Alzheimer Europe

 

Die ganze Welt spricht im Moment über Corona – verständlicherweise. Doch die anderen Erkrankungen verschwinden nicht und werden uns weiterhin beschäftigen. Die Experten von Alzheimer Europe gaben nun eine Prognose bezüglich Entwicklung der Krankheit in den nächsten Jahren heraus. Die neuen Hochrechnungen ergaben folgendes Bild: Während im Jahr 2018 ca. 1,5 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkrankt waren, das entspricht 1,9 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung, rechnet Alzheimer Europe bis zum Jahr 2050 mit einem Anstieg auf 2,7 Millionen an Demenz erkrankten Menschen. Dies wurde würde bedeuten, 3,4 Prozent der Bevölkerung wären von dieser Krankheit betroffen.

Als Hauptkriterium für die Prognose wurde der demografische Wandel genannt. Für Deutschland wurde als Schlüsselfaktor die Zahl und der prozentuale Anteil an der Bevölkerung der Menschen über 85 Jahren genannt. Bis 2050 soll die Zahl der dieser Altersgruppe Angehörigen sich verdoppeln, während die Gesamt-Bevölkerungszahl nicht in gleichem Maße wachsen wird.

Auch europaweit rechnet Alzheimer Europe mit einer Verdoppelung der an Demenz Erkrankten bis 2050.

Einen Unterschied zu den vorherigen Hochrechnungen zeigte das Expertenteam auf: Nach den neuesten Berechnungen werden ca. eine Millionen Menschen weniger an Demenz in Europa bis 2050 erkranken.

Leben bis zuletzt im Pflegeheim

 

Der Tübinger Notfallplan

 

Aufgrund der Corona-Krise sind zwei große Fragen wieder mehr in die öffentliche Diskussion gerückt: Wie ver- und umsorgen wir alte Menschen in Pflegeheimen und wie reagieren wir auf Notfälle?

Tanja Frank und Eva Mörike haben sich mehr als ein Jahrzehnt bereits mit der Frage befasst, wie kann im Pflegeheim im Notfall nicht nur schnell, sondern auch den Bedürfnissen der Bewohner*innen entsprechend, auch wenn diese an Demenz erkrankt sind, gehandelt werden. Der Tübinger Notfallplan ist ein über Jahrzehnte weiterentwickeltes und angewandtes Konzept, das sich in der Praxis bewährt hat – gerade und vor Allem weil es sich an der Versorgungsrealität in Pflegeheimen orientiert und gemeinsam mit Pflegeheimen immer wieder mit der Realität abgeglichen und verbessert wurde. Und der Tübinger Notfallplan basiert auf dem Grundgedanken, dass die Würde und Autonomie des Anderen im Mittelpunkt steht.

Die Autor*innen haben Formulare und Checklisten entwickelt, die mit den Beteiligten erarbeitet wurden und nun für den Notfall zur Verfügung stehen.

Hier kann der Titel bestellt werden.

 

Lesen Sie dazu auch das Interview mit den beiden Autorinnen in der nächsten Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers. Per Mail an info@hospiz-verlag.de vorbestellen.

 

Hospizarbeit in stationären Pflegeeinrichtungen

 

Das Hospiz- und Palliativgesetz (HPG), seit Dezember 2015 in Kraft, verpflichtet Altenpflegeheime zu einer Kooperation mit Hospizdiensten. Damit diese Zusammenarbeit erfolgreich und befriedigend für beide Seiten erfolgt, braucht es eine sinnvolle Vorabplanung, gute Zusammenarbeit und eine gezielte Vorbereitung auf beiden Seiten.

Das vorliegende Projekt hat all dies aufgegriffen und zu einem Good-Practice Projekt zusammengefasst. In sechs eigenständigen Abschnitten, stellt Heinke Geiter die wichtigen Schritte vor und untermauert diese Schritte mit Beispielen aus der Praxis.

Heinke Geiter spricht aus Erfahrung. Seit vielen Jahren arbeitet sie engagiert als Leiterin eines Hospizvereins und kennt die Zusammenarbeit mit Altenpflegeheimen wie kaum jemand sonst.

Ein Buch für Praktiker, das aus der Praxis entstand

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Hospizkultur und Palliative Care im Pflegeheim

 

Das Modellprojekt wurde vom Dachverband Hospiz Österreich initiiert und ist wegweisend für Alten- und Pflegeheime im gesamten deutschsprachigen Raum, die zu einer an den Bedürfnissen der BewohnernInnen orientierten, hospizlichen Kultur aufbrechen, um so ein gutes Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Dieses Buch ist für Menschen und Einrichtungen, die sich auf diesen Weg machen möchten – es ermutigt damit zu beginnen.

Das Besondere an diesem Buch ist der starke Einbezug der direkt Betroffenen. Sie kommen selbst zu Wort. Ein Interview mit einer Bewohnerin lässt uns ihre Sichtweise hören. Die Tochter einer im Heim verstorbenen Mutter lässt uns mitfühlen. Zwei ehrenamtliche Hospizmitarbeiterinnen erzählen, wie sie die Entwicklung von Hospiz und Palliative Care im Pflegeheim erlebten. Eine Heimleiterin, ein Seelsorger und ein Palliativmediziner lassen uns teilhaben, wie sie die Integration von Hospiz und Palliative Care im Pflegeheim sehen. Aber auch der Fachdiskurs, die Wissenschaftlichkeit und die Politik haben ihren bedeutsamen Platz in diesem Buch.

