Stehen die bestehenden Organisationsstrukturen einem guten Altern und Sterben zuhause im Wege?

 

Unter der Leitung von Prof. Dr. Hermann Brandenburg untersuchte ein Team des Lehrstuhles für Gerontologische Pflege an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar den Zusammenhang von Organisationsstrukturen und deren Auswirkungen auf eine ambulante Öffnung der stationären Altenhilfe.

Bei der Untersuchung von 149 stationären Altenpflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz zeigte sich in den Einrichtungen eine gute medizinisch-pflegerische und fachärztliche Versorgung, aber bei der zusätzlichen ambulanten Versorgung alter Menschen im häuslichen Umfeld besteht eine Lücke zwischen erwünschtem und tatsächlichem Versorgungsstand.

Warum ist das so? Das Forscherteam fand heraus, dass die Organisationsstrukturen hier den Ausschlag geben. Zudem war das Verständnis und/oder die Einsicht der Notwendigkeit einer Öffnung für einzelnen Einrichtungen und auch der einzelnen Professionen höchst unterschiedlich. Aber auch von Seiten der Kommunen zeigte sich noch Entwicklungsbedarf.

Dort, wo es eine Öffnung gab, fanden die Forscher Kooperationen mit verschiedenen Akteuren im örtlichen Umfeld.

In einem Interview erläuterte Prof. Brandenburg die Notwendigkeit der Öffnung der stationären Einrichtungen: „Wir sehen in dieser Entwicklung eine Möglichkeit, dass auch ältere Menschen mit Einschränkungen – sowohl im Heim wie auch außerhalb – an einer Sorgekultur partizipieren können für die vor allem die Kommunen, die Zivilgesellschaft, die zentralen Akteure im öffentlichen Raum zuständig sind.“

Ziel sei es, so Brandenburg, eine Unterstützungskultur in der Kommune zu etablieren. Gefragt seien hier die Kommunen und die Politik, die einen rechtlichen und finanziellen Rahmen für das Management Vorort garantieren müssen.

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