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Unsere Reihe „Palliative Care verstehen“ hat Zuwachs bekommen: Sterbende und Trauernde begleiten von Heidi Magerl

 

Ziel dieses Buches ist es, Bewusstsein zu schaffen und empfänglich machen für die psychosozialen Wünsche, Bedürfnisse und Hoffnungen, aber auch für Leid, Nöte und Befürchtungen von sterbenden und trauernden Menschen.

Aber erst wenn wir den Tod als Realität anerkennen, uns über unsere Tätigkeit als Begleiter bewusst sind und über die Grundlagen der Trauer verfügen können, haben wir eine gute Verstehens-Grundlage, um eine eigene kommunikative Begegnungskompetenz bzw. eine sorgende, kommunikative Haltung entwickeln zu können. Diese Art der Kommunikation zu erfassen und anzuwenden führt zu einem tiefen Verständnis sterbender und trauernder Menschen und damit zu einer gelingenden Begleitung, die alle einschließt.

Das ganz Besondere an diesem Buch ist, dass Magerl Sterben und Trauer in einem Kontext betrachtet und nicht auseinander dividiert und die wichtigste Begleitungskompetenz, eine gelingende, persönliche kommunikative Begegnungskompetenz, in den Mittelpunkt stellt.

 

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Die neue Ausgabe der hospiz zeitschrift

 

 

Soeben erschienen: die neue Ausgabe der die hospiz zeitschrift palliative care mit dem Schwerpunkt: Hospizkultur und Palliativversorgung im Krankenhaus.

Aufgrund des neuen HPGs verändert sich unsere Sichtweise auf das Krankenhaus – denn nun kann Hospiz auch im Krankenhaus begleiten – eine Herausforderung, aber auch eine große Chance. Das Thema war uns so wichtig, dass wir diese Ausgabe der Zeitschrift erweitert haben. Sie umfasst vier Seiten mehr, denn Krankenhaus und Hospizkultur ist oftmals neu, es gibt vieles zu entdecken, aber wir bemerken auch, dass eine gelingende Zusammenarbeit von Hospiz und Krankenhaus noch viel Arbeit vor sich hat. Lassen wir uns nicht entmutigen.

Christoph Gerhard stellt eine Palliativstation vor und er sieht sie mit den Augen des Krankenhauses – eine Situation, in die sich Hospiz hineinfinden muss, denn die dort herrschende Logik ist eine andere. Informativ und klar strukturiert bringt Gerhard das Konzept Palliativstation nahe, das auch innerhalb des Krankenhauses ein vollkommen eigenes Konzept darstellt. In Zusammenhang mit  seinem zweiten Beitrag über Palliativdienste im Krankenhaus zeigt er zudem sehr eindrucksvoll auf, wie hier enorme Gegensätze aufeinander prallen. Er bezeichnet die Palliativstation als Insellösung. Beim  Palliativdienst hingegen, der in die Stationen der Standardkrankenhausversorgung geht, wird der große Unterschied besonders sichtbar und auch schwierig, denn hier begegnen sich zwei Welten, wie Gerhard aufzeigt.

Die Pflegeausbildung umfasst 2100 theoretische und 2500 praktische Ausbildungsstunden. Auf das Thema Sterben und Tod entfallen davon 10 theoretische und 8 praktische Ausbildungsstunden. Bedenkt man zudem, dass der überwiegende Teil der Auszubildenden zwischen 16 und 25 Jahren alt sind, sich also in einem Alter befinden, in dem meist noch keine Auseinandersetzung mit diesem Thema stattgefunden hat, dann sind diese 18 Stunden wenig Zeit für ein so zentrales Thema. Sabine Gentsch, Leiterin einer Pflegeschule, stellt ihr Projekt vor, wie man trotz dieser geringen Stundenzahl diese Zeit dennoch für eine gute und sinnvolle Ausbildung nutzen kann.

