Musik liegt in der Luft

 

Die Reihe Palliative Care für Einsteiger haben wir um einen weiteren, wertvollen Band erweitert: Musik in der Begleitung am Lebensende von Simone, Viviane Plechinger

Musik ist eine Möglichkeit, im palliativen Setting emotional und funktional für den Erhalt oder die Verbesserung der Lebensqualität zu sorgen.

Studien zufolge konnten auch positive Effekte auf das Empfinden von Schmerzen, Angstzuständen und das spirituelle Wohlbefinden festgestellt werden. Musik kann, wie sonst kein anderes Medium, Gefühle auslösen, Erinnerungen wecken und stimmungsaufhellend wirken. Um aber wirksam werden zu können, braucht es die Bereitschaft, sich auf sie einzulassen und dies gilt für alle Beteiligten.

Anhand ihrer musiktherapeutischen Begegnungen möchte Simone Plechinger die Wirkungsweisen von Musik verdeutlichen und den Leser dazu ermutigen, selbst herauszufinden wie Musik in der eigenen Begleitung eingesetzt werden kann. Haupt- und ehrenamtlich Begleitende können hier gleichermaßen Impulse für ihre Arbeit finden.

Simone Plechinger möchte aber auch auf tief verwurzelte Glaubenssätze, die sich um die Musiktherapie ranken, eingehen und manchen falschen Mythos zerstören.

Das Buch erscheint Ende April und kann auf unserer Homepage hier vorbestellt werden.

 

Vor Kurzem erschienen: Tübinger Notallplan

 

Alle reden von ACP oder GVP. Advanced Care Planning oder die Gesundheitliche Vorsorgeplanung, wie immer man es nennen möchte, ist Bestandteil des HPG von 2015 und soll den Bewohner*innen von Altenpflegeheimen einen fachlichen Dialog über das Sterben ermöglichen und sie über eine hospizlich-palliative Versorgung am Ende des Lebens beraten. Doch die Idee, Menschen am Ende des Lebens im Altenpflegeheim ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zu begleiten ist nicht neu. Tanja Frank und Eva-Maria Mörike praktizieren diesen Prozess der Begleitung seit vielen Jahren. Die beiden Autorinnen haben ihr Konzept einer vorausschauenden Vorsorgeplanung, das von ihnen bereits vor über 10 Jahren entwickelt wurde und seit dieser Zeit auch durchgeführt wird, im „Tübinger Notfallplan“ zusammengefasst. Herausgekommen ist ein Buch, das an die Versorgungsrealität in Pflegheimen angepasst ist und dennoch den Bewohner*innen und deren Angehörigen ermöglicht, Würde und Selbstbestimmung zu wahren. Zudem stärkt der Tübinger Notfallplan die palliative Fachkompetenz der Pflegenden und gibt Sicherheit bei zu fällenden Entscheidungen. Aufgrund des Gesprächsprozesses entsteht erhöhte Achtsamkeit auf die Bedürfnisse der Bewohner*innen und Klinikeinweisungen am Ende des Lebens können so oftmals vermieden werden.
Doch der Tübinger Notfallplan begnügt sich nicht mit Allgemeinplätzen. Die Autorinnen haben Checklisten und Formulare entwickelt, die mit den Betroffenen gemeinsam erarbeitet werden und dann für den Notfall zur Verfügung stehen. Da diese Formulare in regelmäßigen Abständen mit den Beteiligten immer wieder überprüft werden, entsteht so ein Notfallplan der allen Beteiligten Sicherheit im Umgang mit kritischen Situationen gibt.

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Corona lässt den einen wenig Zeit zur Muße, die anderen leider darunter, dass sie so wenig tun können. Gerade in solchen Zeiten sollten wir uns zurücklehnen können und innehalten können. Was trägt uns und was gibt auch wieder Kraft? Zwei Bücher, die uns genau dazu einladen.

Sorgekunst

 

In Gesellschaften des langen Lebens braucht es Mut, das Leben bis zuletzt anzunehmen. Die Lektüre dieses Büchleins erfordert Mut und soll Mut zurückgeben, um das alltägliche Leben im Jetzt vom Ende her zu betrachten. Die antike Philosophie war der Überzeugung: Dieser Mut ist notwendig, um das Denken klarer zu machen. Was sind die Möglichkeiten des Glücks? Wie lässt sich Vertrauen zu Mitmenschen aufbauen?

