Bewegung gegen Demenz

 

 

Demenzerkrankungen und Alzheimer-Krankheiten sind bis heute leider unheilbar. Die Forschung ist jedoch bemüht mehr über die Krankheiten herauszufinden und konnte bereits heute erste Schlüsse darüber ziehen, wie die Symptome zumindest verlangsamt werden können.

Tim Stuckenschneider stellte in einem Forschungsprojekt „Denksport“ einen starken Zusammenhang zwischen Bewegung und erster Anzeichen von Demenz fest. Der Forscher arbeitet an der Deutschen Hochschule in Köln und veröffentlichte seine Ergebnisse auf dem Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Weimar.

Für sein Projekt begleitete er 75 ältere Menschen mit leichten kognitiven Störungen, da diese Personengruppe als besonders gefährdet für die Krankheit Demenz gilt.

Das Ergebnis: Die Teilnehmer, die zwei Mal pro Woche ein 60-Minütiges Training durchliefen, konnten ihre geistige Leistung im Verlauf der Studie verbessern. Es spielte dabei keine Rolle, ob die Probanden Kraft- oder Bewegungssport betrieben haben.

Bewegung fördert die Gesundheit, gerade Personengruppen mit bereits leichten Gedächtnisproblemen sollten daher über regelmäßige Bewegungsprogramme nachdenken, um die geistige Fähigkeit auch in Zukunft zu verbessern.

Musiktherapie zeigt viele positive Effekte

 

2015 begann die SRH Hochschule in Heidelberg ihr Forschungsprojekt „Musiktherapie 360 Grad“ und konnte dieses nun nach drei Jahren erfolgreich abschließen. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Teilnehmer an der Forschung waren die Pflegeheimat St. Hedwig in Heidelberg und die Krankenhäuser St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus in Ludwigshafen.

Das Ergebnis: Bezieht man eine Musiktherapie in das Behandlungskonzept aller beteiligten Personen des Pflegeprozesses ein – Angehörige, Pflege und Betroffene, so können alle davon profitieren.

Erfahre Musiktherapeuten der SRH Hochschule Heidelberg musizierten zum Zwecke der Forschung zwei Mal in der Woche in den Einrichtungen. Sie spielten den Bewohnern dabei aber nicht nur Musik auf ihren Instrumenten vor – sondern die musizierten gemeinsam. Auf den Zimmern – aber auch auf der ganzen Station oder in den Gemeinschaftsräumen. Der Effekt ist verblüffend. Die Pflegenden sprechen von „abnehmendem Gejammer der Bewohner“ und sie bemerkten eine überraschende Textsicherheit, selbst bei an Demenz erkrankten Bewohnern.

Auf die Angehörigen wirkt die Musiktherapie beruhigend, da sie ihre Angehörigen wieder aktiver erleben.

Auch auf das Pflegepersonal selbst hatte das Musizieren Auswirkungen, gesprochen wurde von einer höheren Arbeitszufriedenheit und einem abnehmenden Burnout-Risiko.

Das Forschungsprojekt war ein voller Erfolg und von vielen Seiten wurde der Wunsch geäußert, das Projekt auch in Zukunft fortzuführen.

Das Sonderheft: HPG und Koalitionsvereinbarungen – Zwischenbilanz und Ausblick

 

Am 05.12.2015 trat das Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung (HPG) in Kraft. Rund drei Jahre später möchte das neue Sonderheft der hospiz zeitschrift eine kleine Zwischenbilanz ziehen. Führen die beschlossenen Vereinbarungen tatsächlich dazu, dass die Menschen am Ende ihres Lebens vor Ort besser versorgt und begleitet werden? Welchen ethischen und rechtlichen Herausforderungen steht das HPG in der Praxis gegenüber?

Durch das HPG wurde die finanzielle Ausstattung der stationären Hospize deutlich verbessert. Doch verhindert das in Zukunft die Weiterverbreitung des Hospizgedanken und die Werbung um Ehrenamtliche? Stationäre Hospize können die Versorgung durch einen höheren Personalschlüssel und verbesserte finanzielle Mittel gewährleisten. Doch, wird ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen? Benno Bolze und Christina Bethke-Meltendorf sprechen über die Fürs und Wieder der neuen Gesetzgebung und geben einen Ausblick in die Zukunft.

