Veranstaltungshinweise

 

Leben und Tod in Freiburg

Noch rechnen die Veranstalter fest mit der Durchführung dieser Veranstaltung, wenn auch in abgeänderter Form – als Hybrid-Veranstaltung, d.h. als Präsenz-und als Online-Veranstaltung. Warum dies möglich ist? Gemäß den aktuellen Corona-Verordnungen des Landes Baden-Württemberg gelten Messen und Kongresse nicht als Großveranstaltung und es wurde ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet. Die Fachtagung findet (voraussichtlich) am 23./24. Oktober auf dem Messegelände Freiburg statt.

Fachtagung Palliative Geriatrie

Auch diese Fachtagung findet in der bekannten Form in diesem Jahr nicht statt und wurde auf das nächste Jahr verlegt.

Für den Veranstaltungsort, dem Vortragssaal der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., sind statt der üblichen 400 nur 70 Personen zugelassen. Um dennoch den Interessenten ein anspruchsvolles Angebot machen zu können, wird nun an diesem Tag, dem 9. Oktober 2020, der Fachdialog „Total Pain in der Palliativen Geriatrie“ von 9:00 bis 13:00 Uhr angeboten. Im Livestream kostet die Teilnahme € 25; 70 Personen  können Vorort teilnehmen, Teilnehmerbetrag: € 75

DGP-Kongress

vom 9. bis zum 12. September wird in diesem Jahr nur online stattfinden. Grund: In Hessen, dort sollte der Kongress ursprünglich stattfinden, sind Veranstaltungen für mehr als 50 Personen nicht erlaubt.

 

Dennoch unterliegen alle Veranstaltungen den sich möglicherweise veränderten Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus. Bitte die aktuelle Berichterstattung beachten.

 

Der neue Bundes-Hospiz-Anzeiger

 

Soeben erschienen, die neue Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers mit dem Schwerpunkt: Teilstationäre Hospize

Das erste, gesetzlich anerkannte Erwachsenden-Tageshospiz hat seine Pforten geöffnet – in Nürnberg wurde nun erstmals ein Tageshospiz für bis zu sechs Gästen eröffnet.

Auch das Christophorus Hospiz in München möchte zukünftig mit einem weiteren niederschwelligen Angebot die Versorgung von Menschen mit nicht mehr heilbaren Erkrankungen erweitern. Ziel der Münchner wir es sein,  vor allem psychosoziale Bedarfe und die Unterstützung der Selbsthilfe zu begleiten. Natürlich werden auch sozialrechtliche, palliativmedizinische und –pflegerische Aspekte mit berücksichtigt. Mit diesem Angebot hoffen die Betreiber auch möglichst frühzeitig und bei grundsätzlich lebensverkürzenden Krankheiten, Hilfe bieten zu können.

1995 öffnete in Erkrath (NRW) das erste Tageshospiz seine Pforten. Zehn Jahre später musste es wegen mangelnder Nachfrage schließen. Nun soll ein Neuanfang gestartet werden. Warum dies gewagt wird? Hier ein Interview mit Christoph Drolshagen, dem Leiter des Franziskus-Hospizes Hochdahl, Erkrath.

In Dresden gibt es bereits seit dem Jahr 2000 ein Angebot, das psychosoziale Begleitung an zwei Wochentagen von 10:00 bis 15:00 Uhr anbietet. Dort haben sich zwei weitere Schwerpunkte herauskristallisiert: Angehörigen- und Trauerarbeit.

„Wie es mir dabei geht, interessiert keine Sau.“ Ein Forschungsprojekt der IFF Wien ging  ganz konkret der Frage nach, wie Sorgearbeit von der Vergangenheit bis heute geleistet wurde und wollte mit diesem Projekt zugleich diese Sorgearbeit sichtbar machen. Sorgearbeit ist weiblich und sie geschah und geschieht vornehmlich zuhause. Und wie wird es mit der Sorgearbeit weitergehen?

Zudem ein Interview mit den Herausgebern.

