Auch in der Schweizerischen Gesellschaft wird sich der Anteil der über 80-Jährigen bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Grund für die Schweiz, diese Personengruppe der Hochaltrigen mehr ins Blickfeld zu nehmen. Die zugehörige Betreuungspolitik wurde in den einzelnen Regionen der Schweiz jedoch unterschiedlich ausgestaltet. Deshalb untersuchte die Schweiz nun, welche Art der Versorgung im letzten Lebensjahr (bei Personen über 65 Jahren) von den Menschen, abhängig von Ihrem Wohnort, in Anspruch genommen wurde.

In Kantonen, in welchen die Betreuung älterer Menschen auf Alters- und Pflegeheime ausgerichtet war, befanden sich 70 bis 75 Prozent der alten Menschen vor ihrem Tod in einer stationären Einrichtung. In Kantonen hingegen, die die ambulante Versorgung förderten haben „nur“ 50 Prozent der alten Menschen ihr letztes Lebensjahr in einer solchen Einrichtung verbracht. Vergleicht man diese Zahl mit der Hospitalisierung alter Menschen im letzten Lebensjahr, so ergab sich für Menschen, die ambulant versorgt wurden ein wesentlich höhere Hospitalisierungsrate. Nach geografischen Gebieten sortiert, lässt sich sagen, dass die Kantone der Deutsch-Schweiz die Heimversorgung gefördert hatten , während die französische und die italienische Schweiz den ambulanten Weg bevorzugte.

Laut einem Beitrag in der Neuen Züricher Zeitung scheint sich, verstärkt durch die Corona-Krise, auch in der deutschsprachigen Schweiz jetzt eine teilweise Abkehr von der Heimversorgung hin zu einer ambulanten Versorgung auch in der Deutsch-Schweiz zu vollziehen. Das hätte schwerwiegende  Auswirkungen auf die Strukturen in der Versorgung, ambulante Strukturen müssen teilweise verdoppelt, stationäre Strukturen verkleinert werden. Zudem müssen sich die Krankenhäuser vermehrt auf alteMenschen einstellen, die palliative Geriatrie wird immer wichtige werden.

Nähere Informationen finden Sie unter:

obsan_bulletin_2021-04_d.pdf (admin.ch)

zur Palliative Geriatrie: www.fgpg.eu

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