Dieses Denken entspricht der „Sorge“. Die Sorge hat zwei Seiten. Sorge beschwert. Der Tod, der Voraus-Blick auf die eigene mögliche Gebrechlichkeit und das Lebensende wecken diese Sorge. Die zweite Seite der Sorge ist aktiver. Sorgen heißt: Verantwortung übernehmen, sich kümmern, bedenken, gestalten, nicht ausweichen. Auf dem Spiel steht eine neue Sorgekunst.

Dieses Mutbüchlein steht in der langen Tradition der Lebenskunstliteratur. Es ermutigt zu einer Sorge um sich, mit Anderen und für Andere. Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer für ein wesentlicheres Leben in menschlichen Beziehungen, hier und heute. Es wird getragen von der Einsicht, dass nicht „Planung“ der angemessene Umgang mit den existenziellen Herausforderungen ist, sondern Sorgekunst.

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Lebenskunst und Lebensangst

 

Lebenslust und Lebensangst – jeder, der Sterbende auf Ihrem Weg begleitet kennt diese Gefühle, Angst und Freude liegen oft nahe beieinander. Franco Rest, Mitbegründer hospizlichen Handelns in Deutschland, weiß das wie kein anderer und erzählt davon. Seine Erzählungen kommen aus dem Leben und dem Sterben. Existentielle Entscheidungen, die auf Basis ethischer Betrachtung und Nachdenklichkeit erörtert werden, er kleidet sie in Erzählungen. Franco Rest hat seine Erzählungen mit der Betrachtung der Themenfelder erweitert, hat wichtige Entscheidungsfelder klar herausgehoben und so zum Leben und zum Sterben klar Stellung bezogen. Jeder Mensch, der andere begleitet, muss dieses Buch lesen. Es berührt Themen, über die wir immer wieder nachdenken sollten.

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Ohne Ehrenamt ist Hospiz nicht möglich. Zeit, uns eingehender mit dem was Ehrenamtliche bewegt, zu befassen.

Die Kunst der Begleitung

 

Ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen arbeiten oft im Hintergrund. Mit diesem Buch treten sie aus dem Schatten. Hospizbegleiterinnen erzählen Geschichten aus ihren Begleitungen existenziell und erhellend. Sie praktizieren eine eindrucksvolle Kunst der Begleitung, finden Zugang zu völlig fremden Menschen, bauen Brücken und Beziehungen zu Personen, Familien und Freundinnen in der oft zerdehnten letzten Lebensphase.

Ihre Haltung ist von solidarischem Dasein, von akzeptierender Offenheit, einem unmittelbaren Mitgefühl und einem akzeptierenden Verständnis geprägt. Die Mitsorge mit den immer auch fremden sterbenden Menschen geschieht im Geist der Gastfreundschaft, der Hospitalität. So wird ein wichtiger Beitrag für eine friedlichere Gesellschaft geleistet, denn Hospizarbeit („hospeace“) ist Friedensarbeit.

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Ehrenamtliche Hospizarbeit in der Mitte der Gesellschaft?

 

Die Hospizbewegung hat zu einem menschenwürdigeren Umgang mit Sterbenden und ihren Angehörigen in Deutschland wesentlich beigetragen. Die Wissenschaft hierzulande hat sich jedoch bis jetzt kaum mit der Hospizbewegung befasst. Dieses Defizit gilt im Besonderen für die Erforschung ehrenamtlicher Tätigkeit in diesem Feld. Der für die Hospizarbeit tragende Boden des freiwilligen Engagements für Menschen am Lebensen- de verändert sich heute aufgrund des gesellschaftlichen Wandels radikal – und das wird auch die Hospizbewegung verändern. Umso wichtiger ist es, dieses Feld systematisch in den empirisch-analytischen Blick zu nehmen.

Im vorliegenden Buch wird folgenden Fragen nachgegangen: Welche Einstellungen sind gegenüber dem hospizlichen Ehrenamt in der Gesellschaft vorhanden? Welche Merk- male weist das ehrenamtliche Engagement aus Sicht von Koordinator*innen ambulanter Hospizdienste auf? Welches Selbstverständnis haben Ehrenamtliche? Wie sehen Hausärzt*innen und Pflegende ehrenamtliches Engagement für Patient*innen am Le- bensende? Schließlich: Wie steht es um die Frage nach der Zugangsgerechtigkeit – so- wohl für jene, die sich für eine Tätigkeit als hospizliche*r Begleiter*in interessieren, als auch für jene, die eine solche Begleitung für sich wünschen?