Sterben im Krankenhaus aus Sicht einer Ethikerin im Gesundheitswesen: Wie wir sterben hängt von uns als Gesellschaft ab und wird in einer repräsentativen Demokratie vom Staat definiert. Selbst der Tod ist oftmals nicht einfach mehr der Tod. Hirntod? Herz-Kreislauf-Stillstand? Was ist aktive und was ist passive Sterbehilfe? Wo sind die Grenzen oder gibt es überhaupt Grenzen? Wer entscheidet? Vor allem im Krankenhaus sind diese Fragen sehr wichtig, denken wir nur z.B. an die Organtransplantation. Aber auch an die Tatsache, dass Krankenhäuser wirtschaftlich arbeiten müssen. Entstehen hier Interessenskonflikte? Eine Frage, die auch in unseren Bericht von der Universität Zürich auftaucht.

 

Die Versorgung von sterbenden Menschen erfordert regional gut vernetzte, an den Bedürfnissen der Betroffenen orientierte Betreuungsstrukturen. Gewährleistet kann dies nur mit einer kontinuierlichen Versorgung. Boris Hait stellt eine solche vor, die mit einer Besonderheit ausgestattet ist – einer Palliativtagesklinik. Sie ist wichtiger Baustein bei der Verbesserung der Symptomkontrolle, der Verbesserung der Lebensqualität, der Stärkung der häuslichen Versorgung und damit einhergehend der Vermeidung von stationären Aufenthalten. Das Konzept hat ich bewährt.

 

Ulrike Nieß, Pflegedienstleiterin, bringt auf den Punkt, wo die größte Herausforderung für die Pflege im Krankenhaus ist – der Umgang mit Angehörigen. Ein in der Ausbildung vernachlässigtes Thema, auf der Station keine gelebte Kultur, doch die Angehörigen sind da und haben Bedürfnisse, im Besonderen, wenn sie Abschied nehmen möchten.

 

Doch wie läuft sie ab, die ehrenamtliche Begleitung Sterbender auf einer Palliativstation? Der Christophorus Hospiz Verein e.V. München, einer der ältesten Hospizvereine Deutschlands begleitet bereits seit über 20 Jahren Menschen auf einer Palliativstation eines Münchener Klinikums und seit 2017 nun auch die Klinik für Palliativmedizin der Universität München. Neben der Beschreibung der Aufgaben der Ehrenamtlichen, wird auch die Besonderheit dieser Art der Betreuung herausgearbeitet. Und welche Auswirkungen das neue HPG hat und welche neuen Chancen sich ergeben.

Last but not least ein Projekt, das uns allen nahe ging: Vom unsterblichen Klang der Stimme. An der Universitätsklinik und dem Bonner Malteser Krankenhaus hört Judith Grümmer schwerstkranken Mütter und Vätern zu, wenn sie ihre Erinnerungen für ihre kleinen Kinder erzählen. Was sie dabei genau macht und was sie damit bezwecken möchte, können Sie in der aktuellen Ausgabe der hospiz zeitschrift palliative care erfahren.

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Umfrage die hospiz zeitschrift

 

Die hospiz zeitschrift erscheint nunmehr seit über 20 Jahren, regelmäßig vier Mal im Jahr. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. als Herausgeber, wir als Verlag und der Beirat der Zeitschrift, uns allen liegt daran, eine Zeitschrift für Sie zu machen. Das bedeutet für uns, interdisziplinär und multiprofessionell über wichtige und aktuelle Themen aus Hospiz und Palliative Care umfassend und ganzheitlich zu informieren. Um die Zeitschrift auch in Ihrem Sinne kontinuierlich weiterentwickeln zu können, bitten wir Sie um Ihre Meinung.

Einfach auf unserer Homepage in der Menüleiste rechts oben das rote Fragezeichen anklicken, schon sind Sie bei unserer Umfrage.

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Bild Zeitung

 

 

Man mag zur BILD-Zeitung stehen wie man möchte, dass Hospiz in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, das beweist uns diese Zeitung aber schon. Der BILD-Redakteur Michael Schacht hat ein Buch über die letzte Lebensphase seines Vaters, das langsame Abschiednehmen von Vater und Sohn und das Leben im Hospiz geschrieben. Dem nicht genug, die BILD hat Auszüge davon auf ihrer Homepage veröffentlicht (ob es einen Beitrag in der Print-Ausgabe der BILD-Zeitung gab, ist uns als Nicht-BILD-Leser leider nicht bekannt). Ein Erfolg der Hospizbewegung!

