; palliative Sozialarbeit in Europa –  ein Beitrag von Pam Firth (UK) und Karl W. Bitschnau (A), beide Mitglieder der Social Work Task Force bei der EAPC (Europäische Gesellschaft für Palliative Care) und soziale Arbeit in britischen Hospizen, ein Beitrag von Jutta Widlake, Sozialarbeiterin im St. Luke’s Hospiz in Plymouth.

Sich umeinander am Lebensende sorgen, geht das auch anders? Der Sorgebedarf steigt und die Ressourcen der Pflege nehmen ab. Vor diesem Hintergrund entstehen neue spannende Sorgekulturen.

Und zuletzt erwähnt, unser überregionaler Stellenmarkt und bundesweiter Veranstaltungskalender. Ich hoffe, wir haben Sie neugierig gemacht.

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