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Kurshandbuch Ehrenamt

 

Wurzel und Kern der Hospizbewegung war und ist das leidenschaftliche, bürgerliche Engagement ehrenamtlich tätiger Menschen – hospizliches Denken und Handeln als Menschenpflicht. Mitstreiter der ersten Stunde berichten über den Geist und die Entwicklung der Bewegung. Hospiz ist Haltung.

Doch seit diesen ersten Anfängen ist viel entstanden. Ehrenamtliche sind heute Experten auf Ihrem Gebiet. Wie sieht dieses Expertentum aus? Ehrenamtliche nehmen eine lange und profunde Ausbildung auf sich, durchschnittlich 100 Stunden Befähigungskurse und mindestens 20 Stunden Hospitation. Hospiz ist Haltung. Das Buch widmet sich grundsätzlich diesem Thema und arbeitet es ein grundsätzliches Fundament als Handlungsleitfaden heraus. Das Buch bleibt dabei aber nicht im Theoretischen stecken, sondern orientiert sich an der Praxis. Was kann, will, soll Ehrenamt leisten? Und was nicht! Hospiz ist Haltung. Expertentum im Ehrenamt orientiert sich in anderen Dimensionen wie dies im Pflege- und Medizinbereich der Fall ist. Der Mensch als Ganzes steht im Vordergrund. Dies gilt auch für den „Lohn“ der Arbeit; im Vordergrund stehen hier Wertschätzung und Anerkennung als gleichwertiger Partner.

Ehrenamtliche bilden aber auch ein wertvolles Bindeglied zur Gesellschaft. Sterben soll wieder zurück in die Gesellschaft geholt werden. Ist diese Entwicklung in Gefahr? Wo stehen Ehrenamtliche heute im Hospiz und der palliativen Versorgung? Aufgrund der zunehmenden Professionalisierung müssen alle Beteiligten ihre Parameter neu justieren. Aus dieser jahrelangen Arbeit ist das Leitbild Ehrenamt in der Hospizarbeit entstanden – zehn Bausteine. Hospiz ist Haltung.

Abgerundet wird dieses Kurshandbuch durch nützliche und praxisnahe Hilfen. Ein Buch, dass in jedes Hospiz, jede Palliativeinrichtung und in jeden Bücherschrank eines Ehrenamtlichen im Hospiz gehört.

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Darum mache ich es

 

Ehrenamtliche geben ihren Beitrag zur Begleitung umsonst. Warum machen sie das? Was treibt sie an, welche Motivation und welche Erwartungen knüpfen sie an ihre Arbeit?

Anne Goossensen und Mart Sakkers haben Ehrenamtliche befragt und beabsichtigen mit diesem Buch aus den praktischen Berichten der Ehrenamtlichen, verknüpft mit der Wissenschaft, eine Theorie verständlich zu machen, die den empfundenen Wert dieser Arbeit verdeutlicht.

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Bundes-Hospiz-Anzeiger

 

 

Soeben im hospiz verlag erschienen: die neue Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers mit dem Schwerpunkt „Buntes Ehrenamt“

Hospiz möchte sich, mehr denn je, für Ehrenamtliche aller Altersgruppen und alle Geschlechter öffnen. Und Ehrenamt ist vielfältig geworden, die Aufgaben sind vielfältiger geworden.

Wir stellen das Projekt „Junge Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung“ vor, ein Projekt das in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erarbeitet wurde und sich Gedanken darüber macht, wie und wo junge Menschen in der Hospizarbeit ihren Beitrag leisten können. Zudem muss über neue Formen der Qualifizierung und der Organisation nachgedacht werden.

Aber nicht nur junge Menschen sollen vermehrt für dieses Ehrenamt gewonnen werden, auch sind männliche Ehrenamtliche immer noch weit in der Unterzahl gegenüber dem weiblichen Geschlecht. Das sollte sich ändern, die hospiz-initiative kiel e.V. nahm sich dieser Problematik an. Resultat: es gilt, gesellschaftliche Stereotypen aufzubrechen.

Offen für alle Bevölkerungsgruppen bedeutet auch offen für andere Kulturen. Hospizarbeit an der Uniklinik Essen möchte Brücken bauen – zu unterschiedlichen Sprachen, zu unterschiedlichen Religionen, zu unterschiedlichen Kulturen, doch was heißt das?

Corona ist das alles bestimmende Thema unserer Tage. Dabei gerät das Urteil des Verfassungsgerichtes zum § 217 vom 26.2.2020 fast schon in Vergessenheit. Doch dieses Gesetz wird uns bestimmt länger geschäftigen als die Corona-Krise und es wird grundlegende Auswirkungen auf Hospiz und die gesamte Gesellschaft haben. Hier eine Stellungnahme des Gesamtvorstandes und der Geschäftsstelle des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes e.V. zu diesem einschneidenden Urteil.

