die hospiz zeitschrift – Ausgabe 60

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Schwerpunktthemen
1. Juni 2014

die hospiz zeitschrift Ausgabe Nr. 60 (02/2014)

Liebe Leserinnen und Leser,

„Der Kontakt mit Demenz und anderen Formen schwerer kognitiver Beein – trächtigung kann und sollte (!) uns aus unseren üblichen Mustern der über – triebenen Geschäftigkeit, des Hyperkognitivismus und der Geschwätzigkeit herausführen in eine Seinsweise, in der Emotion und Gefühl viel mehr Raum gegeben wird. Demente Menschen, für die das Leben der Emotionen oft inten – siv und ohne die üblichen Hemmungen verläuft, haben den Rest der Menschheit unter Umständen etwas Wichtiges zu lehren.“ (Tom Kitwood in „Dementia revisited“ 1997).

Das schreibt Tom Kitwood, der Begründer des Person-zentrierten Ansatzes für Menschen mit Demenz v or etwa 20 Jahr en. Kitwoods Aussage hat nichts an Aktualität verloren – Menschen mit Demenz haben den Rest der Gesellschaft e twas Wichtiges zu lehr en und sie k önnen uns helf en aus unserer „Geschwätzigkeit“ herauszufinden.

Demenz ist eine Krankheit des „Aus der Welt Gehens“, schreibt Katharina Gröning in dieser Ausgabe der hospizzeitschrift in dem sie Jean Amer y zi- tiert. Menschen mit Demenz sind in hohem Maße „Care-bedürftig“. Um mit den zunehmenden Verlusten, die die Demenz mit sich bringt, umgehen zu können, brauchen von Demenz Betroffene und ihre Angehörigen Palliative Care. Und zwar nicht erst in der unmittelbaren Sterbebegleitung sondern von Anfang an, ganz im Sinne von „Lebensbegleitung bis zuletzt“. Deshalb widmen wir diese A usgabe den Mensc hen, die v on Demenz be troffenen sind. Wir schauen dort genauer hin, wo Menschen mit Demenz bis zuletzt leben und sterben: in die betreuten Wohngemeinschaften, in die „neue Mo- de“ der Demenzdör fer und in die Kr ankenhäuser, die einen V ersorgungs- auftrag für Menschen mit Demenz haben.

Menschen mit Demenz sind r adikal auf U nterstützung verwiesen. Aber: „Anderen zur Last zu fallen… das wollen wir nicht.“, so der Autor. Ein Plädo- yer für eine neue „Sorgefähigkeit“ der Gesellschaft, gegen eine Legalisie- rung des „unverantwortlich“ assistierten Suizids.

Darüber hinaus setzt sich dieses Heft auch – wie gewohnt – mit anderen wichtigen Kernaufgaben der Hospizbewegung auseinander, mit dem Ehren- amt, mit dem Facettenreichtum von Spiritualität in der Hospizarbeit und mit konkreten Berichten aus der Praxis.

Dass der würdevolle Umgang mit Menschen mit Demenz Kernaufgabe der Hospizbewegung ist– das will diese A usgabe der hospiz zeitsc hrift deut- lich machen. Wir wünschen Ihnen eine pr oduktive und – im Sinne T om Kitwoods – eine möglichst wenig „geschwätzige“ Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Anliegen.

Hospiz und Dementia Care
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