Fachzeitschrift für Palliative Geriatrie mit dem Schwerpunkt Vorausschauende Planung

 

Aus dem Munde manches Mediziners klingt es so leicht, doch eine gute und umsichtige vorausschauenden Planung für das Lebensende erfordert nicht nur Wissen und Einfühlungsvermögen, sondern die vorausschauende Planung ist ein Prozess, der kontinuierlich berücksichtigt werden muss. Marina Kojer macht uns das an einem Fallbeispiel deutlich.

Ob Gesundheitliche Versorgungsplanung in Deutschland, Patientenverfügung plus in der Schweiz oder Vorsorgedialog in Österreich, der Wunsch und die Erwartungen sind die gleichen: Bewohner*innen in Altenpflegeheimen umfassend zu beraten, deren Selbstbestimmung erhalten und den Pflegenden mehr Sicherheit zu geben. Drei Beiträge berichten darüber.

Der Tod kommt nicht einfach, am Ende des Lebens ergeben sich heute immer mehr Entscheidungssituationen für die Betroffenen. Sterben ist oftmals mit selbstbestimmtem Therapieverzicht verbunden. Freiheit oder Überforderung?

Vorsorgen für die Selbstbestimmung am Lebensende? Findet in der gesamten Wertedebatte nicht eine Überbetonung der Selbstbestimmung statt? Als verletzliche und verletzte Menschen sind wir ein Leben lang aufeinander angewiesen – bis an das Ende des Lebens. Zudem stellt sich die Frage, ob die Zukunft wirklich planbar ist und vor allem, ob es überhaupt im eigenen Sinne ist? Gibt es keine anderen Möglichkeiten? Hier ein paar kritische Töne zum Thema Advanced Care Planning.

ACP ist in aller Munde, doch sind die Pflegefachpersonen darauf vorbereitet?

Unser Pflegetipp soll sie ermutigen Gespräch mit den Bewohner*innen zu führen. Welche? Lesen Sie selbst.

Interessiert? Dann bestellen Sie noch heute

Plastikfreie Verpackung

 

Auch wir möchten zum Schutz unserer Umwelt beitragen und haben beschlossen, dass alle Neuerscheinungen und alle Nachdrucke vorhandener Bücher in unserem Verlag nun ohne Einschweißfolie ausgeliefert werden. Schutz benötigen die Bücher weiterhin, doch wir haben uns für eine nachhaltige, leider auch teurere, Papiervariante entschieden. Doch die neue Umverpackung besitzt nicht die Strapazierfähigkeit einer Folie. Wir bitten Sie deshalb, vorsichtig mit den Büchern umzugehen – das sollte uns unsere Umwelt Wert sein. Vielen Dank.

Damit sie bleiben –

wie umgeschulte und angeworbene Pflegefachkräfte nachhaltig in den Beruf integriert werden können

 

Fachkräfte aus dem Ausland und Quereinsteiger können den Pflegenotstand nicht lösen, ihn aber doch mildern. Zwischen 2012 und 2017 konnten über diese Wege in Deutschland ca. 63.000 Personen zusätzlich in der Pflege (meist Altenpflege) arbeiten. 30.000 davon waren Fachkräfte, die ihre Umschulung erfolgreich abgeschlossen hatten. Zudem wanderten im gleichen Zeitraum 33.000 Pfleger*innen aus dem Ausland mit einem Berufsabschluss aus ihrem Heimatland ein. Kamen diese 2012 zu über 60 Prozent aus EU-Ländern, so kamen sie 2017  zu über 60 Prozent aus Bosnien-Herzegowina, Serbien und Thailand. Doch wie eine Analyse der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, ist das nur der erste Schritt. Wichtig ist, diese Menschen dauerhaft zu integrieren – und hier ergaben sich Defizite, die in zwei Muster aufgeteilt werden konnten: Einstieg als Überforderung und Einstieg als Unterforderung.

Einstieg als Überforderung: Quereinsteiger, aufgrund ihrer Vortätigkeiten meist etwas ältere Erwachsene, werden nicht als Berufseinsteiger wahrgenommen, und werden deshalb als vollwertige Fachkraft sofort eingesetzt. Ihnen werden damit Kompetenzen und Erfahrungen zugeschrieben, die sie nicht besitzen können.

Einstieg als Unterforderung: Zugewanderte Pflegekräfte werden anfangs als Pflegehelfer*innen beschäftigt. Da sich die Anerkennungsverfahren ausländischer Abschlüsse nicht selten über einen längeren Zeitraum erstrecken, verlängert sich auch dieser Zustand des Hilfsstatus. Zudem wird die Qualifikation der Zugewanderten teilweise auch als praxisfern empfunden. Dies führt zu Frustrationen.

Die Forscherinnen haben nun Ansatzpunkte herausgearbeitet, die zu einer Verbesserung der Lage führen können:

..Mehr Zeit für Integration und deren Refinanzierung durch den Gesetzgeber

..Anerkennungsverfahren beschleunigen

..Bessere Vorbereitung und Auswahl bei der Umschulung zu Altenpflegekräften

Die Originalarbeit finden Sie unter: http://www.boeckler.de/pdf/p_fofoe_pb_005_2019.pdf

 

 

Depression im Altenpflegeheim verbessern

 

„De facto findet eine Therapie der Depression im Pflegeheim so gut wie gar nicht statt,“ so Prof. Dr. med. Johannes Pantel, Leiter Arbeitsbereich Altersmedizin am Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität.

Depression ist die zweithäufigste psychische Erkrankung nach Demenz im Alter. Die Versorgung der Betroffenen im Altenheim findet kaum statt, zudem wird die Erkrankung oftmals nicht erkannt. Das Projekt DAVOS, Depression im Altenpflegeheim: Verbesserung der Behandlung durch ein gestuftes kollaboratives Versorgungsmodell, möchte nun Wege finden, um die medizinische, pflegerische und psychotherapeutische Behandlung zu verbessern. Erreicht werden soll dies durch ein neu zu entwickelndes Schulungskonzept, das Pflegende und andere beteiligte Berufsgruppen sensibilisiert, Depressionen zu erkennen und auf die Bedürfnisse der Betroffenen besser eingehen zu können.

In einem ersten Schritt wurde mittels der teilnehmenden Beobachtung der (Berufs-)Alltag von Pflegenden und Bewohner*innen erfasst. Es zeigte sich, dass dort ein Spannungsfeld zwischen den Anforderungen der Einrichtung und den Erwartungen der Bewohner*innen herrschte. Es konnten spezielle Situationen herausgearbeitet werden, die aufgegriffen und dann im Anschluss gemeinsam mit den Pflegenden bearbeitet wurden. Beispiel hierfür waren praktische Hinweise, wie die Zeit trotz Zeitmangel intensiv genutzt werden könnte. Berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit war oftmals sehr hilfreich.

Damit Bewohner*innen mit Depressionen vermehrt Zugang zu psychotherapeutischen Betreuungen erhalten können, sollen ausgewählte Fachkräfte geschult werden, diese zu erkennen. Unterstützt werden sollen diese Fachkräfte mit gezielter Supervision, die ihre Handlungssicherheit erhöhen soll.

Das vom Hessischen Institut für Pflegeforschung initiierte Projekt läuft noch bis 2021, ob es nachhaltig zu Verbesserungen führen wird, bleibt zu hoffen.

Nähere Infos unter: http://www.hessip.de

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