Suizidprävention

Fachliche Empfehlungen zur Verbesserung der Suizidprävention

Jedes Jahr sterben in Deutschland tausende Menschen durch Suizid – viele weitere erleben suizidale Krisen, und hunderttausende Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Kolleginnen und Kollegen sind davon unmittelbar betroffen. Suizidprävention ist daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die koordinierte und nachhaltige Maßnahmen erfordert.

Am 22. Juni 2026 hat ein breites Bündnis aus Fachgesellschaften und Akteuren der Suizidprävention, darunter der DHPV, den Abgeordneten des Deutschen Bundestages ein gemeinsames Empfehlungspapier übergeben. Die Empfehlungen zeigen u.a., dass auch Hospizarbeit und Palliativversorgung als Teil der Suizidprävention gestärkt werden müssen. Schwerkranke und sterbende Menschen sowie ihre An- und Zugehörigen benötigen verlässliche medizinische, pflegerische und psychosoziale Unterstützung. Gute Hospizarbeit und Palliativversorgung kann dazu beitragen, Ängste vor Leiden, Autonomieverlust oder unzureichender Versorgung ernst zu nehmen und Alternativen besprechbar zu machen.

Oxymoron – oder der Tod der Anna Rosenkranz

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ISBN 978-3-941251-93-9

Die „Fachlichen Empfehlungen für eine Verbesserung der Suizidprävention in Deutschland“ zeigen auf, wie Prävention wirksam gestärkt werden kann. Das Papier richtet sich insbesondere an politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, bietet aber auch Fachkräften aus Gesundheitswesen, Beratung, Sozialer Arbeit, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wertvolle Orientierung. Ziel ist es, Menschen in suizidalen Krisen frühzeitig zu erreichen, Hilfen besser zugänglich zu machen und langfristig Leben zu schützen.

Die Empfehlungen benennen acht zentrale Handlungsfelder. Dazu gehören unter anderem die Einführung einer bundesweit einheitlichen Rufnummer für Suizidprävention, der Ausbau niedrigschwelliger Beratungs- und Unterstützungsangebote, eine bessere medizinische und psychotherapeutische Versorgung sowie die Stärkung von Forschung und Datengrundlagen. Darüber hinaus werden konkrete Maßnahmen zur Unterstützung von Hinterbliebenen und Angehörigen, zur Förderung der Trauerbegleitung, zur Methodenrestriktion sowie zur Einrichtung einer bundesweiten Fachstelle für Suizidprävention vorgeschlagen.

Ein besonderes Anliegen der Empfehlungen ist die nachhaltige Vernetzung bestehender Hilfsangebote. Statt neuer Parallelstrukturen setzen die Autorinnen und Autoren auf eine bessere Koordination, verlässliche Finanzierung und den Ausbau bewährter Angebote. Ebenso betonen sie die Bedeutung von Fort- und Weiterbildung, gesellschaftlicher Aufklärung sowie kultursensiblen und niedrigschwelligen Zugängen, damit Hilfen möglichst früh und ohne Hürden in Anspruch genommen werden können.

Die Empfehlungen verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten politischen und praktischen Handlungsvorschlägen. Sie bieten damit eine fundierte Grundlage für alle, die sich für eine wirksame und nachhaltige Suizidprävention in Deutschland einsetzen.

Zum Weiterlesen:

Laden Sie die vollständigen Empfehlungen herunter und erfahren Sie, welche Maßnahmen erforderlich sind, um Hilfesysteme zu stärken, Prävention weiterzuentwickeln und Menschen in suizidalen Krisen wirksam zu unterstützen.

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