Bereits auf dem EAPC-Kongress erschienen:

„Darum mache ich es – Erfahrungen von Ehrenamtlichen in der Palliative Care“

von Anne Goossensen und Mart Sakkers

 

Das Ehrenamt, unverzichtbar in der hospizlichen Begleitung, wurde seit seiner Entstehung von der Wissenschaft weitgehend übersehen. Doch das ändert sich nun. Zwei Publikationen wenden sich nun ausschließlich den Ehrenamtlichen zu. Eine davon ist die hier vorliegende Untersuchung.*

Goossensen und Sakkers sind drei zentralen Fragen nachgegangen: Wie erleben Ehrenamtliche ihre Arbeit? Warum fangen sie damit an und was bringt es ihnen? Das Autorenteam bat Ehrenamtliche diese Fragen in Form von Briefen zu beantworten. 130 Briefe von Ehrenamtlichen gingen ein, 100 wurden ausgewertet, die weiteren 30 wurden gesichtet, deren allgemeiner Eindruck ging ebenfalls in die Auswertung ein.

Zu welchen Erkenntnissen das Autorenteam kam, können Sie nun lesen.

 

*Die zweite Studie erscheint in wenigen Tagen: „Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit (EbEH) – Merkmale, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven“ von Thomas Klie, Werner Schneider, Christine Moeller-Bruker und Kristina Greißl. Wir werden im nächsten Newsletter davon berichten.

 

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Die neue hospiz zeitschrift: Hommage an Elisabeth Kübler-Ross

Vor genau 50 Jahren erschien das Buch „On Death and Dying“ von Elisabeth Kübler-Ross in den USA. Innerhalb kürzester Zeit wurde dieses Buch zum Welterfolg. 1971 erschien dieses Buch in deutscher Sprach unter dem Titel „Interviews mit Sterbenden“ und wurde auch hierzulande ein großer Erfolg. Grund dafür war der radikale Tabubruch von Kübler-Ross. Endlich sprach jemand mit Sterbenden und formulierte, was Sterbende denken und wünschen. Damit wurde sie neben Cicely Saunders zu einer der Wegbereiter*innen der Hospizbewegung. In dieser Ausgabe der hospiz zeitschrift möchten wir an dieses Ereignis erinnern und uns mit dem Erbe von Elisabeth Kübler-Ross oder – wie sie von vielen genannt wurde – von EKR befassen.

Namhafte Autor*innen schreiben in dieser Ausgabe der hospiz zeitschrift über ihre Erinnerungen und ihre Auseinandersetzung mit Elisabeth Kübler-Ross und ihren Erkenntnissen.

Es wird spannend – wir wünschen Ihnen eine gute Lesezeit.

 

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Erstes Tageshospiz in Berlin

Das Ricam Hospiz war das erste vollstationäre Hospiz in Berlin. Gegründet von zwei Krankenschwestern öffnete das Hospiz 1998 seine Pforten. Doch damit nicht genug. Nun wird das Ricam Hospiz Zentrum um ein teilstationäres (Erwachsenen-)Hospiz, ein Tageshospiz, erweitert. Es ist das erste seiner Art in Berlin. Betroffenen ist es nun möglich, ein Hospiz wesentlich flexibler und nur bei Bedarf zu nutzen. Dies gilt nicht nur für tagsüber, sondern auch für die Nacht. Auf diese Weise können wesentlich mehr Menschen bis zuletzt zu Hause im Kreise ihrer Familie und Freunde bleiben. Im neuen Tageshospiz wird es 12 Tages- und vier Nachtplätze geben. Darüber hinaus wird es acht vollstationäre Plätze geben. Das Hospizzentrum soll im Herbst eröffnet werden.

Ein heißes Eisen

In einem Beitrag für die Zeitschrift „Schmerzmedizin“ sprechen Matthias Thöns, Palliativmediziner, zudem deutschlandweit bekannt aufgrund seines Buches „Patient ohne Verfügung: das Geschäft am Lebensende“, und Thomas Sitte, Palliativmediziner und Vorstandsvorsitzender der Deutschen PalliativStiftung, ein äußerst brisantes und wichtiges Thema an: Übertherapie am Ende des Lebens.

Als Übertherapie gilt eine medizinische Behandlung, die dem Patienten weder Linderung seiner Krankheitssymptome noch seiner Heilung einen Zusatznutzen erbringt. Grund für solch nutzlose und oftmals die Lebensqualität sogar vermindernde Therapien sei meist ein finanzieller. Zusätzlich erschreckend sind die Zahlen, die die beiden Autoren nennen: In den USA werden 29 Prozent, international (leider nicht genauer benannt) werden angeblich bis zu 89 Prozent der medizinischen Behandlungen als Übertherapien angegeben. Zudem stiegen diese Zahlen. Häufige Übertherapien seien Chemotherapien, Bestrahlungen, Bluttransfusionen oder sinnlose Medikation. Als Grund für diese dramatische Fehlentwicklung sehen die Autoren die vom Gesundheitssystem vorgegebenen ökonomischen Fehlanreize, mangelndes Fachwissen der Betroffenen, das Ungleichgewicht von Patienten und Ärzteschaft und die Angst der Ärzte vor Rechtsfolgen.

Bestehe ein Überangebot an medizintechnischen Behandlungsmöglichkeiten in den Krankenhäusern, so werde auch versucht, diese gewinnbringend zu nutzen. Verfahren wie die Palliativmedizin mit ihren weniger gewinnträchtigen Therapien hätten zum Leid der Patienten das Nachsehen.

Ihr Weg raus aus dem Dilemma? Thöns und Sitte empfehlen eine Patientenverfügung mit einem willens- und durchsetzungsstarken Vorsorgebevollmächtigten.

Wie sehen Sie das? Schreiben Sie uns hier auf facebook Ihre Meinung.

 

Quelle: Schmerzmedizin, Jahrgang 35, Ausgabe 3, 2019, S. 22–26

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