„Hospiz und Palliative Care in Alten- und Pflegeheimen ist ein Angebot für ethisch anspruchsvolles Begleiten, es ist zu einem großen Prozentsatz eine Haltung in der Begegnung, der Begleitung und des Miteinander Seins.“ (Klasnic/Pelttari)

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Fachzeitschrift für Palliative Geriatrie

Ausgabe 2/2020

 

Die neue Ausgabe der Fachzeitschrift für Palliative Geriatrie ist soeben erschienen.

Schwerpunktthema dieser Ausgabe: Wenn die Zeit knapp ist.

Zeit ist in der Palliative Geriatrie auf beiden Seiten – den Bewohner*innen und dem Personal – ein wertvolles Gut.

Die meist multimorbiden, hochbetagten Menschen wissen, dass Ihnen nicht mehr sehr viel Lebenszeit bleibt – diese Zeit ist wertvoll und es besteht auch der Wunsch, diese Zeit sinnvoll zu nutzen.

Zeit ist knapp – in der Altenpflege wir oftmals Zeit nur als Kostenfaktor gesehen. Deshalb muss alles, wenn möglich schnell und schneller ablaufen, die Effizienz muss gesteigert werden. ? Das Personal muss seit Jahren trotz steigender Personalknappheit und ökonomisch durchgetaktetem Zeitmanagement gute Pflege leisten. Zeitknappheit ist tagtägliche Begleiterin in der Pflege.

Doch wie empfinden alte Menschen das? Und was macht es auch mit den Menschen, die dort arbeiten? In dieser Ausgabe der Fachzeitschrift für Palliative Geriatrie werden beide Seiten beleuchtet. Zeit, was ist das und wie gehen wir mit Zeit um? Ist effektives Zeitmanagement wirklich das, was wir brauchen und das, was wir wollen?

Was ist Zeit? Zeit ist objektiv messbar, aber Zeit ist auch eine subjektiv empfundene Größe. Nicht jede Zeit wird von uns gleich empfunden. Zeit wird am Lebensende anders empfunden.

Auch Menschen mit Demenz haben, abhängig von der Intensität der Erkrankung, ein anderes Zeitempfinden. Dies gilt es zu verstehen und darauf zu reagieren.

Aber wir stellen auch Modelle vor, die Zeit geben. „Zeitpolster“ ist ein solches, neues Modell. Die Grundidee ist nicht neu und wird in unterschiedlichsten Varianten bereits praktiziert. Zeitpolster sieht sein innovatives Konzept in der Verknüpfung von Ehrenamt und Sozialen Diensten oder Gemeinden.

Das Projekt „Zeitintensive Betreuung im Pflegeheim“ (ZiB) nimmt Menschen im Pflegeheim in seinen Fokus. Menschen am Ende des Lebens benötigen oftmals erhöhten Betreuungsbedarf. Doch woher nehmen? Das Hospiz Team Nürnberg hat zusammen mit drei Pflegeinrichtungen im Stadtgebiet von Nürnberg ein Konzept erarbeitet, das ein Mehr an Zeit möglich macht – ein ermutigendes Projekt.

Haben wir Ihre Leselust geweckt? Dann heute noch hier bestellen

Die Palliativ-Ampel

 

 

 

Die Deutsche Palliativstiftung e.V. möchte mit der neu entwickelten Palliativ-Ampel schnelle Orientierung für Ärzteschaft und Pflegende geben und dadurch deren Entscheidungen erleichtern. Die Idee basiert auf dem Grundgedanken einer Ampel: Grün für Maximaltherapie, d.h. alle was medizinisch möglich ist, soll auch durchgeführt werden. Gelb für „Obacht!“ Erst nachdenken, dann handeln und Rot für Symptomlinderung und keine Einweisung in das Krankenhaus. Unter gelb können zusätzlich einzelne gewünschte oder nicht gewünschte Maßnahmen angekreuzt werden. Gerade in Zeiten von Corona soll die Ampel in der Notfallversorgung helfen.

So einfach geht das.

Bei Menschen in Pflegheimen können aufgrund des Alters und/oder der Vorerkrankungen schwerwiegende Veränderungen des Gesundheitszustandes und der Einstellung zum Tod ändern. Wird dem Rechnung getragen?

„…im Idealfall (ist) eine Schulung der Mitarbeiter in Heimen verbunden,“ so Dr. Thomas Sitte, Vorstandschef der Deutschen PalliativStiftung. Und wenn nicht? Entscheiden Ärzte*innen bei gelb oder rot nur nach dieser Ampel? Wollen wir das?

Bitte teilen Sie uns Ihre Meinung mit, per Email, Brief, Fax oder auf facebook. Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.

Das Video hierzu finden Sie unter:

https://www.palliativstiftung.de/palliativstiftung/pipip/

Das Plakat zur Palliativ-Ampel finden Sie unter:

https://www.palliativstiftung.de/fileadmin/downloads/publikationen/Vorsorgemappe/Vorsorgemappe_2020/Palliativ-Ampel_01_05_2020.pdf

 

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