Gute Trauer

 

Trauer in außergewöhnlichen Zeiten, www.gute-trauer.de möchte helfen. Die Expertinnen Heidi Müller, Hildegard Willmann, Ruthmarijke Smeding, Urs Münch und Birgit Wagner möchten Trauernden und auch Menschen, die Trauernde unterstützen möchten, sei es haupt- oder ehrenamtlich, wertvolle Tipps geben, wie in diesen Zeiten Hilfe und/oder Begleitng möglich ist. Denn das, was uns so wichtig erscheint, die Nähe zu den Trauernden, ist in Zeiten von Corona nicht oder zumindest nur stark eingeschränkt möglich.

 

Vor Kurzem erschienen: Der Tübinger Notfallplan im Pflegeheim – 10 Jahre Erfahrungen

mit einem Geleitwort von Andreas Heller

 

Alle reden von ACP oder GVP. Advanced Care Planning oder die Gesundheitliche Vorsorgeplanung, wie immer man es nennen möchte, ist Bestandteil des HPG von 2015 und soll den Bewohner*innen von Altenpflegeheimen einen geordneten und fachlichen Dialog über das Leben und das Sterben ermöglichen und sie über eine hospizlich-palliative Versorgung am Ende des Lebens beraten. Doch die Idee, Menschen am Ende des Lebens im Altenpflegeheim ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zu begleiten ist nicht neu. Tanja Frank und Eva-Maria Mörike praktizieren diesen Prozess der Begleitung seit vielen Jahren. Die beiden Autorinnen haben ihr Konzept einer vorausschauenden Vorsorgeplanung, das von ihnen bereits vor über 10 Jahren entwickelt wurde und seit dieser Zeit auch durchgeführt wird, im „Tübinger Notfallplan“ zusammengefasst. Herausgekommen ist ein Buch, das an die Versorgungsrealität in Pflegheimen angepasst ist und dennoch den Bewohner*innen und deren Angehörigen ermöglicht, Würde und Selbstbestimmung zu wahren. Zudem stärkt der Tübinger Notfallplan die palliative Fachkompetenz der Pflegenden und gibt Sicherheit bei zu fällenden Entscheidungen. Aufgrund des Gesprächsprozesses entsteht erhöhte Achtsamkeit auf die Bedürfnisse der Bewohner*innen und Klinikeinweisungen am Ende des Lebens können so oftmals vermieden werden.

Doch der Tübinger Notfallplan begnügt sich nicht mit Allgemeinplätzen. Die Autorinnen haben Checklisten und Formulare entwickelt, die mit den Betroffenen gemeinsam erarbeitet werden und dann für den Notfall zur Verfügung stehen. Da diese Formulare in regelmäßigen Abständen mit den Beteiligten immer wieder überprüft werden, entsteht so ein Notfallplan der allen Beteiligten Sicherheit im Umgang mit kritischen Situationen gibt.

Das Buch ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie eine individuelle, menschenwürdige, hospizlich palliative kompetente Notfall-Sorge am Lebensende mit und für ältere Menschen im Pflegeheim praktiziert werden kann. Andreas Heller

Auch hier haben wir auf Folie verzichtet und haben umweltfreundliches Papier verwendet.

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Ein gutes Angebot

 

Anne Goossensen ist Professorin an der Universität Utrecht, Lehrstuhl für Ehrenamt in Palliative Care, die Autorin unseres Buches ‚Darum mache ich es, Erfahrungen von Ehrenamtlichen in der Palliative Care‘. Sie möchte Ihr Wissen an Sie weitergeben und hat deshalb mit dem Verlag vereinbart, dass Ehrenamtliche einen Rabatt von 15 Prozent und Hospize und Hospizvereine einen Rabatt von 20 Prozent bei der Bestellung ihres Buches erhalten. Doch da es in Deutschland und Österreich die Buchpreisbindung gibt, lässt sich das nicht so einfach realisieren. Für Einzelbestellungen ist eine Reduktion des Ladenpreises nicht erlaubt. Möglich sind jedoch Mengenrabatte. Deshalb bieten wir Ihnen dieses Buch ab einer Menge von 5 Stück zu einem Rabatt von 15Prozent für Ehrenamtliche und ab 10 Stück für Hospize und Hospizvereine für einen Rabatt von 20 Prozent für ihre Ehrenamtlichen an.

