Grundsatzpapier zur Palliativen Geriatrie

 

Der Vorstand der Fachgesellschaft für Palliative Geriatrie hat im August diesen Jahres unter reger Mitwirkung seiner Mitglieder, ein Grundsatzpapier zur Palliativen Geriatrie verabschiedet.  Enthalten in diesem Papier sind:

eine Definition von Palliativer Geriatrie

Ziele der Palliativen Geriatrie

Grundsätze der Palliative Geriatrie

Das Grundsatzpapier in voller Länge finden Sie unter:

https://www.fgpg.eu/grundsatzpapier-zur-palliativen-geriatrie/

Neuerscheinung – Würde und Selbstbestimmung

 

Würde und Selbstbestimmung sichern – Blinde Flecken in der Begleitung und Betreuung sterbender alter Menschen

Herausgegeben von Ulrich Lilie, Wolfgang Beer, Edith Droste, Astrid Giebel

Die Zeit vor dem Tod ist für die meisten Menschen mit großer Pflegebedürftigkeit verbunden. Alte Menschen benötigen dann umfassende körperliche, seelische, soziale und spirituelle Begleitung, Pflege und Behandlung –  manchmal über Jahre. Um dies zu gewährleisten gilt es, im Zusammenwirken von Politik, Kostenträgern, Leistungserbringern und Zivilgesellschaft die nächsten Schritte zu planen, die fachliche Weiterentwicklung voranzutreiben und den öffentlich-politischen Diskurs um eine neue Sterbekultur, um Finanzen und Strukturen zu führen.

Insgesamt reichen diese Maßnahmen und Instrumente zurzeit aber nicht aus, um die Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung in den Einrichtungen nachhaltig zu fördern. Hinzukommen müssen dringend die materiellen, personellen und konzeptionellen Ressourcen für ein flächendeckendes Angebot palliativer Versorgung und existenzieller Sterbebegleitung. Anzustreben ist die kostenneutrale Finanzierung von ausreichend Personal in Pflege und Betreuung, Palliativfachkräften und die Basisqualifizierung aller Mitarbeitenden, ohne die Betroffenen und die Träger der Sozialhilfe damit zu belasten.

Namhafte VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und Kirche beleuchten diese blinden Flecken in der Begleitung. Das gemeinsame Ziel ist die Anstrengung wert: ein Sterben in Würde für alle Menschen an jedem Ort zu ermöglichen.

Ein weiterer Band zu diesem Thema wird im November erscheinen.

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Sonderheft der hospiz zeitschrift

 

Vorankündigung: Rechtzeitig zum Welthospiztag am 13. Oktober kommt in diesem Jahr unser Sonderheft heraus. GESETZ

HPG und Koalitionsvereinbarung – Zwischenbilanz und Ausblick

Vor drei Jahren wurde im Deutschen Bundestag das Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung (HPG) in Deutschland beschlossen. Durch eine ganze Reihe von Maßnahmen will dieses Gesetz die flächendeckende und bedarfsgerechte hospizliche Begleitung und palliative Versorgung stärken. Flankiert wurde das HPG durch die Debatte zum Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zum Suizid. Und auch im aktuellen Koalitionsvertrag ist die Weiterentwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung ein wichtiger Punkt.

Die genannten Gesetze und die Koalitionsvereinbarung schreiben eine Entwicklung fort, die mit den ersten rein ehrenamtlichen Hospizdiensten in den 1980er Jahren zunächst ganz ohne gesetzlichen Rahmen ihren Anfang genommen hat. Seither zeigt sich, wie sehr sich Hospizidee und Gesetzgebung beeinflussen. Das endet nicht mit dem HPG und nicht in der jetzigen Legislaturperiode.

Das vorliegende Heft will daher eine Zwischenbilanz ziehen und einen Ausblick wagen. Nach einem Abriss zu den aktuellen Entwicklungen (Bolze/Bethke) und zur Bedeutung der Charta (Weihrauch) wird nach den Auswirkungen des HPG auf die ambulante Hospizarbeit (Kreutzberg) und palliative Versorgung (Schulze) sowie nach den Herausforderungen für die stationären Hospize (Wagner/Heller) gefragt. Zwei Beiträge widmen sich der aktuellen Situation in den stationären Pflegeeinrichtungen, einmal vor dem Hintergrund der nun gesetzlich geforderten gesundheitlichen Versorgungsplanung für die Bewohner*innen (Müller/Landrichter), zum anderen im Hinblick auf die Herausforderungen an die Pflegeeinrichtungen für das 21. Jahrhundert –  etwa als offene Zentren neuer lokaler Sorge-Gemeinschaften (Stadelbacher/Schneider). Wichtige Weichenstellungen stehen auch in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (Herrlein) und im Bereich der Kinder- und Jugendhospizarbeit (Globisch/Hillmann) an. Und nicht zuletzt wird danach gefragt, wie das Ehrenamt – entstanden als Bürger*innenbewegung weniger engagierter und heute in der Sozialgesetzgebung verankert – seine zentrale Rolle in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen auch in Zukunft behaupten kann (Bender/Feyerabend/Gerdes).

Dass wir bei allen Herausforderungen, denen wir uns auch nach dem HPG noch widmen müssen, auf starke Unterstützer*innen zählen können, zeigen die spannenden Gespräche mit Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Winfried Hardinghaus

Bitte beachten Sie, dass dieses Sonderheft nicht Bestandteil des Jahresabonnements ist.

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Die neue hospiz zeitschrift

 

Die aktuelle Ausgabe der hospiz zeitschrift befasst sich mit dem Thema: Wie wir sterben wollen.

