Beschreibung
Das Sterben eines Menschen bleibt als wichtige Erinnerung zurück bei denen, die weiterleben. Aus Rücksicht auf sie, aber auch aus Rücksicht auf den Sterbenden ist es unsere Aufgabe, einerseits zu wissen, was Schmerz und Leiden verursacht, andererseits zu wissen, wie wir diese Beschwerden effektiv behandeln können.
Was immer in den letzten Stunden geschieht, kann viele Wunden heilen, aber auch in unerträglicher Erinnerung verbleiben …
„Cicely Saunders“
Ausgehend von diesen Prinzipien der Behandlung in den letzten Tagen des Lebens hat Symptomkontrolle die höchste Priorität und geht einher mit der Überprüfung der Medikation angesichts der Intensität auftretender Symptome.
Zentrale Aspekte der Levin-Symptomkontrolle sind
- Schmerztherapie: Grundregeln sind die regelmäßige Gabe von Medikamenten, bevorzugt oral oder subkutan, und die Prophylaxe von Opiat-Nebenwirkungen.
- Medikamenten-Empfehlungen: Nutzung von Koanalgetika wie Dexamethason, Amitryptilin, Antiepileptika, Sedativa und Bisphosphonaten.
- Sterbephase: In der letzten Lebensphase steht das subjektive Wohlbefinden des Patienten im Vordergrund, und nicht mehr notwendige Medikamente (z. B. Laxanzien, Diuretika) sollten abgesetzt werden.
- Unterstützungsangebote: Ambulant erlaubt sowohl das AAPV und das SAPV Konzept es, Symptomkontrolle bei Sterbenden zu verordnen, um eine 24-Stunden-Betreuung zuhause zu ermöglichen.
- Qualität: Die Konzepte betonen eine ganzheitliche Betrachtung, die körperliche, emotionale, soziale und spirituelle Bedürfnisse berücksichtigt.

