Wird in der Altenpflege gerecht bezahlt?

Die cse gGmbH (Caritasverband für die Stadt Essen) nannte unlängst in einem Zeitungsinterview in der WAZ die zu Unrecht als gering bezeichnete Bezahlung in der Altenpflege als Ursache für den Pflegenotstand. Niemand wolle mehr in die Altenpflege, weil dort so schlecht bezahlt wird. Doch die Zahlen sprechen dagegen. Auszubildende verdienen im ersten Lehrjahr bereits über € 1.000 brutto, eine examinierte Pflegefachkraft € 3.500 brutto, hinzukommen würden diverse Zuschläge, so eine Sprecherin der cse.

Das entspricht einem Jahresgehalt von € 42.000 brutto ohne Zuschläge, ohne Weihnachtsgeld. Im Vergleich: Das Einstiegsgehalt von Akademiker*innen liegt im Durchschnitt bei € 42.585 brutto, bei Absolvent*innen in Sozialwissenschaften bei durchschnittlich € 34.339 brutto (Quelle: www.gehalt.de). Laut Statistischem Bundesamt liegt das Durchschnittseinkommen bei Frauen (sie stellen 75,9 % des Gesundheitspersonals) bei € 3.000 brutto.

 

Auch Arne Schwalie, Vorstand der kommerziell agierenden Curanum AG Deutschland*, spricht zwar in einem Interview davon, dass regional unterschiedliche Gehälter gezahlt werden, weist aber darauf hin, dass eine Pflegekraft in Berlin nicht unter € 3.000 brutto eingestellt wird, wobei er hinzufügte, dass aufgrund des Pflegemangels geringere Gehälter am Markt nicht durchsetzbar sind.

 

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*Die Curanum AG betreibt in Deutschland knapp 240 Pflegeheime und ist somit größter privater Altenheimbetreiber in Deutschland.

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