Dieses Thema ist uns wichtig, denn wir müssen im Blick haben, welche Vorstellungen Betroffene über ein „gutes“ und ein „würdevolles“ Sterben haben und wie wir dazu beitragen können, wie dies gelingen kann.

In diesem Zusammenhang  tauchen ganz konkrete Fragen, wie der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit  in der letzten Lebensphase, auf. Ein internationales Expertenteam geht hier der Frage nach, ob eine ärztliche Unterstützung in diesem Fall ethisch gerechtfertigt sei.

Gesundheitliche Vorausplanung, Advanced Care Planning – in der Altenhilfe, in der Behindertenhilfe. Was bedeutet das genau? Welche Ziele werden damit verfolgt? Welche Effekte entstehen dabei? Zu welchen Ergebnissen kommen erste Pilotprojekte? Diesen Fragen wird in drei Beiträgen nachgegangen.

Abschiedszeit und Letztverlässlichkeit sind Elementen des palliativen Ansatzes, die nicht übersehen werden dürfen. Zeit wird in der Abschiedsphase neu wahrgenommen, es entsteht eine verstärkte Intensität der Zeitwahrnehmung. Heute steht Sterben oftmals im Spanungsverhältnis zwischen Lebensverlängerung und Lebensqualität, wobei der Betroffene in begrenzter Zeit Entscheidungen fällen muss. Frei nach Karl Valentin: „Kann mir eigentlich jemand sagen, wo ich hinwill?“ Letztverlässlichkeit definiert Müller-Busch als eine Haltung, die weit über medizinische, medikamentöse, pflegerische und therapeutische Aufgaben hinausreicht und …

Und wir haben in der Praxis nachgefragt. Zu Wort kommen unterschiedlichste Akteure im Hospiz, von der Leitung über die Sichtweise einzelner Professionen bis hin zum Ehrenamt.

 

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Schweizer Studie

 

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Bürger am Lebensende untersuchen sollte. Hier ein Ausschnitt aus dem Abschlussbericht:

94% der Befragten waren der Meinung, dass Palliative Care sinnvoll  sei. Mehr als 80% der Schweizer denkt über sein Lebensende nach, fast 70% haben sich bereits konkrete Gedanken darüber gemacht, welche Behandlungen und welche Betreuung sie in Anspruch nehmen möchten.

In diesem Zusammenhang  wurde nach dem Bekanntheitsgrad des Begriffes Palliative Care gefragt. 59% der Befragten kannten diesen Begriff. Das ist ein Anstieg von 11% im Gegensatz zu einer Untersuchung aus dem Jahr 2009. Doch es gibt große Unterschiede zwischen den Sprachgebieten. Während die Bekanntheit in der Deutschschweiz bei 55% liegt, ist der Begriff in der Französischen Schweiz bei 73% der Befragten bekannt.

Auch ist das Inanspruchnehmen von palliativen Leistungen in den Sprachgebieten höchst unterschiedlich. In der Deutschschweiz gaben nur 37% der Befragten an, dass in ihrem nahen Umfeld palliative Leistungen in Anspruch genommen worden sind, in der Italienischen Schweiz waren es 48%, in der Französischen Schweiz 70%.

Und last but not least wurde die Frage nach dem gewünschten Sterbeort gefragt.

Zur Vergrößerung bitte anklicken.

Den gesamten Abschlussbericht finden Sie hier

Mitgliederschwund in christlichen Kirchen

 

Der Mitgliederschwund in beiden christlichen Kirchen in Deutschland geht weiter. Weniger Gläubige, weniger Kirchgänger, dies hat zur Folge, dass auch weniger Kirchen benötigt werden.  Einerseits tun sich die Kirchen schwer damit, Gotteshäuser zu verkaufen, andererseits wer kauft eine Kirche? Da die Not ja bekanntlich erfinderisch macht, entstand die Idee, Gotteshäuser in Urnenkirchen umzuwandeln.  Die erste dieser Einrichtungen entstand 2004 in Krefeld. Zurzeit gibt es in Deutschland bereits 42 solcher Urnenkirchen, 29 katholische, elf evangelische und zwei altkatholische Angebote.

Die Kirchen können weiterhin im ursprünglichen Sinne genutzt werden, denn meist werden in Nischen oder Teilen der Kirchen Kolumbarien errichtet (Kolumbarien sind Urnenwände, d.h. übereinander angebrachte Nischen, in denen Urnen nach Feuerbestattung untergebracht werden können). Diese können gemietet werden. Die Kirchengemeinden können so mit den dadurch erzielten Einkünften die Gotteshäuser in Stand halten. Die Urnenplätze können in der Regel für 20 Jahre oder für kürzere Zeit genutzt werden. Die Konfession spielt dabei keine Rolle.

Urnenkirchen bieten bis zu einer dreistelligen Zahl Urnenplätzen an. Doch nicht alle Urnenplätze kosten gleich viel. Es gibt, ähnlich den Urnengräbern auf Friedhöfen auch dort große Preisunterschiede. Die Ausstattung kommt noch hinzu.

Doch Urnenkirchen gibt es nicht überall. Die meisten Kirchen dieser Art gibt es in Nordrhein-Westfalen, dort existieren bereits 27. In Niedersachsen finden wir sechs, in Rheinland-Pfalz drei, in Hamburg und Thüringen je zwei und in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern jeweils eine dieser Art. Der Süden des Landes scheint von dieser Alternative nicht überzeugt zu sein, dort finden wir keine Urnenkirchen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: alexander.helbach@aeternitas.de

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