Welch eine Nähe

GESCHICHTEN, DIE DAS LEBEN SCHRIEB UND DER TOD BEENDETE
Gisela Holle

24,80 

Sterben zu Hause – würdevoll, selbstbestimmt und menschlich begleitet: In 15 authentischen Geschichten erzählt Gisela Holle von ihren Erfahrungen aus drei Jahrzehnten ambulanter Hospizarbeit. Ein berührendes und zugleich praxisnahes Buch für Angehörige, Hospizbegleitende und alle, die Menschen am Lebensende zur Seite stehen.

ISBN 9 783946 527763

Erscheinungsdatum: 01.08.2026
 

Beschreibung

Wie kann ein Abschied zu Hause in Würde gelingen? Der Wunsch, im eigenen Zuhause zu sterben, ist zutiefst nachvollziehbar. Doch der Weg dorthin stellt Angehörige wie Begleitende oft vor herausfordernde Aufgaben. Wie gehen wir mit Angst, Demenz oder der eigenen Hilflosigkeit um? Wer steht uns zur Seite? Wo verläuft die Grenze zwischen Nähe und gesunder Distanz? Aus dem reichen Erfahrungsschatz von drei Jahrzehnten ambulanter Hospizarbeit erzählt die Autorin 15 authentische, berührende und auch erstaunlich lebensfrohe Geschichten vom Sterben zu Hause. Es zeigt, wie moderne Palliativmedizin und menschliche Präsenz, bisweilen unterstützt mit Homöopathie, Hand in Hand gehen können – und warum Selbstfürsorge für die Begleitenden dabei sehr wichtig ist. Die letzte Lebensphase hält weit mehr bereit als Schmerz und Abschied: Sie kann von Humor, Versöhnung, tiefer Verbundenheit und berührender Nähe geprägt sein. Die authentischen Geschichten erzählen von Liebe, Loslassen und den Momenten, die am Ende wirklich zählen. Im Anschluss an jedes Kapitel bietet der Abschnitt „Gedanken zu …“ hilfreiche Impulse und praxisnahe Hinweise zu Themen wie Versöhnung, Suizidwünschen, Bestattungsformen, begleitenden Therapien sowie spiritueller und kultursensibler Begleitung. „Welch eine Nähe“ ist ein ermutigendes Plädoyer für ein selbstbestimmtes Sterben zu Hause und ein wertvoller Wegbegleiter für Angehörige, Hospizhelfende und alle, die Menschen am Lebensende begleiten.

 

Ein Buch über das Sterben zu Hause

„Welch eine Nähe“ richtet sich an Angehörige, ehrenamtliche Hospizbegleitende, Mitarbeitende aus Hospizdiensten und der Palliativversorgung sowie an alle Menschen, die sich mit einem würdevollen und selbstbestimmten Sterben zu Hause beschäftigen.

Die 15 authentischen Geschichten geben Einblicke in die ambulante Hospizarbeit und zeigen, wie unterschiedlich die letzte Lebensphase verlaufen kann. Dabei geht es nicht nur um Krankheit, Abschied und Trauer, sondern auch um Nähe, Humor, Versöhnung, Spiritualität und die Frage, was Menschen am Lebensende wirklich benötigen.

Die ergänzenden Gedanken und praxisnahen Hinweise machen das Buch zu einem wertvollen Begleiter für die Sterbebegleitung. Sie bieten Orientierung bei Themen wie Demenz, Suizidwünschen, Bestattungsformen, kultursensibler Begleitung, Selbstfürsorge und dem Umgang mit den eigenen Grenzen.

Für wen eignet sich „Welch eine Nähe“?

Das Buch eignet sich besonders für:

  • Angehörige schwerkranker und sterbender Menschen
  • ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter
  • Mitarbeitende ambulanter und stationärer Hospizdienste
  • Pflegekräfte und Fachkräfte aus der Palliativversorgung
  • Menschen, die sich mit Tod, Abschied und Sterben zu Hause auseinandersetzen
  • Bildungseinrichtungen und Kurse zur Vorbereitung auf die Hospizarbeit

Gisela Holle ist Heilpraktikerin und Homöopathin, die vor allem durch die Verbindung von Homöopathie, Hospizarbeit und Palliativbegleitung bekannt wurde. Seit Mitte der 1980er Jahre arbeitet sie dabei in eigener Praxis mit klassischer Homöopathie. Frau Holle war seit den 1990er Jahren am Aufbau des ambulanten Hospizdienstes DaSein e.V. in München beteiligt und arbeitet bis heute dort als ehrenamtliche Hospizbegleiterin. Daneben ist sie Autorin und Dozentin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie deren Angehöriger, wobei sie – sofern gewünscht – auch homöopathische Mittel einsetzte. In ihren Veröffentlichungen vertritt Frau Holle die Auffassung, dass Homöopathie in der Palliativmedizin als Ergänzung zur konventionellen medizinischen und pflegerischen Versorgung eingesetzt werden kann. Dabei beschreibt sie die Hospiz- und Palliativversorgung als interdisziplinäres Netzwerk aus Ärzten, Pflegekräften, Palliativteams und Ehrenamtlichen. Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit ist zudem die spirituelle Dimension des Sterbens. Nach eigenen Angaben beschäftigte sie sich auch über die zahlreichen Begleitungen von Menschen am Lebensende hinaus, intensiv mit Fragen von Leben und Tod. Dabei nimmt sie auch Bezug auf Einflüsse aus Spiritual Care und Zen. Die daraus entstandene Haltung spiegelt sich in ihrem oft zitierten Leitsatz wider: „Vom Tun und vom Lassen“ – also dem Versuch, Menschen am Lebensende nicht nur medizinisch zu begleiten, sondern auch Raum für den Sterbeprozess selbst zu lassen. Zusammen mit den Ärzten Claudia Levin und Herbert Michalczyk veröffentlichte sie das Buch Homöopathie in der Palliativmedizin, das sich mit der Anwendung homöopathischer Mittel bei Beschwerden schwerkranker und sterbender Menschen beschäftigt. Das Werk richtet sich an Therapeuten und beschreibt typische Symptome am Lebensende sowie die aus Sicht der Autoren passenden homöopathischen Arzneien. Es ist zu beachten, dass die von Frau Holle angewandte Homöopathie vor allem als ergänzendes Angebot in der individuellen Begleitung von Menschen am Lebensende verstanden wird. Dabei liegt der Schwerpunkt weniger auf der wissenschaftlichen Diskussion, sondern auf der persönlichen Zuwendung, Aufmerksamkeit und dem Einfühlungsverm.gen, die sie Sterbenden damit entgegenbringt. Viele Betroffene empfinden die einfühlsame Anwendung homöopathischer Mittel als unterstützend und wohltuend im Rahmen der Hospizarbeit. Frau Holles praktische Arbeit und ihr Engagement für Sterbende stehen dabei im Mittelpunkt und werden für ihre menschliche Wärme und Fürsorge geschätzt.