Was gibt es noch zu berichten? Der Fachtag der Kübler-Ross-Akademie versuchte über Grenzen zu blicken – denn wir haben nicht immer alles im Griff. Susanne Hirsmüller und Christian Schulz-Quach griffen diese Grenzen und deren Bewältigung auf.

Wenn Sprache fehlt – Teil 3 unserer Serie: Emotionserkennung im Hospiz. In diesem Teil befasst sich die Autorin mit Verachtung und Überraschungen.

Nicht zu vergessen – unsere News…

Haben wir Ihr Leseinteresse geweckt?

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Zu guter Letzt ein bisschen Boulevard

 

Prinz Andrew, zweitältester Sohn der Queen Elsabeth II hat nur zusammen mit seiner Ex-Ehefrau Sarah Ferguson Care-Pakete für das Hospiz in Windsor gepackt. Das ist natürlich gut. Problematisch erschien nur, dass Sarah Fergusons Assistentin das fleißig aus Instagram gepostet hat. Die Reaktionen blieben nicht aus, denn Prinz Andrew weigert sich, mit den US-Behörden bei der Aufklärung der Epstein-Vergehen, insbesondere bei der Aufklärung sexuellen Mißbrauchs minderjähriger Mädchens zu kooperieren. Die Bilder als Care-Pakete für Hospize packende Mitmensch könnten auch als Selbsthilfe, um das eigene Image wieder zu verbessern gewertet werden. Dementsprechend waren auch die Kommentare auf Instagram. Näheres dazu finden sie auch auf youtube.

Grenzen – Ein Kommentar.

 

 

Heute erhielt ich ein Email von „Tanja aus Erlangen“. Ich kenne keine Tanja aus Erlangen, aber natürlich habe ich mir die Email angesehen, man vergisst ja doch so einiges. Tanja machte mit ein Angebot, denn Tanja möchte, dass ich meine Lieben schütze. Das ist nett von Tanja. Tanja weiß auch wie „hoch emotional“ und was für eine „schwere Zeit auf meine Angehörigen zukommt“. Tanja ist mitfühlend und weil das so ist, hilft Tanja mir – mit einer „Trauerfall-Vorsorge“, ohne Wartezeit, ohne Gesundheitscheck. Tanja mag mich. So kann ich für meine Hinterbliebenen sorgen – indem ich im Voraus meine Beerdigung an eine Versicherung zahle.

 

Ok so? Nein. Wenn Menschen für Ihre Bestattung vorsorgen möchten, ist das verständlich und wer möchte, solle dies bitte auch so machen. Auch Unternehmen, die dort ein Geschäftsmodell entdeckt haben, gehören zu unserer heutigen Gesellschaft und sind auch legitim. Aber warum komme ich mir dennoch „übers‘ Ohr gehauen“ vor? Weil hier Dinge vermischt werden, die so nicht vermischt werden dürfen. „Trauerfall-Vorsorge“ ist ein Geschäftsmodell von Versicherungen, es geht hier nur und ausschließlich um Geld und um das Geld-Verdienen von Versicherungskonzernen, nicht um Sorge. Und eigentlich geht es um eine Wette: Je jünger der Versicherungsnehmer, desto günstiger die Prämie – denn je jünger, desto länger lebt der Versicherungsnehmer und zahlt deshalb länger, d.h. mehr Geld ein. Pech für die Versicherung, wenn ein Mensch jung verstirbt, aber das hat die Versicherung bereits berechnet und ist Bestandteil der Prämie.

Die Emotionen und Ängste der Menschen, meine Liebe zu meinen Angehörigen und besonders zu meinen Kindern mit angeblicher Sorge, die sich aber als reines Gewinnstreben der Versicherungen entpuppt, zu vermischen, das ist nicht ok.

Und warum erhalte ich gerade in Corona-Zeiten ein solches Email? Der Vertrieb der Versicherungen läuft auf Hochtouren, denn jetzt wird die Angst der Menschen vor dem Tod genutzt.