Von der ersten Hospizeinrichtung 1986 und den ersten Rahmenvereinbarungen 1998 bis hin zum Hospiz- und Palliativgesetz 2015 – für stationäre Hospize war das ein langer Weg. Was bringt uns nun dieses Gesetz und vor welchen neuen Herausforderungen stehen stationäre Hospize, denn das neue Gesetz bindet stationäre Hospize nun stärker an das etablierte Gesundheitswesen an.

dieser Frage gehen Leonhard Wanger und Ulrich Heller nach.

Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland mit fünf Leitsätzen und Handlungsempfehlungen im Rahmen einer Nationalen Strategie – darüber spricht Frau Birgit Weihrauch. Was wurde umgesetzt und an welchen Punkten sollte angeknüpft werden um ein flächendeckendes Angebot für alle Menschen an den Orten zu schaffen, an denen sie ihre letzte Lebensphase verbringen möchten?

Die finanzielle Förderung der ambulanten Hospizarbeit konnte seit Einführung des HPG verbessert werden. Im Gegenzug sind jedoch neue Hemmnisse entstanden. Mehr Förderung und mehr Bürokratie? Darüber spricht Ulrich Kreutzberg.

Roswitha Bender, Erika Feyerabend und Verena Gerdes sprechen über das Ehrenamt. Das Gelingen der Versorgung zwischen Professionalität und Qualifikation und dem Pendant der mitmenschlichen fürsorglichen Haltung. Wie kann das Profil der Ehrenamtlichen für die Zukunft geschärft werden?

Zwei Meinungen aus der Politik – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Giffey im Interview.

Noch immer gibt es zahlreiche Regionen die nicht mit einer Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung ausgestattet sind. Wie ist die Entwicklung der SAPV demnach zu beurteilen? Dieser und weiterer Fragen geht Paul Herrlein auf den Grund.

Frau Cora Schulze greift in ihrem Artikel Abgrenzungsprobleme zwischen allgemeiner ambulanter Palliativversorgung (AAPV) und spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (SAPV) auf, die zu Unsicherheiten führen. Zuständigkeiten und Behandlungsmöglichkeiten sind nicht klar geklärt. Frau Schulze fordert von Politik, Kostenträgern und Leistungserbringern unter anderem klarere Definitionen der Angebote und Leistungserbringer.

Das Heim ist das letzte zu Hause für immer mehr Menschen. Stephanie Stadelbacher und Werner Schneider stellen die Studie „Sterben zu Hause im Heim – Hospizkultur und Palliativkompetenz in der stationären Langzeitpflege“ vor. Welche Erkenntnisse können daraus gezogen werden?

Gesundheitliche Versorgungsplanung (GVP) – Gespräche über das Lebensende sind in geringem Maße über Krankenkassen refinanzierbar. Wer führt diese Gespräche und wie werden Menschen dafür ausgebildet? Einer der Fragen, denen Dirk Müller und Amöna Landrichter nachgehen.

Auch in der Hospizarbeit für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gibt es Veränderungen. So können jetzt flächendeckend junge Erwachsene mit lebensverkürzender Erkrankung bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres durchgehend durch Förderung betreut werden. Finanziell stehen die Hospizdienste auf sichererem Boden, aber nicht in allen Bereichen. Es gibt weiteren Regulierungsbedarf. Zudem fehlt es an qualifiziertem Personal. Marcel Globisch und Thorsten Hillmann sprechen über die Veränderungen für Kinder- und Jugendhospize im Zusammenhang mit dem HPG.

Das Sonderheft – Hier bestellen!

Neu erschienen: Die Fachzeitschrift Palliative Geriatrie

 

„Sinnvolle Beschäftigung“ ist längst zu einem Schwerpunktthema der modernen Altenpflege geworden. Die Zeiten, in denen man meinte mit „warm, satt, sauber“ alles Erforderliche getan zu haben sind zum Glück vorbei – oder sollten zumindest vorbei sein!

