die hospiz zeitschrift – Ausgabe 85

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Schwerpunktthemen
16. März 2020

die hospiz zeitschrift Ausgabe Nr. 85 (01/2020)

Die Hospizbewegung ist weltweit seit jeher eine Bürger*innenbewegung – von den Menschen einer Region für die Betroffenen und die Zugehörigen. Auch in Deutschland stehen die ambulanten Hospizdienste, teil- und vollstationäre Hospize sowie Strukturen der ambulanten und stationären Palliativversorgung allen Menschen in unserer Gesellschaft zur Verfügung.

Das deutsche Gesundheitswesen zeichnet sich u. a. durch zwei wesentliche Merkmale aus: Zum einen baut es auf informierte Bürger*innen, die selbständig (oder über erteilte Bevollmächtigung oder Betreuung) Entscheidungen treffen können. Des Weiteren setzt das deutsche Gesundheitswesen eine eigene Häuslichkeit (eigene Wohnung/Haus, Zimmer im Pflege- und Altenheim oder eine anderweitige gemeldete Unterkunft) voraus, um insbesondere ambulante medizinische und pflegerische Leistungen in Anspruch nehmen zu können. Wenn wir über „Hospiz an den Rändern der Gesellschaft“ sprechen, meinen wir in der Regel Menschen, die gesellschaftlich isoliert sind, weil sie in starker Armut leben und/oder wohnungs- bzw. obdachlos sind. Dabei spielt in Deutschland die zunehmende Altersarmut eine deutliche Rolle. Denn entgegen den Reichen und Superreichen – die in gewisser Weise auch am Rand unserer Gesellschaft leben – sind insbesondere gesellschaftlich isolierte Menschen selten gut informiert und können dementsprechend keine fundierten Entscheidungen treffen, um die Möglichkeiten und auch gesetzlichen Anrechte der Versorgung und Begleitung zu nutzen.

Seit vielen Jahren gibt es Initiativen und regional etablierte Strukturen, die bspw. Wohnungs- und Obdachlose, Menschen mit Beeinträchtigungen und/oder Behinderung, Mi­grationshintergrund oder Strafgefangene bei der Inanspruchnahme von medizinischen und pflegerischen Leistungen unterstützen – und das beinhaltet auch die Palliativ- und Hospizbegleitung.

Mit diesem Heft wollen die Autor*innen der Beiträge die vielfältigen Aspekte des Engagements, aber auch die Möglichkeiten und Grenzen u. a. anhand vieler praktischer Beispiele zeigen. Ein separater Blick – über den Tellerrand der direkt Betroffenen und Zugehörigen hinaus – soll auch den pflegenden Kindern und Jugendlichen (als pflegende Angehörige) gelten. Sie begegnen uns in allen Versorgungs- und Begleitungsstrukturen und bedürfen einer besonderen Zuwendung.

 

Hospiz an den Rändern der Gesellschaft
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