Selbstbestimmung – Das Bundesverfassungsgericht erklärte den § 217 StGB im Februar diesen Jahres für nichtig, da er aus Sicht des Gerichtes die Persönlichkeitsrechte, insbesondere auch das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben verletzt. Selbstbestimmung – was ist das wirklich am Ende des Lebens? Wer bestimmt über wen und was? Ein Interview mit Heike Walper, die sich diesem Thema wissenschaftlich angenommen hat.

Veranstaltungen in Corona-Zeiten: wir haben mit Veranstaltern gesprochen – hier ein Einblick in die momentane Situation.

Hier die aktuelle Ausgabe bestellen

Zum Schwerpunkt: das Buch Tageshospize – Orte der Gastfreundschaft

 

Während Tageshospize in Deutschland noch weitgehend unbekannt sind, sind sie in anderen Ländern als Ergänzung zu den vorhandenen Strukturen und Einrichtungen in der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen schon längst etabliert.

In diesem Sammelband wird die Idee von Tageshospizen umfassend vorgestellt, und Praxisbeispiele für die konkrete Umsetzung gegeben. Eine Übersicht zum internationalen Forschungsstand findet sich darin ebenso wie Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation eines Tageshospizes in Österreich. Zudem möchte dieser Band den Leser/innen konkrete Überlegungen an die Hand geben, die zur Entwicklung eines eigenen teilstationären Angebotes in diesem Bereich führen können.

Die Herausgeber dieses Sammelbandes, Univ. Prof. Dr. Sabine Pleschberger und MMag. Christof S. Eisl, sind langjährig im Bereich von Wissenschaft und Forschung respektive Praxis von Hospizarbeit und Palliative Care tätig.

Als Autor/inn/en für diesen Sammelband haben namhafte Personen aus dem Bereich Hospizarbeit und Palliative Care mit Bezug zu Tageshospizen aus Österreich und Deutschland mitgewirkt.

Hier bestellen

 

Nun wieder erhältlich: Spiritualität am Ende des Lebens

 

Am Anfang steht die Frage: Was ist Spiritualität? Edith Öxler gibt hier sehr anschauliche und eingängige Antworten, die hilfreich für unser Verstehen sind. Anhand vieler praktischer Beispiele schafft sie es, den Leser für die spirituellen Anliegen der Betroffenen zu sensibilisieren und darüber hinaus vermittelt sie eindrücklich, wie wir damit auch ganz praktisch umgehen können.
Doch dies betrifft nicht nur den Sterbenden, Edith Öxler befasst sich auch ausgiebig mit der Selbstsorge, die in der Begleitung unverzichtbar ist. Abschließend geht die Autorin darauf ein, wie unterschiedliche Berufsgruppen mit dem Thema der spirituellen Begleitung umgehen können.
Dieses Buch ist wertvoll für jede Begleitung.

Hier bestellen

Sterbehilfe bald in Einrichtungen der ev. Kirche?

 

Im Deutschlandfunk und in einem Spiegel-Interview haben sich führende Vertreter der ev. Kirche zum Thema Sterbehilfe nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Nichtigerklärung des § 217 StGB geäußert.

Prälat Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, sagte im Deutschlandfunk, dass es ein Charakteristikum der evangelischen Ethik sei, dass sie um die ethischen Grundsätze wisse, aber gleichzeitig auch um das wirkliche Leben und darum, dass es zwischen beiden immer auch zu Konflikten kommen könne. So würden (ev.) Seelsorger Menschen nicht alleine lassen, auch wenn man aus religiösen Gründen mit deren Entscheidungen, ihrem Leben ein Ende bereiten zu wollen, nicht übereinstimme. Die evangelische Kirche, so Dutzmann weiter, werde sich der Sterbehilfe nicht grundsätzliche verweigern. Je nachdem, welches Verfahren der Gesetzgeber beschreiben werde, könnte sich die ev. Kirche vorstellen, dass das auch in den evangelischen Einrichtungen, Kliniken, Altenheime geschehe. Es sei dann eine Frage des wie.