Übrigens, Tanja wusste sogar, dass ich eine Frau bin…Hoffentlich weiß sie in ein paar Jahren nicht, wie alt ich bin, welche Schuhgröße ich habe und wer meine Freunde sind…

Trauer in Corona-Zeiten

 

Wir erhielten eine Email vom TrauerInstitut Deutschland Chris Paul. Chris Paul hat mit einem Team erfahrener Berater*innen das Unterstützungsprojekt KontCt2020 ins Leben gerufen. Dort können Corona-Betroffene von einem erfahrenen Berater*in nicht nur kostenlos beraten werden, sondern die Experten übernehmen für die Zeit der Corona-Betroffenheit eine kostenfreie Patenschaft. Nähere Infos finden Sie unter:

https://www.chrispaul.de/kontact2020/

 

Ideen in Zeiten der Krise

 

Vielen Dank für Ihre Rückmeldungen, wir haben uns sehr gefreut. Wir berichten Ihnen hier, was Sie uns geschrieben haben:

Briefe, Emails, SMS, WhatsApp, werden von vielen und von allen Seiten rege genutzt. Auch kleine Postkarten von Angehörigen mit dem einfachen Satz: ich hab‘ dich lieb, bewirken viel.

Ehrenamtliche erledigen Einkäufe. Zu Ostern haben viele Selbstgebackenes, Blumen und Karten vor die Haustüren gelegt oder in Seniorenheimen abgegeben. Ein Hospiz in Baden-Württemberg hat für zwei in ihrem Einzugsbereich liegende Pflegeheime 130 Muffins für das Pflegepersonal gebacken. Die Freude über diese Wertschätzung war groß.

Ehrenamtliche nähen Schutzmasken, die Hauptamtlichen als Geschenk an Betroffene und Angehörige verteilen.

Das Telefon ist in diesen Zeiten unverzichtbar. Gespräch mit Betroffenen, aber auch telefonische Supervision für Ehrenamtliche und einfach nur Gespräche untereinander führen zu regem Austausch.

Aber auch das Internet verbindet. Videochats, wöchentliche oder halbwöchentliche Denkanstöße für Betroffene, Haupt- und Ehrenamtliche, wie das Hospiz in Ludwigshafen es praktiziert, können zumindest helfen, innezuhalten oder einfach helfen, aufzutanken und sich verbunden fühlen.

Doch wir wissen auch, dass all das aus unserer Sicht sehr wenig ist – und das tut weh. Das auszuhalten, das ist es, was uns besonders herausfordert, wie uns eine Koordinatorin aus Bad Segeberg schrieb.

Eine Koordinatorin schrieb uns, dass wir laut werden sollen, damit wir auf die Situation sterbender und trauernder Menschen aufmerksam machen.

Aber Corona gibt uns, wenn auch unfreiwillig, Zeit, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten und/oder uns in Fachgebiete zu vertiefen, für die man sonst keine Zeit gefunden hat.

Die Hospizakademie Nürnberg bietet für alle Interessierten nun eine Plattform, wo Haupt- und Ehrenamtliche zusammenkommen können. Die Plattform dient als Ideenbörse und Kommunikationsplattform zur Weitergabe von neuen Entwicklungen und neuen Wegen, die in der Hospizarbeit gegangen werden. Auf der Plattform wurden bereits viele Ideen zusammengetragen, damit wir voneinander lernen können und uns auch austauschen können darüber, was macht Sinn und was nicht. Durch dieses Voneinander-Lernen entsteht wieder Neues. Und hier erhalten Sie auf die eine oder die andere Frage vielleicht eine neue Antwort. Einfach reinschauen unter:

www.hospizakademie.schul-moodle.de und sich dort als Gast anmelden.

Zum Abschluss möchten wir noch aus einem Interview mit der Leiterin des Hospizes Leuchtfeuer in Hamburg zitieren: „Ich denke, wir werden noch lange mit dem Virus leben, ein Danach wird es so schnell nicht geben.“

Mit dem Virus in der hospizlichen Begleitung zu leben, ist die größte Herausforderung, denn es stellt alles, was wir machen auf den Kopf. Bitte berichten Sie uns weiter, wir veröffentlichen gerne Ihre Gedanken, Anregungen und Ihren Umgang mit der Krise.

Zukunftsforscher arbeiten u.A. mit einer bestimmten Frage, die wir auch Ihnen gerne stellen möchten: In vielen Bereichen stehen große Veränderungen an. Nach der Krise wird es nicht mehr wie vor der Krise sein. Wie wird die Hospizarbeit in einem Jahr aussehen? Was wird sich verändern? Eine Leiterin eines Berliner Hospizes berichtete beispielsweise, dass sie sich bereits Sorgen um ihre Förderer macht. Aber vielleicht müssen wir nicht nur Sorgen haben?

Bitte teilen Sie uns Ihre Gedanken dazu mit – per Email, Brief, WhatsApp oder facebook, wir freuen uns auf Ihre Antworten.

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