Muslimische Patientenverfügung

Handreichung zur Erstellung für MuslimInnen in Deutschland

Wie möchte ich behandelt werden, wenn ich meinen Willen selbst nicht mehr äußern kann? Diese Frage beschäftigt viele Menschen – insbesondere dann, wenn persönliche Glaubensüberzeugungen bei medizinischen Entscheidungen eine wichtige Rolle spielen. Die Handreichung „Patientenverfügung für Musliminnen und Muslime in Deutschland“ bietet hierfür eine fundierte und praxisnahe Orientierung.

Sie verbindet medizinische, rechtliche und islamisch-theologische Perspektiven und unterstützt dabei, eine Patientenverfügung zu verfassen, die sowohl den eigenen Werten als auch den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland entspricht. Dabei versteht sich die Handreichung ausdrücklich nicht als religiöse Vorgabe oder Fatwa. Vielmehr stellt sie unterschiedliche islamische Positionen verständlich dar und schafft damit die Grundlage für eine selbstbestimmte, informierte Entscheidung.

Einsichten in die Lebenswelten von Senior_innen mit Migrationserfahrung

32,99 

inkl. MwSt.
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ISBN 978 3946 5276 64

Anhand leicht verständlicher Erläuterungen werden zentrale Fragen behandelt: Wann können lebenserhaltende Maßnahmen beendet werden? Wie sind künstliche Ernährung, Beatmung oder Schmerztherapie aus medizinischer, rechtlicher und islamischer Sicht einzuordnen? Welche Rolle spielen Selbstbestimmung, Fürsorge und der verantwortungsvolle Umgang mit dem eigenen Leben? Auch Themen wie Vorsorgevollmacht, Sterbebegleitung, Organspende sowie religiöse Wünsche für die letzte Lebensphase werden praxisnah erläutert.

Textbausteine für Formulierungen

Besonders hilfreich ist der Aufbau der Handreichung: Statt eines starren Formulars enthält sie kommentierte Textbausteine, die als Grundlage für eine individuelle Patientenverfügung dienen. So können persönliche Wertvorstellungen und religiöse Überzeugungen bewusst in die eigene Vorsorge einfließen.

Die Handreichung richtet sich nicht nur an Musliminnen und Muslime, sondern auch an Angehörige, Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Seelsorgende sowie alle, die Menschen bei Entscheidungen am Lebensende begleiten. Sie schafft Verständnis für die besonderen Fragestellungen muslimischer Patientinnen und Patienten und fördert den Dialog zwischen Medizin, Recht und Religion.

Wer frühzeitig vorsorgt, entlastet Angehörige, stärkt die eigene Selbstbestimmung und schafft Klarheit für schwierige Situationen. Die Handreichung bietet dafür eine wertvolle Orientierung – sachlich, ausgewogen und verständlich.

Zum Weiterlesen:

Laden Sie die Handreichung der Eugen Biser Stiftung herunter und informieren Sie sich umfassend über die Möglichkeiten einer Patientenverfügung im Einklang mit Ihren persönlichen und religiösen Überzeugungen.

https://shorturl.at/uEjE7

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