Wer den Beitrag sucht: www.bild.de/ratgeber/kind-familie und dann ein bisschen nach unten scrollen…

 

Wolken über der Schweiz

 

In der Schweiz gibt es zurzeit fünf Lehrstühle für Palliativmedizin; zwei in Lausanne, einen in Bern, einen in Genf und im Februar diesen Jahres wurde am Züricher Universitätsspital eine Assistenzprofessur für Palliativmedizin am Lehrstuhl für Radio-Onkologie ausgeschrieben. Prof. Dr. Gian Domenico Borasio, Leiter des Lehrstuhls für Palliativmedizin an der Universität Lausanne äußerte sich darüber in der Schweizerischen Ärztezeitung. Borasio sieht die Angliederung dieser Professur an einen Lehrstuhl für Radio-Onkologie als fachlich nicht sinnvoll an. Seine Gründe: in der Schweiz sterben 74% der Menschen nicht an einer Krebserkrankung. Diese Entwicklung werde sich aufgrund der Demographie (auch in der Schweiz) verstärken und die Sterbenden werden hochaltrig, multimorbid und oftmals dement sein. Krebserkrankungen, so Borasio, werden häufiger eine geringere Rolle spielen, weshalb er eine Angliederung an einen onkologischen Lehrstuhl als „suboptimal“ bezeichnete. Zudem griff er ein in der Medizin kritisches Thema auf: Ist das was machbar ist auch sinnvoll für den Patienten? Stichwort: Überversorgung! Borasio sieht hier einen möglichen Zielkonflikt zwischen Palliativmedizin und den Optionen der onkologischen Therapiemöglichkeiten. Er plädiert deshalb für einen unabhängigen  und akademisch selbstständigen Lehrstuhl für Palliativmedizin.

Diese Äußerung blieb nicht unbeantwortet.

Matthias Guckenberger, Jürg Hodler und Rainer Weber* aus Zürich wiesen diese Vorwürfe in einem Beitrag in der Schweizerischen Ärztezeitung zurück, die Argumentation erfordert vom Leser aber viel „good will“. Die Ansiedelung des neuen Lehrstuhls sei historisch gewachsen und umfasse keine inhaltliche Fixierung. Ein wissenschaftlicher, zukunftsorientierter Lehrstuhl unterliegt historisch gewachsenen Strukturen? Fragt sich, ob dies wirklich notwendig war. Zudem betonen die Autoren, dass alle Professoren und Assistenzprofessoren an der Universität Zürich unabhängig in Forschung und Lehre seien. Das gilt oder sollte für Wissenschaft und Universitäten grundsätzlich gelten und ist ein ehrwürdiges Ziel, aber es ist eben ein Ziel. Als wichtig erscheint uns die  Äußerung in diesem Beitrag, dass darauf hingewiesen wurde, dass universitäre Medizin und Forschung in Zukunft vermehrt auf finanzielle Unterstützung durch Stiftungen und engagierte BürgerInnen angewiesen sei. Stiftungen und Bürger mögen engagiert sein, aber haben sie nicht manchmal auch ihre Ziele?

Dieser Disput schaffte es bis  in die Neue Züricher Zeitung (NZZ). Dort kamen und weitere namhafte Palliativmediziner zur Sprache. Chefarzt Roland Kunz und Steffen Eychmüller, Lehrstuhlinhaber für Palliative Care in Bern, sehen es ähnlich wie Borasio: die Palliativmedizin und Palliative Care sollten eine übergeordnete Disziplin sein.

 

*Prof. Dr. Matthias Guckenberger, Klinikdirektor Klinik für Radioonkologie, Prof. Dr. Jürg Hodler, Ärztl. Direktor Universitätsspital Zürich, Prof. Dr. Rainer Weber, Dekan Medizinische Fakultät  Universität Zürich

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