Der neue Bundes-Hospiz-Anzeiger

 

 

Soeben ist der neue Bundes-Hospiz-Anzeiger mit dem Schwerpunkt Essen und Trinken im Hospiz erschienen.

Fallen die Worte Essen und Trinken am Lebensende, denken viele zugleich an die Entscheidung über künstliche Ernährung. Ja oder nein?  Die Maßnahme, künstliche Ernährung einzuleiten fällt nicht leicht und darf auch nicht leicht gemacht werden. Dr. Kaiser, Palliativmediziner im Gütersloher Hospiz- und Palliativverein, befasst sich mit diesem Thema.

Seit 20 Jahren kocht Ruprecht Schmidt im Hamburger Hospiz Leuchtfeuer für die Gäste. Wie es dazu kam und wie er seine Aufgabe im Hospiz wahrnimmt, darüber berichtet er in dieser Ausgabe.

Gabriele Klünder gibt wertvolle Tipps und Erfahrungen zum Thema Mundpflege weiter.

Witwer in der Selbstversorgung oder warum ehrenamtliche Hospiz- und Trauerbegleiter unverzichtbar sind – ein Beitrag von Ulrich Wehr, einem Ehrenamtlichen, der eine wunderbare Idee hatte und sie auch in die Tat umsetzte. Eine Idee – vielleicht zum Nachahmen?

Essen am Lebensende kann eine sehr große, oft symbolische Bedeutung haben – Gerichte aus der Kindheit, Omas Küche, Mamas Pudding. Auch in der Trauer kommt irgendwann der Hunger und was dann?

Und…

Neues von der Charta,

Neujahrsempfang beim DHPV in Berlin,

Luzie in der Schule – ein Interview über ein wunderbares Schulprojekt,

Organspende-Gesetzesvorlage

und eine neue Bürger-Informationsseite im Internet aus Baden-Württemberg.

 

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wir wünschen eine gute Lesezeit.

Die Plätze in Hospizen reichen nicht aus?

 

Die Dokumentationssendung 37 Grad, die auf dem Sender ZDF wöchentlich ausgestrahlt wird, drehte sich in der vergangenen Woche rund um das Hospiz Baden-Baden und die Hospizköchin Christine Stangier. Die Sendung kann in der zdf-Mediathek unter folgendem Link abgerufen werden:

https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-grad-die-koechin-das-hospiz-und-ein-gutes-ende-100.html

Die Hospizköchin Christine Stangier erfüllt Sterbenden ihre Essenswünsche in einem Hospiz in Baden-Baden. Eine schöne Vorstellung für diejenigen Menschen, die sich dem Ende des Lebens nähern. Eine Auswertung der Bertelmann Stiftung*  kam zu den Ergebnis, dass jeder zehnte Bundesbürger den Wunsch hat, in einem Hospiz zu sterben. Doch die Realität sieht anders aus. Die Kapazitäten reichen nur für rund 3 Prozent der Menschen. Für viele bleibt so ein Platz in einem Hospiz eine Wunschvorstellung. Die Wartezeiten sind zu lange – und so ist oft nur ein Sterben im Klinikum möglich.

Doch die Befragung sollte uns zu denken geben. Natürlich ist die Unterbringung in einem stationären Hospiz unter den bekannten Umständen für die Sterbenden eine Möglichkeit in Frieden und in Würde sterben zu können. Aber wird mit Dokumentationen wie diesen nicht der Eindruck aufgebaut, nur im stationären Hospiz lässt es sich gut sterben? Und bedeutet das nicht im Umkehrschluss, an anderen Orten kann nicht „gut“ gestorben werden? Sollten wir da nicht aufpassen?

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* Bertelsmann Stiftung, 2015

Urteil zur Angemessenheit der Bestattungsvorsorge gefällt

 

Die Bewohner eines Altenheimes erhalten erst dann Zuschüsse in Form von Pflegewohngeld, wenn das eigene Vermögen weitestgehend für die monatlichen „Mietkosten“ aufgebraucht wurde. Die zuständigen Sozialbehörden fordern daher ihre Antragssteller häufig zur Auflösung ihrer Bestattungsvorsorge auf, denn sie sehen diese Vorsorgebeiträge als Vermögen an. Gegen diese Vorgehensweise klagte nun eine Bewohnerin aus Münster. Das Urteil des Verwaltungsgerichts Münster fiel für die Klägerin positiv aus. Laut dem gesprochenen Urteil muss eine Bestattungsvorsorge nicht zwingend für den Erhalt von Pflegewohngeld aufgelöst werden. Der Richter hielt eine Summe von 10.500 Euro  als Bestattungsvorsorge für angemessen und üblich. Begründet wurde das Urteil mit der Feststellung, dass ein derart geringes Einkommen nicht dazu führen dürfe, dass die Gestaltungswünsche der eigenen Bestattung stark eingeschränkt werden.

Es muss davon ausgegangen werden, dass die Sozialkassen weiterhin trotz dieses Urteils den Versuch unternehmen werden, die Bewohner zur Auflösung ihrer Bestattungsvorsorge aufzufordern. In diesem Fall wird dringendst darauf hingewiesen, sich fachlichen Rat einzuholen. Der Betrag von 10.500 Euro gilt nicht grundlegend in ganz Deutschland. Andere Gerichtsbezirke haben jedoch bereits über ähnliche Beträge gleichermaßen entscheiden.

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