Als 2014 der damalige EKD Ratsvorsitzende Dr. Nikolaus Schneider wegen der Krebserkrankung seiner Ehefrau und unterschiedlichen Auffassung zur Sterbehilfe mit ihr von seinem Amt zurücktrat, waren die Stimmen aus der ev. Kirche noch ganz andere. Damals verurteilten viele seine Auffassung, seine Ehefrau, trotz eigener gegenteiliger Überzeugung, auch bei einer möglichen Inanspruchnahme von Sterbehilfe im Ausland zu begleiten.

Der ev. Theologe und Präsident der Diakonie, Ulrich Lilie,  möchte das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes nicht in Bausch und Bogen verurteilen, ebenso plädiert der ev. Landesbischof von Hannover, Ralf Meister dafür, dass niemandem in einer solchen Situation die Treue gekündigt werde, weshalb er in einem Interview in ‚Christ und Welt’ sagte, dass Sterbehilfe in kirchlichen Einrichtungen für ihn vorstellbar sei.

Doch es gibt auch Gegenstimmen in der ev. Kirche. Die ev. Regionalbischöfen für den Sprengel Hannover, Frau Petra Bahr möchte, dass ev. Einrichtungen „safe places“ sein sollten, Orte die aufgrund ihre Weltbildes sagen, dass es dies bei ihnen nicht geben werde.

Ob dies auch für die katholische Kirche denkbar ist? Bis jetzt ist ein eindeutiges Nein dazu von vielen Amtsträgern der katholischen Kirche zu hören. Anders in Belgien; dort leistet der katholische Orden der Brüder der Nächstenliebe, der Träger von 15 psychiatrischen Zentren ist, in Ausnahmefällen Sterbehilfe – mit strikter Ablehnung des Vatikans.

Und der Gesetzgeber schweigt…

Stehen die bestehenden Organisationsstrukturen einem guten Altern und Sterben zuhause im Wege?

 

Unter der Leitung von Prof. Dr. Hermann Brandenburg untersuchte ein Team des Lehrstuhles für Gerontologische Pflege an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar den Zusammenhang von Organisationsstrukturen und deren Auswirkungen auf eine ambulante Öffnung der stationären Altenhilfe.

Bei der Untersuchung von 149 stationären Altenpflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz zeigte sich in den Einrichtungen eine gute medizinisch-pflegerische und fachärztliche Versorgung, aber bei der zusätzlichen ambulanten Versorgung alter Menschen im häuslichen Umfeld besteht eine Lücke zwischen erwünschtem und tatsächlichem Versorgungsstand.

Warum ist das so? Das Forscherteam fand heraus, dass die Organisationsstrukturen hier den Ausschlag geben. Zudem war das Verständnis und/oder die Einsicht der Notwendigkeit einer Öffnung für einzelnen Einrichtungen und auch der einzelnen Professionen höchst unterschiedlich. Aber auch von Seiten der Kommunen zeigte sich noch Entwicklungsbedarf.

Dort, wo es eine Öffnung gab, fanden die Forscher Kooperationen mit verschiedenen Akteuren im örtlichen Umfeld.

In einem Interview erläuterte Prof. Brandenburg die Notwendigkeit der Öffnung der stationären Einrichtungen: „Wir sehen in dieser Entwicklung eine Möglichkeit, dass auch ältere Menschen mit Einschränkungen – sowohl im Heim wie auch außerhalb – an einer Sorgekultur partizipieren können für die vor allem die Kommunen, die Zivilgesellschaft, die zentralen Akteure im öffentlichen Raum zuständig sind.“

Ziel sei es, so Brandenburg, eine Unterstützungskultur in der Kommune zu etablieren. Gefragt seien hier die Kommunen und die Politik, die einen rechtlichen und finanziellen Rahmen für das Management Vorort garantieren müssen.

Mein Warenkorb

Hinweis:
Ihr Warenkorb enthält momentan keine Produkte.