Es ist heute davon auszugehen, dass die meisten von uns sehr alt werden. Menschen im hohen Alter sind in der Regel in ihren letzten 1-2 Lebensjahren zunehmend auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Auch in dieser Zeit haben sie das Recht am Leben teilzunehmen! Sie möchten ihr Leben als sinnvoll empfinden, „noch für etwas gut sein“, gebraucht werden und sich auf etwas freuen können.

Eine der großen Herausforderungen der Altenpflege besteht daher darin bestmöglich dafür zu sorgen, dass auch Menschen im Pflegeheim ein möglichst normales, ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechendes Leben führen können. Dass das kaum zu 100 Prozent gelingen kann, liegt auf der Hand, denn fast niemand wünscht sich sein Zuhause zu verlassen und fortan in einer Gemeinschaft zu leben, die er weder angestrebt noch sich ausgesucht hat. Zudem lässt die Vielzahl der Aufgaben, die das knapp bemessene Personal zu bewältigen hat, diesem oft nicht viel Zeit sich um mehr als das Nötigste zu kümmern.

Erstaunlicherweise gelingt es – allen Schwierigkeiten und Hemmschuhen zum Trotz – sehr oft gute Ideen mit Erfolg in die Tat umzusetzen. Wie Sie beim Lesen dieser Ausgabe feststellen werden, braucht man zum Glück nicht für alles, was den BewohnerInnen Freude macht, viel Zeit. Es ist auch nicht nur Aufgabe der überlasteten Pflege die Tage mit Leben zu erfüllen! Alle, die mehr oder weniger regelmäßig in den Heimen tätig sind, wie ErgotherapeutInnen, SeelsorgerInnen oder ehrenamtliche MitarbeiterInnen, können sich mit ihren Ideen und Kompetenzen einbringen und ganz unterschiedliche, wertvolle Beiträge zum Thema „sinnvolle Beschäftigung“ leisten.

Sinnvolle Beschäftigung ja, aber das stellt Pflegeheime auch vor große Herausforderungen, damit sinnvolle Beschäftigung möglich wird.

Sinnvolle Beschäftigung bei Menschen mit demenzieller Erkrankung oder bei desorientierten Menschen verlangt gute Vorarbeit. Was muss ich beachten? Was kann ich machen (und was nicht)? Sechs Beiträge nehmen sich dieser Fragen aus der Praxis an.

Sinnvolle Beschäftigung braucht Zeit. Der therapeutische Tischbesuch (TTB) wurde gerade unter diesem Gesichtspunkt entwickelt. Er dauert ein bis zwei Minuten und ist dennoch in der Lage, eine therapeutische Wirkung zu erzeugen.

Aber auch das Einbinden von Ehrenamtlichen kann eine gute Ergänzung zum Angebot der Pflegeheime ergeben. Gerade in der individuellen Begleitung kann sinnvolle Beschäftigung entstehen.

Last but not least – manchmal ist weniger mehr!

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann heute noch hier bestellen.

 

Auf dem Weg zur Sorgekultur

Blinde Flecken in der alternden Gesellschaft

 

Alte Menschen sollen möglichst lange selbstbestimmt und integriert in ihrem vertrauten Wohnquartier leben und – wie die allermeisten es sich wünschen – auch dort sterben können.

Darum müssen sozialraumorientierte und sektorenübergreifende Fachkonzepte für die Altenhilfe entwickelt werden. Es bedarf der besseren finanziellen Ausstattung für vernetztes Wohnen im Quartier. Sozialversicherungssysteme sind aufeinander zu beziehen und sozialräumliche Arbeit muss regelfinanziert werden.

Das Kernstück aktueller Lösungsansätze liegt in der Einbindung der Zivilgesellschaft. Hier sind Träger der freien Wohlfahrtspflege gefragt, sich gemeinsam mit den Kommunen einzusetzen, um Menschen zu befähigen, ihre eigenen Belange umzusetzen und sich im Rahmen der Quartiersentwicklung für Ältere einzusetzen.

 

Die Beiträge dieses Bandes greifen die skizzierten Perspektiven und Bedingungen einer sozialraumorientierten Sorgekultur auf und reflektieren sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Zusammenhängen.

 

Hier bestellen

Mein Warenkorb

Hinweis:
Ihr Warenkorb enthält momentan keine Produkte.