Nachhaltigkeit als Teil guter Sorge
Wie lassen sich Hospizarbeit und Klimaschutz miteinander verbinden? Das Hospiz Esslingen zeigt, dass beides zusammengehört. Als bundesweit erstes Hospiz wurde die Einrichtung mit dem Umweltzertifikat „Grüner Gockel“ der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ausgezeichnet. Grundlage dafür waren drei Jahre intensiver Arbeit an einem systematischen Umweltmanagement. Dabei standen sowohl ökologische als auch praktische Fragen des Hospizalltags im Mittelpunkt.
Ein engagiertes Umweltteam nahm Energieverbrauch, Ressourceneinsatz und Abfallaufkommen unter die Lupe. Neben technischen Maßnahmen wie der Nutzung von Wärmepumpe, Photovoltaik und Solarthermie wurden zahlreiche Ideen für den Alltag entwickelt: bewussterer Materialeinsatz in der Pflege, bessere Mülltrennung, regionale und saisonale Lebensmittel sowie die Sensibilisierung von Mitarbeitenden für nachhaltiges Handeln.
Besonders bemerkenswert ist der Ansatz, Nachhaltigkeit nicht als Zusatzaufgabe zu verstehen, sondern als Ausdruck von Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Die Auszeichnung markiert dabei keinen Abschluss, sondern den Beginn eines langfristigen Entwicklungsprozesses. Das Team hat noch viele Ideen, um den Klimaschutz voranzutreiben: Einen Hitze- und Sichtschutz im Garten etwa, damit die Gäste im Sommer im Bett oder Rollstuhl ins Freie gebracht werden können, Hochbeete oder ein Insektenhotel, sowie Tauschbörsen für Kleider und anderes.
Das Beispiel aus Esslingen zeigt eindrucksvoll, wie Hospize ökologische Verantwortung in ihre Arbeit integrieren können, ohne den Blick auf die Bedürfnisse schwerstkranker Menschen zu verlieren. Es liefert Anregungen für Einrichtungen, die sich ebenfalls auf den Weg zu mehr Nachhaltigkeit machen möchten.
Zum Vertiefen
Falls Sie auch ein Projekt starten möchten, finden Sie hier weiter Informationen und Kontakt: https://shorturl.at/SQklx
