die hospiz zeitschrift – Ausgabe 77

Beschreibung
Inhaltsverzeichnis
Schwerpunktthemen
Ergänzungen
19. Juni 2018

die hospiz zeitschrift Ausgabe Nr. 77 (02/2018)

Liebe Leserinnen und Leser,

Die vorliegende hospizzeitschrift zeigt nicht nur die positiven Ansätze auf der Grundlage neuer Gesetzgebung und daraus resultierende Konzeptionen, sie zeigt auch kritische Anmerkungen bestehender Strukturen. Hospizarbeit braucht die unterschiedlichen Blickwinkel, wie auch die Mahnung in Folge erlebter Erfahrungen. Unterschiedliche Perspektiven lassen neue Wege entstehen, die das jeweilige Krankenhaus im Sinne gelebter Integrität auf- und ausbauen kann. So soll das Heft dazu dienen, Ihnen Anregungen zu vermitteln, die sowohl Multidisziplinarität beinhalten, wie auch unsere jeweilige Haltung den Menschen in der Organisation Krankenhaus gegenüber.

Aufgrund des HPG (Hospiz- und Palliativgegesetz) können nun erstmals ambulante Hospize ihre Begleitungen im Krankenhaus abrechnen. Es wurde dort nun eine eigene Komplexpauschale für multiprofessionelle Palliativdienste im Krankenhaus (OPS 8-98h) gebildet. Zudem können Palliativstationen jetzt wieder tageweise statt mittels Fallpauschalen abrechnen, falls das Krankenhaus dies wünscht. Ziel ist, dass Krankenhäuser ermutigt werden, die neuen Chancen des Hospiz- und Palliativgesetzes zu nutzen und gezielt umzusetzen. Sie sollten hierzu die Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Strukturen der Hospizversorgung suchen und eine eigene Struktur der breiten professionellen Palliativversorgung durch Palliativdienste/Palliativstationen selbst aufbauen oder beauftragen.

Hospizarbeit bringt eine ganzheitliche Perspektive in das fragmentierte, arbeitsteilige Krankenhaus. Für die gelungene Integration dieser ganzheitlichen Perspektive der Hospizarbeit im Krankenhaus dürfte die Arbeit eines multiprofessionellen Palliativdienstes ebenso wie der besondere Ansatz der Palliativstation förderlich sein, da so die Bedarfe auf den mehrdimensionalen Ebenen der psychosozialen und spirituellen Versorgung systematisch erfasst werden und Hospizarbeit besser wirksam werden kann. Die ganzheitliche, nicht medizinische, nicht pathologisierende Perspektive der aus dem ehrenamtlichen, bürgerschaftlichen Engagement entstammenden Hospizbewegung dürfte das sehr auf Fachlichkeit angelegte Krankenhaus erheblich bereichern.

Durch gleichzeitige Förderung einer ehrenamtlichen Hospizkultur und einer fachlich gut aufgestellten Palliativkultur, wie sie im Hospiz- und Palliativgesetz umgesetzt wird, kann es daher gelingen, eine bessere Versorgung der betroffenen Menschen im Krankenhaus zu leisten. Deshalb ist dieses Themenheft der Palliativversorgung und Integration hospizlicher Konzepte im Krankenhaus gewidmet und beschäftigt sich detaillierter mit diesen beiden einander ergänzenden Perspektiven.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre mit dieser Ausgabe der hospiz zeitschrift.

Ihre Gerda Graf           Ihr Christoph Gerhard

 

Hospizkultur und Palliativversorgung im Krankenhaus
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