Das andere Buch

Angebote zu ausgewählten Werken der Schweizer Autorin Dr. Monika Renz

Für kurze Zeit haben wir aufgrund eines Büchertisches einige ausgewählte Werke der Schweizer Autorin Dr. Monika Renz in unser Angebot aufgenommen. Das Angebot ist begrenzt und einige der Bücher sind von der Autorin handsigniert. Hier unsere Auswahl:

           

          

Neues aus dem Kinder- und Jugendhospiz

 

„… die zweite Geige spielen, damit der Solist sich entfalten kann“ herausgegeben von Edith Droste im Auftrag des Deutschen Kinderhospizvereins e.V.

Ziel der Kinder- und Jugendhospizarbeit ist es, die uns anvertrauten jungen Menschen aufmerksam und kompetent zu begleiten. Je umfassender wir die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzender Erkrankung wahrnehmen, desto besser gelingt es, ihnen das Erleben von Autonomie, Lebensfülle und Selbstwirksamkeit – auch angesichts körperlicher und geistiger Einschränkungen und des Wissens um den eigenen Tod – zu ermöglichen.

Die Publikation hat das Anliegen, haupt- und ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendhospizarbeit und in angrenzenden Bereichen tätigen Menschen sowie Eltern neue Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis vorzustellen. Der sperrige Begriff der Subjektorientierung wird aufgebrochen und im Kontext der Kinder- und Jugendhospizarbeit mit Bedeutung gefüllt. Auf diese Weise sollen Umsetzungsmöglichkeiten im eigenen Handlungsfeld aufgezeigt werden.

Ausgangspunkt sind drei Fragenkomplexe:

1.. Was heißt es konkret, die von uns begleiteten Kinder und Jugendlichen – angesichts ihrer Lebensverkürzung, des vielleicht Angewiesenseins auf den Rollstuhl oder des Verlusts von Sprache und Merkfähigkeit und anderer oft gravierender Einschränkungen – als Subjekte und Gestalter ihres Lebens zu sehen anstatt sie auf die Folgen ihrer Erkrankung zu reduzieren?

2.. Wie kann es gelingen, die eigene Wahrnehmung zu sensibilisieren, um die oft feinen Signale ebenso wie die Bedürfnisse nach Abgrenz-ung und Autonomie, die im Prozess des Heranwachsens zunehmend eine Rolle spielen, zu erkennen und respektvoll zu begleiten?

3..Welches Grundverständnis vom Menschen ist Basis unseres Handelns, und welche theoretischen Überlegungen zur Subjektorientierung sind hilfreich für die Fundierung unseres praktischen Tuns?

 

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Der neue Bundes-Hospiz-Anzeiger

Der Bundes-Hospiz-Anzeiger stellt in seiner neuen Ausgabe die Organisationsentwicklung in den Mittelpunkt.

Auch die Hospizbewegung steht vor neuen Herausforderungen, komplexere Begleitungen, veränderte familiäre Konstellationen, Einsamkeit der Betroffenen, Arbeitskräftemangel, Arbeitsverdichtung und verändertes ehrenamtliches Engagement – um nur einige zu nennen. All dies  erfordert neue Weg in der Organisation und Koordination von Hospizarbeit. Sich dessen gewahr werden und darauf nicht nur zu reagieren, sondern auch positiv zu agieren, das sollte das Ziel sein.

Wir beleuchten das Thema von verschiedenen Seiten, aus der Sicht der großen Träger, der Leitung eines stationären Hospizes, aus Sicht der Pflegeheime und eines Krankenhausbetriebes.

Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit – Merkmale, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven, diese wegweisende Verbundstudie wird in dieser Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers vorgestellt. Initiiert und getragen wurde die Studie von dem Gedanken, Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement zu stärken. Lesen Sie hier die Ergebnisse.

Prof. Hardinghaus, Vorsitzender des Geschäftsführenden Vorstandes des DHPV, äußert sich in einem Interview zu der Veränderung der Musterweiterbildungsordnung bezüglich der Weiterbildungszeit für die Zusatzweiterbildung Palliativmedizin.

Das Sterben im Heim – heute und morgen: Im Juni fand in Augsburg ein Fachtag mit diesem Thema statt. Anwesend waren Vertreter aus Praxis, Wissenschaft und Politik. Die Vortragenden und auch TeilnehmerInnen in der anschließenden Diskussionsrunde machten deutlich, wie eine gute Versorgung in Alten- und Pflegeheimen aussehen könnte und sollte.