 

Sollten Sie als Hospiz und/oder Hospizverein Ihren Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen in diesen Zeiten wertvolles Lesematerial zur Verfügung stellen wollen, schauen Sie auf unser Verlagsangebot, bei größeren Mengen können wir gerne Rabatte gewähren. Schreiben Sie uns einfach einen Brief oder eine Email an info@hospiz-verlag.de, wir sind für Sie da.

 

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Die neue hospiz zeitschrift ist erschienen

 

 

Die neue Ausgabe der hospiz zeitschrift mit dem Schwerpunkt: Hospiz an den Rändern der Gesellschaft

Menschen am Rande der Gesellschaft sind am Ende, sterben oftmals lange vor ihrem Ableben den sozialen Tod. Sie werden ausgegrenzt oder grenzen sich aus Scham oder Angst vor sozialer Ächtung selbst aus. Sogar Eltern und Geschwister grenzen manchmal Familienmitglieder aus.

Sterben im Knast oder im Hospiz – wenige kommen in den ‚Genuss‘, im Hospiz sterben zu können. Was brauchen sie wirklich am Ende des Lebens?

Dennoch sterben in Gefängnissen und im Maßregelvollzug Menschen eines natürlichen Todes. Dies betrifft 0,8 Prozent aller forensisch-psychiatrischen Inhaftierten. Braucht es hier eine gute Sterbebegleitung?

Hospiz und Trauer im Knast, es ist nicht nur die Trauer um verstorbene Angehörige, sondern es ist auch die Trauer, was die Gefangenen den Opfern und deren Angehörigen angetan haben. Und es ist die Trauer um das eigene, als verwirkt empfundene Leben.

Hospizbegleitung steht nicht allen Bevölkerungsgruppen gleichermaßen offen. Gesellschaftlich isolierte Gruppen, wie beispielsweise wohnungs- oder obdachlose Menschen und Menschen in Altersarmut können nur erschwert Zugang zu hospizlicher Begleitung finden. Ziel des hier beschriebenen Projektes war, im Besonderen den Zugang zu diesen Zielgruppen zu finden. Es lief nicht alles nach Wunsch – ein Scheitern lag nah, aber ein zweiter Anlauf wurde angegangen.

Das Krankenmobil in Hamburg – ein Gespräch mit der Leiterin des Krankenmobils der Caritas im Hamburg.

Das VinziDorf-Hospiz im Herzen von Graz steht jedem Menschen, der volljährig und obdachlos ist und eine stationäre Hospizversorgung benötigt, offen. Vier Mitarbeit*innen und ein weiblicher Gast berichten in einem Interviews über dieses ungewöhnliche und anrührende Hospiz.

Was wir oftmals übersehen: Kinder und Jugendliche sind Angehörige, Angehörige, die auch Aufgaben und Pflichten übernehmen. Welche Bedürfnisse und Bedarfe haben diese betroffenen Kinder und Jugendlichen? Was brauchen sie? In einem Interview erzählt die 19-jährige Chiara über das Zusammenleben mit Ihrem zwei Jahre älteren Bruder, der vor 10 Wochen gestorben ist.

Palliative Care in Einrichtungen der Behindertenhilfe: Wie kann man Palliative Care am Lebensende dort etablieren?

Und wir berichten über eine Einrichtung der Behindertenhilfe, die sich dem Thema gewidmet hat – ein Bericht aus der Praxis.

Last but not least – unsere Schriftleiterin hospiz praxis besuchte die Gedenkstätte Grafeneck. Dort nahm im Nationalsozialismus die Euthanasie, die Vernichtung von Männern und Frauen mit Behinderung, ihren traurigen Anfang. Ein eindrucksvoller Bericht!

 

Wir hoffen, wir haben Ihr Leseinteresse geweckt.

