FuturePall-Studie

10,4 Prozent mehr Bedarf an stationärer Palliativversorgung bis 2035

Wie wird sich der Bedarf an spezialisierter stationärer Palliativversorgung in Deutschland entwickeln? Die aktuelle FuturePall-Studie liefert dazu eine wichtige Prognose – und zeigt, dass sich die Versorgungslandschaft auf einen deutlichen Anstieg einstellen muss.

Ausgangspunkt der Analyse sind die bundesweiten Versorgungsdaten des Jahres 2021. Auf dieser Grundlage haben die Forschenden berechnet, wie sich der demografische Wandel auf die spezialisierte stationäre Palliativversorgung (SIPC) bis zum Jahr 2035 auswirken wird. Das Ergebnis: Die Zahl der Fälle wird voraussichtlich von 108.645 Fällen im Jahr 2021 auf 119.923 Fälle im Jahr 2035 steigen – ein Zuwachs von 10,4 Prozent innerhalb von 14 Jahren.

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ISBN 978-3-94652743-5

Treiber dieser Entwicklung ist vor allem die Alterung der Bevölkerung. Während die Gesamtzahl der Erwachsenen in Deutschland weitgehend stabil bleibt, wächst der Anteil älterer und hochbetagter Menschen deutlich. Besonders die Altersgruppe der über 65-Jährigen wird künftig einen größeren Anteil der palliativmedizinisch versorgten Patientinnen und Patienten ausmachen.

Die Studie zeigt außerdem, dass regionale Unterschiede bestehen bleiben werden. Der zukünftige Bedarf hängt nicht nur von demografischen Entwicklungen ab, sondern auch von den vorhandenen Versorgungsstrukturen und Kapazitäten vor Ort. Die Autorinnen und Autoren sehen daher Handlungsbedarf bei der langfristigen Planung von Personal, Bettenkapazitäten und sektorenübergreifenden Versorgungsangeboten.

Für Hospiz- und Palliativeinrichtungen unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung einer frühzeitigen strategischen Weiterentwicklung. Denn die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft werden nicht erst in ferner Zukunft sichtbar – sie zeichnen sich bereits heute ab.

Zum Weiterlesen:

FuturePall: Forecasting the specialized inpatient palliative care in Germany based on demographic trends and utilization rates (BMC Palliative Care, 2026).

Originalartikel: https://link.springer.com/article/10.1186/s12904-026-02130-z

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