Neu erschienen: Die Fachzeitschrift Palliative Geriatrie

 

„Sinnvolle Beschäftigung“ ist längst zu einem Schwerpunktthema der modernen Altenpflege geworden. Die Zeiten, in denen man meinte mit „warm, satt, sauber“ alles Erforderliche getan zu haben sind zum Glück vorbei – oder sollten zumindest vorbei sein!

Es ist heute davon auszugehen, dass die meisten von uns sehr alt werden. Menschen im hohen Alter sind in der Regel in ihren letzten 1-2 Lebensjahren zunehmend auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Auch in dieser Zeit haben sie das Recht am Leben teilzunehmen! Sie möchten ihr Leben als sinnvoll empfinden, „noch für etwas gut sein“, gebraucht werden und sich auf etwas freuen können.

Eine der großen Herausforderungen der Altenpflege besteht daher darin bestmöglich dafür zu sorgen, dass auch Menschen im Pflegeheim ein möglichst normales, ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechendes Leben führen können. Dass das kaum zu 100 Prozent gelingen kann, liegt auf der Hand, denn fast niemand wünscht sich sein Zuhause zu verlassen und fortan in einer Gemeinschaft zu leben, die er weder angestrebt noch sich ausgesucht hat. Zudem lässt die Vielzahl der Aufgaben, die das knapp bemessene Personal zu bewältigen hat, diesem oft nicht viel Zeit sich um mehr als das Nötigste zu kümmern.

Erstaunlicherweise gelingt es – allen Schwierigkeiten und Hemmschuhen zum Trotz – sehr oft gute Ideen mit Erfolg in die Tat umzusetzen. Wie Sie beim Lesen dieser Ausgabe feststellen werden, braucht man zum Glück nicht für alles, was den BewohnerInnen Freude macht, viel Zeit. Es ist auch nicht nur Aufgabe der überlasteten Pflege die Tage mit Leben zu erfüllen! Alle, die mehr oder weniger regelmäßig in den Heimen tätig sind, wie ErgotherapeutInnen, SeelsorgerInnen oder ehrenamtliche MitarbeiterInnen, können sich mit ihren Ideen und Kompetenzen einbringen und ganz unterschiedliche, wertvolle Beiträge zum Thema „sinnvolle Beschäftigung“ leisten.

Sinnvolle Beschäftigung ja, aber das stellt Pflegeheime auch vor große Herausforderungen, damit sinnvolle Beschäftigung möglich wird.

Sinnvolle Beschäftigung bei Menschen mit demenzieller Erkrankung oder bei desorientierten Menschen verlangt gute Vorarbeit. Was muss ich beachten? Was kann ich machen (und was nicht)? Sechs Beiträge nehmen sich dieser Fragen aus der Praxis an.

Sinnvolle Beschäftigung braucht Zeit. Der therapeutische Tischbesuch (TTB) wurde gerade unter diesem Gesichtspunkt entwickelt. Er dauert ein bis zwei Minuten und ist dennoch in der Lage, eine therapeutische Wirkung zu erzeugen.

Aber auch das Einbinden von Ehrenamtlichen kann eine gute Ergänzung zum Angebot der Pflegeheime ergeben. Gerade in der individuellen Begleitung kann sinnvolle Beschäftigung entstehen.

Last but not least – manchmal ist weniger mehr!

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann heute noch hier bestellen.

 

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