Die neue Ausgabe der hospiz zeitschrift

 

 

Soeben erschienen: die neue Ausgabe der die hospiz zeitschrift palliative care mit dem Schwerpunkt: Hospizkultur und Palliativversorgung im Krankenhaus.

Aufgrund des neuen HPGs verändert sich unsere Sichtweise auf das Krankenhaus – denn nun kann Hospiz auch im Krankenhaus begleiten – eine Herausforderung, aber auch eine große Chance. Das Thema war uns so wichtig, dass wir diese Ausgabe der Zeitschrift erweitert haben. Sie umfasst vier Seiten mehr, denn Krankenhaus und Hospizkultur ist oftmals neu, es gibt vieles zu entdecken, aber wir bemerken auch, dass eine gelingende Zusammenarbeit von Hospiz und Krankenhaus noch viel Arbeit vor sich hat. Lassen wir uns nicht entmutigen.

Christoph Gerhard stellt eine Palliativstation vor und er sieht sie mit den Augen des Krankenhauses – eine Situation, in die sich Hospiz hineinfinden muss, denn die dort herrschende Logik ist eine andere. Informativ und klar strukturiert bringt Gerhard das Konzept Palliativstation nahe, das auch innerhalb des Krankenhauses ein vollkommen eigenes Konzept darstellt. In Zusammenhang mit  seinem zweiten Beitrag über Palliativdienste im Krankenhaus zeigt er zudem sehr eindrucksvoll auf, wie hier enorme Gegensätze aufeinander prallen. Er bezeichnet die Palliativstation als Insellösung. Beim  Palliativdienst hingegen, der in die Stationen der Standardkrankenhausversorgung geht, wird der große Unterschied besonders sichtbar und auch schwierig, denn hier begegnen sich zwei Welten, wie Gerhard aufzeigt.

Die Pflegeausbildung umfasst 2100 theoretische und 2500 praktische Ausbildungsstunden. Auf das Thema Sterben und Tod entfallen davon 10 theoretische und 8 praktische Ausbildungsstunden. Bedenkt man zudem, dass der überwiegende Teil der Auszubildenden zwischen 16 und 25 Jahren alt sind, sich also in einem Alter befinden, in dem meist noch keine Auseinandersetzung mit diesem Thema stattgefunden hat, dann sind diese 18 Stunden wenig Zeit für ein so zentrales Thema. Sabine Gentsch, Leiterin einer Pflegeschule, stellt ihr Projekt vor, wie man trotz dieser geringen Stundenzahl diese Zeit dennoch für eine gute und sinnvolle Ausbildung nutzen kann.

Sterben im Krankenhaus aus Sicht einer Ethikerin im Gesundheitswesen: Wie wir sterben hängt von uns als Gesellschaft ab und wird in einer repräsentativen Demokratie vom Staat definiert. Selbst der Tod ist oftmals nicht einfach mehr der Tod. Hirntod? Herz-Kreislauf-Stillstand? Was ist aktive und was ist passive Sterbehilfe? Wo sind die Grenzen oder gibt es überhaupt Grenzen? Wer entscheidet? Vor allem im Krankenhaus sind diese Fragen sehr wichtig, denken wir nur z.B. an die Organtransplantation. Aber auch an die Tatsache, dass Krankenhäuser wirtschaftlich arbeiten müssen. Entstehen hier Interessenskonflikte? Eine Frage, die auch in unseren Bericht von der Universität Zürich auftaucht.

 

Die Versorgung von sterbenden Menschen erfordert regional gut vernetzte, an den Bedürfnissen der Betroffenen orientierte Betreuungsstrukturen. Gewährleistet kann dies nur mit einer kontinuierlichen Versorgung. Boris Hait stellt eine solche vor, die mit einer Besonderheit ausgestattet ist – einer Palliativtagesklinik. Sie ist wichtiger Baustein bei der Verbesserung der Symptomkontrolle, der Verbesserung der Lebensqualität, der Stärkung der häuslichen Versorgung und damit einhergehend der Vermeidung von stationären Aufenthalten. Das Konzept hat ich bewährt.

 

Ulrike Nieß, Pflegedienstleiterin, bringt auf den Punkt, wo die größte Herausforderung für die Pflege im Krankenhaus ist – der Umgang mit Angehörigen. Ein in der Ausbildung vernachlässigtes Thema, auf der Station keine gelebte Kultur, doch die Angehörigen sind da und haben Bedürfnisse, im Besonderen, wenn sie Abschied nehmen möchten.

 

Doch wie läuft sie ab, die ehrenamtliche Begleitung Sterbender auf einer Palliativstation? Der Christophorus Hospiz Verein e.V. München, einer der ältesten Hospizvereine Deutschlands begleitet bereits seit über 20 Jahren Menschen auf einer Palliativstation eines Münchener Klinikums und seit 2017 nun auch die Klinik für Palliativmedizin der Universität München. Neben der Beschreibung der Aufgaben der Ehrenamtlichen, wird auch die Besonderheit dieser Art der Betreuung herausgearbeitet. Und welche Auswirkungen das neue HPG hat und welche neuen Chancen sich ergeben.

Last but not least ein Projekt, das uns allen nahe ging: Vom unsterblichen Klang der Stimme. An der Universitätsklinik und dem Bonner Malteser Krankenhaus hört Judith Grümmer schwerstkranken Mütter und Vätern zu, wenn sie ihre Erinnerungen für ihre kleinen Kinder erzählen. Was sie dabei genau macht und was sie damit bezwecken möchte, können Sie in der aktuellen Ausgabe der hospiz zeitschrift palliative care erfahren.

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