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Buch- und Zeitschriftenlieferung in Zeiten von Corona

 

 

Das Corona-Virus betrifft uns alle. Isolation ist das Gebot der Stunde und muss eingehalten werden. Doch leider ist dies auch mit Einschränkung liebgewonnener Angebote und Möglichkeiten verbunden. Keine Kongresse und Tagungen mehr, keine Fachtage und keine Weiter- und Fortbildungen mehr, sogar ein gutes Buch zu kaufen ist erschwert worden. Die Buchhandlungen mussten schließen und Amazon, einer der größten Onlinelieferant weltweit, hat de facto die Lieferung von Büchern eingestellt – mit der Begründung, es gäbe wichtigere Artikel, die nun ausgeliefert werden müssten. Toilettenpapier? Dennoch müssen Sie auf ein gutes Buch vom hospiz verlag nicht verzichten. Wir liefern weiterhin unser gesamtes Sortiment, deutschlandweit kostenfrei und innerhalb weniger Tage. Sehen Sie einfach auf unsere Homepage – wir beliefern Sie gerne.

 

Amazon liefert de facto keine Bücher mehr, lesen Sie dazu auch:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/corona-krise-im-buchhandel-was-wird-jetzt-aus-den-verlagen-16701255.html

 

#Corona-Krise# An alle Abonnementen der hospiz zeitschrift und des Bundes-Hospiz-Anzeigers

 

Aufgrund der momentanen Kontaktsperre sind viele Hospize mit der Lage konfrontiert, dass der Kontakt zu ihren Ehrenamtlichen erschwert oder gar nicht stattfinden kann. Damit Ehrenamtliche aber aktuelle und fachliche Informationen erhalten können, haben wir uns etwas für die Abonnementen der hospiz zeitschrift und des Bundes-Hospiz-Anzeigers ausgedacht: Einmalig und nur jetzt würden wir Ihnen die hospiz zeitschrift als pdf zur Verfügung stellen. Der Preis dafür liegt bei € 2 pro Nutzer. Schreiben Sie uns einfach an, nennen uns die Anzahl der Nutzer, an die Sie die Zeitschrift versenden möchten, wir schicken das pdf. Dies gilt aber nur für die aktuelle Ausgabe der beiden Zeitschriften während der Kontaktsperre.

Bitte wenden Sie sich mit Ihren Wünschen an: info@hospiz-verlag.de

 

Bleiben Sie gesund,

Ihr hospiz verlag

 

Bischof von Mainz

 

 

Der Bischof von Mainz, Peter Kohlgraf, gab einige Tage nach dem Urteil des Bundes- Verfassungsgerichtes bezüglich § 217 der Deutschen Presse-Agentur ein Interview. Dort nahm er zu diesem Urteil Stellung. Er kritisierte das Urteil im Besonderen, weil es dem Lebensschutz nicht den hohen Stellenwert gebe, der seiner Meinung nach notwendig sei. Zudem erwartet er eine wachsende Bedeutung der christlichen Hospizarbeit, da dort Hilfe beim Sterben und nicht Hilfe zum Sterben gegeben werde. Weiter sagte er, dass es bei einem Menschen, der sein Leben beenden wolle, nicht sinnvoll sei, den moralische Zeigefinder zu erheben. Es gehe auch nicht um die Lebensverlängerung um jeden Preis, aber, so der Bischof, Suizid sei nicht die Lösung.

Es wäre schön gewesen, wenn der Bischof Hospize im Allgemeinen genannt hätte. Nicht christliche Hospize leisten die gleiche Begleitung und Hilfe für Sterbende und deren Nahestehenden.

