LEBEN Selbstbestimmung und Lebensschutz:

Selbstbestimmung und Lebensschutz-Ambivalenzen im Umgang mit der Beihilfe zur Selbsttötung
Jutta Ataie, Carmen Berger-Zell, Astrid Giebel

29,99 

Vorbestellung durch den Kauf des Buches möglich.

Auslieferung und Rechnungsstellung erfolgt mit Erscheinen des Buches: Mitte Dezember 2021

 

ISBN 9-783946-527459

Erscheinungsdatum: 20.12.2021
 

Beschreibung

Erneut steht ein gesellschaftlicher, politischer und parlamentarischer Diskurs um die Beihilfe zur Selbsttötung an. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Februar 2020 zu § 217 StGB Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Beihilfe zum Suizid verpflichtet den Gesetzgeber zu Gesetzesänderungen, die die Suizid-Assistenz grundsätzlich erlauben.

Die Diakonie Deutschland als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege hat sich in einem umfangreichen Meinungsprozess vom Herbst 2020 bis Herbst 2021 mit den verschiedenen Auswirkungen und Folgen befasst, die mit einer gesetzlichen Neuregelung der Beihilfe zur Selbsttötung durch den 20. Deutschen Bundestag einhergehen können. Einbezogen hat sie dabei die Perspektiven derer, die einen Assistierten Suizid für sich in Erwägung ziehen, die Angehörige eines Menschen sind, der einen Suizid begangen hat, die Verantwortung für einen Berufs- oder Fachverband tragen oder Vorstand von beziehungsweise haupt- oder ehrenamtlich Mitarbeitende in Diensten und Einrichtungen der gesundheitlichen Versorgung sind. Zahlreiche Expertinnen und Experten haben diesen facettenreichen Meinungsbildungsprozess unterstützt. Dieser Band spiegelt Erkenntnisse hieraus wieder, die um eine zentrale Grundfrage kreisen: Wie begegnen wir einander persönlich oder gesellschaftlich als Menschen, von denen – ganz menschlich – sich eine oder einer mit Sterbewünschen, suizidalen Gedanken oder dem Wunsch nach Suizidassistenz beschäftigt? Wie gehen wir damit um, wenn sich jemand Beistand angesichts ihrer oder seiner Lebensmüdigkeit wünscht?  Denn Suizidale Äußerungen sind keineswegs frei von Ambivalenzen, Zweifeln und Widersprüchen. Die wichtigste Erkenntnis: Das offene Gespräch über einen Suizidwunsch entlastet bereits, trägt zur Enttabuisierung bei und wirkt oft schon Suizidpräventiv.

Dieser Band bringt Statements und Voten aus Berufs-, Fachverbänden, Kirche und Diakonie (auch aus katholischer Sicht) zu Gehör, erörtert ­juristische Implikationen des Urteils und setzt sich mit theologischen und ethischen Perspektiven auseinander. Zudem beleuchtet er Aspekte der Prävention, Beratung und Begleitung von Lebensmüden bzw. Sterbewilligen und trägt Sichtweisen aus Hospiz und Palliative Care ein. Zwei Beispiele zeigen, wie diakonische Träger mit der Frage nach der Beihilfe zur Selbsttötung umgehen. Und es werden suizidpräventive Wege einer sorgenden Gesellschaft eingetragen.

 

360 S., sw, Esslingen 2022

der hospiz verlag

EUR 29,99 (D); EUR 30,90 (A)