Jens Spahn

 

© BMG

Im Februar diesen Jahres kam das Urteil des Bundes-Verfassungsgerichtes bezüglich § 217. Der Paragraph wurde außer Kraft gesetzt, der Bundestag muss eine neue verfassungskonforme Neufassung finden. Zudem gibt es auch noch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes aus dem Jahr 2017, das entschied, dass das allgemeine Persönlichkeitsrecht aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz (GG) bei einem unheilbar kranken Menschen unter bestimmten Voraussetzungen auch das Recht zu entscheiden, wie und wann er aus dem Leben scheiden wolle, umfasse. Jens Spahn kündigte damals an, dies nach dem Urteil des Bundes-Verfassungsgerichtes bezüglich § 217, zu prüfen. Dies geschah bis heute nicht. Wenn auch der Minister sich momentan ausschließlich mit der Corona-Krise beschäftigt, es wird die Zeit kommen, Entscheidungen zu fällen, die verfassungskonform sein müssen. Auf Anfrage einer FDP-Bundestagsabgeordneten geht hervor, dass Jens Spahn weiterhin den Erwerb von bestimmten Medikamenten in tödlicher Dosis verbietet. Bei der entsprechenden Behörde, dem Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), die für die Bereitstellung der tödliche Dosis zuständig wäre, gingen seit dem Urteil des Bundes-Verfassungsgerichtes ’nur‘ sieben Anträge ein, dennoch muss auch hier das Urteil des Bundes-Verfassungsgerichtes beachtet werden.

Malteser

Bereits Anfang letzter Woche gaben die Malteser in mehreren Bistümern bekannt, dass Sie aufgrund der Conorona-Pandemie ihre ambulante Hospiz- und Trauerarbeit und den Herzenswunschkrankenwagen bis auf Weiteres einstellen. Die Dienste versuchen vermehrt mit den Betroffenen per Telefon zu kommunizieren. Zudem bieten die Dienste vermehrt an, Einkäufe und Besorgungen für Betroffene zu erledigen.

Bestattungen während der Corona-Krise

 

Stirbt ein Angehöriger in diesen Zeiten, kann die Beerdigung stark beeinträchtigt werden. Es gibt keine deutschlandweiten Regelungen, Bestattungsgesetze sind Sache der Länder.

Soll die Trauerfeier nicht verschoben werden, dann gilt grundsätzlich das Kontaktverbot. Ausnahmen sollten bei den örtlichen Behörden nachgefragt werden.

Soll die Trauerfeier auf die Zeit nach Corona verschoben werden, muss zuerst die Frage nach der Bestattungsart gestellt werden. In vielen Bundesländern ist ein Aufschub der Urnenbestattung möglich. Momentan liegt die Spanne zwischen wenigen Tagen bis zu sechs Monaten (Sachsen, Thüringen) nach Einäscherung. Die meisten Bundesländer sehen aber eine Ausnahmeregelung vor, auch hier die örtlichen Behörden kontaktieren.

Für die Beisetzung eines Leichnams sind die Fristen wesentlich kürzer. Hier stehen einer längeren Aufbewahrung des Leichnams auch praktische Gründe gegenüber. Die Kühlkapazitäten der Bestatter und Leichenhallen sind endlich und der Verwesungsprozess kann nicht vollständig und zeitlos aufgehalten werden.

Geht vom Leichnam ein Infektionsrisiko aus, muss grundsätzlich die Bestattung, unabhängig von der Bestattungsform, schnellst möglich vonstattengehen.

Aber auch bei den Bestattern ist die Not groß, die Lager werden zunehmend leerer. Sie brauchen Desinfektionsmittel, Mundschutz und Einweg-Handschuhe, um Verstorbene zu versorgen. Was passiert, wenn Bestatter aus diesem Grund ausfallen würden? Das sind alles Probleme, die wir so noch nicht kennen.

Hospiz Österreich

 

Der Dachverband Hospiz Österreich veröffentlicht auf seiner Homepage Hinweise, wie wir Sterbe- und Trauerbegleitung in Zeiten der Corona-Krise noch leisten können. Unter https://www.hospiz.at/moeglichkeiten-in-der-lebens-sterbe-und-trauerbegleitung-ohne-physischen-kontakt/ finden Sie Wertvolles, dass Angehörigen Anregungen und Ideen gibt, sich aktiv um Ihre Nahestehenden trotz Kontaktverbot kümmern zu können und Ihnen auch ohne physischen Kontakt nahe sein zu können.

Wichtige Hinweise in Zeiten von Corona

 

   

Die Mitglieder, Mitstreiter und Unterstützer des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes e.V. und der Fachgesellschaft für Palliative Geriatrie sind, wenn auch auf unterschiedliche Weise, in Ihrer Tätigkeit stark von der Corona-Krise betroffen. Deshalb haben beide Institutionen wichtige Hinweise und Verhaltensregeln auf Ihren Internetseiten veröffentlicht. Bitte informieren sie sich auf den folgenden Internetseiten:

https://www.dhpv.de/tl_files/public/Aktuelles/News/20200316_Arbeitshilfe_Corona_EF.pdf

https://www.fgpg.eu/wp-content/uploads/2020/03/FGPG-Empfehlungen-zur-Betreuung-betagter-und-gebrechlicher-Menschen-im-Kontext-Covid-19_20200322.pdf

 

Der Tübinger Notfallplan im Pflegeheim – 10 Jahre Erfahrungen

mit einem Geleitwort von Andreas Heller

 

 

Alle reden von ACP oder GVP. Advanced Care Planning oder die Gesundheitliche Vorsorgeplanung, wie immer man es nennen möchte, ist Bestandteil des HPG von 2015 und soll den Bewohner*innen von Altenpflegeheimen einen geordneten und fachlichen Dialog über das Leben und das Sterben ermöglichen und sie über eine hospizlich-palliative Versorgung am Ende des Lebens beraten. Doch die Idee, Menschen am Ende des Lebens im Altenpflegeheim ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zu begleiten ist nicht neu. Tanja Frank und Eva-Maria Mörike praktizieren diesen Prozess der Begleitung seit vielen Jahren. Die beiden Autorinnen haben ihr Konzept einer vorausschauenden Vorsorgeplanung, das von ihnen bereits vor über 10 Jahren entwickelt wurde und seit dieser Zeit auch durchgeführt wird, im „Tübinger Notfallplan“ zusammengefasst. Herausgekommen ist ein Buch, das an die Versorgungsrealität in Pflegheimen angepasst ist und dennoch den Bewohner*innen und deren Angehörigen ermöglicht, Würde und Selbstbestimmung zu wahren. Zudem stärkt der Tübinger Notfallplan die palliative Fachkompetenz der Pflegenden und gibt Sicherheit bei zu fällenden Entscheidungen. Aufgrund des Gesprächsprozesses entsteht erhöhte Achtsamkeit auf die Bedürfnisse der Bewohner*innen und Klinikeinweisungen am Ende des Lebens können so oftmals vermieden werden.

Doch der Tübinger Notfallplan begnügt sich nicht mit Allgemeinplätzen. Die Autorinnen haben Checklisten und Formulare entwickelt, die mit den Betroffenen gemeinsam erarbeitet werden und dann für den Notfall zur Verfügung stehen. Da diese Formulare in regelmäßigen Abständen mit den Beteiligten immer wieder überprüft werden, entsteht so ein Notfallplan der allen Beteiligten Sicherheit im Umgang mit kritischen Situationen gibt.

Das Buch ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie eine individuelle, menschenwürdige, hospizlich palliative kompetente Notfall-Sorge am Lebensende mit und für ältere Menschen im Pflegeheim praktiziert werden kann. Andreas Heller

Auch hier haben wir auf Folie verzichtet und haben umweltfreundliches Papier verwendet.

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Der neue Bundes-Hospiz-Anzeiger

 

 

Die aktuelle Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers ist soeben erschienen.

Schwerpunkt: Komplementäre Therapien.

In dieser Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers möchten wir Ihnen einige Therapien vorstellen, die sich im Hospiz und Palliative Care als wertvoll erwiesen haben. Komplementäre Therapien stellen eine Ergänzung zu den vorhandenen Behandlungs-/Begleitungsweisen dar.

Wir sprechen über Aromatherapie, Waschungen, Wickel, über den Einsatz von Heilkräutern, über Lama-Therapie, über Healing Touch, über Musiktherapie, über antroposophische Medizin, Pflege und Therapien. Zur Sprache kommen aber auch komplementäre Ansätze aus der Kinderpalliativversorgung, wie beispielsweise Akupunkturmassage, Softlaser-Akupunktur, Ohr-Akupressur, Ernährung und TENS. Aber auch das Märchen-Erzählen kann die Lebensqualität am Ende des Lebens positiv beeinflussen.

Zudem berichten wir vom Fachtag Palliative Care in der Behindertenhilfe und den Neuigkeiten aus dem DHPV.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann noch heute bestellen.

Bayern

 

Bayern möchte seine Hospizbetten in den nächsten Jahren erheblich ausbauen.

Wie das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege in Bayern bekannt gab, soll der Ausbau der stationären Hospizbetten in Bayern weiter vorangetrieben werden. In Bayern gibt es zurzeit 20 stationäre Hospize mit 215 Betten. Geht es nach dem Ministerium soll die Zahl der Hospizbetten auf 280 steigen.

Zudem gibt es in Bayern in 41 Krankenhäusern eine Palliativstation. Dort stehen insgesamt 480 Betten zur Verfügung.

Damit würde zukünftig die Kapazität auf 760 Palliativbetten* in Bayern steigen. Die Europäische Gesellschaft für Palliative Care (EAPC European Association Palliative Care ) empfiehlt 80-100 Palliativbetten pro 1 Mio. Einwohner. Bei einer Einwohnerzahl von 13 Millionen würde das für Bayern 1.040-1.300 Palliativbetten bedeuten.

Uns würde Ihre Meinung interessieren. Macht es Sinn, solche Zahlen als Richtwert zu nutzen? Wäre Bayern dann unterversorgt? Schreiben Sie uns auf facebook, wir sind gespannt auf Ihre Meinung.

*Die EAPC gibt keine Empfehlung bezüglich der Aufteilung der Betten in Hospiz- und Palliativstationsbetten vor, denn dieses Verhältnis muss den regionalen Gegebenheiten angepasst werden.

Belgien

 

Wenn bestimmte Kriterien* eingehalten werden, dann kann in Belgien ein Antrag auf Euthanasie gestellt werden, wobei Euthanasie in Belgien definiert wird, als eine (medizinische) Handlung, die von einem Arzt ausgeführt wird und die das Leben einer Person auf deren Wunsch vorsätzlich beendet. Es besteht aber kein Recht auf Euthanasie, eine entsprechende Kommission prüft die Anträge. Ärzt*innen sind jedoch nicht verpflichtet, eine Euthanasie durchzuführen. Das Gesetz gilt seit 2002.

Die Kommission für die Kontrolle und Bewertung der Euthanasie (CFCEE) veröffentlich jährlich Zahlen zu den Sterbefällen in Belgien. So starben in Belgien im Jahr 2003** 106.209 Menschen. 259 davon, das entspricht 0,2 Prozent der Sterbefälle, verstarben unter Inanspruchnahme der Euthanasieregelung. Im Jahr 2018*** war der Anteil an Menschen, die die Sterbehilfe wahrgenommen hatten, auf 2,3 Prozent der Sterbefälle angewachsen. Das ist eine Verzehnfachung in einem Zeitraum von 15 Jahren. Oder sind es „nur“ 2,3 Prozent der Verstorbenen? Wie ist Ihre Meinung dazu? Verraten Sie uns Ihre Meinung auf facebook.

Mehr Infos hierzu finden Sie unter: https://fowid.de/meldung/sterbehilfe-belgien-2003-2017

*Kriterien:

..Der Patient muss volljährig (oder ein für mündig erklärter Minderjähriger) und zum Zeitpunkt der Bitte um Sterbehilfe handlungsfähig und bei Bewusstsein sein.

..Die Bitte um Sterbehilfe muss freiwillig, überlegt und wiederholt formuliert worden sein. Sie darf nicht durch Druck von außen zustande gekommen sein.

..Des Weiteren muss sich der Patient in einer medizinisch aussichtslosen Lage befinden und sich auf eine anhaltende, unerträgliche körperliche oder psychische Qual berufen, die nicht gelindert werden kann und die Folge eines schlimmen und unheilbaren unfall- oder krankheitsbedingten Leidens ist.

** Zeitraum 22.09.2002 bis 31.12.2003

***vorläufig offizielle Zahlen

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