Eine Tagung ganz anderer Art waren die Süddeutschen Hospiztage mit dem Thema: Fassen, was nicht zu fassen ist. Fulbert Steffensky (85 Jahre) und Annelie Keil (79 Jahre) ließen die TeilnehmerInnen an ihren Reflexionen über das Alter teilhaben, die Abschiede und das doch unfassbare Lebensende. Monika Renz berichtete ihre Sicht auf den „Vorgang“ des Sterbens*. Diese Hospiztage drehten sich um das Menschliche im Sterben, um Innehalten, um die Reflexion eines meist langen Lebens und um das letzte Stück im Leben, das wir begleiten können.

*Restexemplare der Bücher von Monika Renz zu diesem Vortrag sind, solange der Vorrat reicht, für kurze Zeit über den hospiz verlag beziehbar.

Last but not least: die Gartentherapie. Was das ist und wie sie eingesetzt werden kann, darüber erfahren sie mehr in dieser Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers.

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Studienergebnisse des DHPVs zu den zukünftigen Herausforderungen des hospizlichen Ehrenamtes

Am 12. Juni diesen Jahres wurde die Studie „Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit – Merkmale, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven“ der Öffentlichkeit in Anwesenheit der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey präsentiert. Einen Bericht darüber finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers.

In einer Teil-Studie kam ausschließlich das Ehrenamt zu Wort. Das AutorInnen-Team Schuchter, Fink, Gronemeyer und Heller befragte 281 Ehrenamtliche in Gruppeninterviews und -workshops. Ihr Ziel war es, herauszufinden was Ehrenamtliche selbst über ihre Tätigkeit, ihre Begleitungen denken. Es wurde konkret sieben Fragen nachgegangen: Wie fing es an? Wie habe ich Zugang gefunden? Wie bin ich da? Was kann alles passieren? Wie finde Sterben heute statt? Wie gehe ich nachhause? Was bleibt? Viele Beispiele aus der Begleitung untermalen, was Ehrenamtliche machen, wie sie denken, warum sie diese Tätigkeiten ausüben.

Diese wichtige Studie hilft allen Hauptamtlichen, ehrenamtliches Handeln besser zu verstehen, um interdisziplinär und multiprofessionell besser für die Betroffenen da zu sein.

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Erst zu wenige, dann zu viele?

 

1986, also vor 22 Jahren wurde in Deutschland das erste stationäre Hospiz, Haus Hörn in Aachen eröffnet. Heute gibt es in Deutschland ca. 230  stationäre Hospize und allerorten werden neue Häuser geplant und gebaut.

Nun fürchten Kassen und Verbände in Niedersachsen ein mögliches Überangebot an stationären Hospizen. Dort gibt es 28 Hospize mit 227 Betten und 320 Palliativbetten. Geplant sind bis zu 22 neue stationäre Hospize, was bei einer Belegung mit acht Betten pro Hospiz zu einer Erweiterung um 176 Betten führen würde. Dies ergäbe eine Palliativ-Bettenzahl von 723 für Niedersachsen.

Betrachtet man die Empfehlungen der European Association for Palliative Care (EAPC), die eine sehr komfortable Ausstattung als angemessen ansieht, so wäre Niedersachsen mit dieser Palliativ-Bettenzahl üppig ausgestattet. Denn die EAPC schlägt pro 1Mio. Einwohner zwischen 80 und 100 Betten vor. Bei einer Bevölkerung von 7,9 Mio. Einwohnern (die Zahl stammt aus 2016) wären zwischen 632 und 790 Betten sinnvoll.

Hinzu kommen noch ca. 130 ambulante Hospize mit ca. 4.000 Ehrenamtlichen und 50 SAPV-Anbieter.

Ein nicht zu unterschätzender Punkt in der Diskussion um neue stationäre Hospize, ist das Geld. Aufgrund des neuen Hospiz- und Palliativgesetzes (HPG) müssen stationäre Hospize nicht mehr, wie vor Inkrafttreten des Gesetzes 10 Prozent selbst finanzieren, heute sind es nur noch 5 Prozent. Das heißt einerseits, dass beim Neubau und Betreiben von stationären Hospizen vom Träger einfach weniger Geld aufgebracht werden muss. Andererseits werden dadurch die Pflegekassen höheren Belastungen ausgesetzt. Somit gehen hier die Interessen auseinander.

Sinnvoll wäre deshalb eine Bedarfsplanung, die sowohl die Anzahl an Hospiz- als auch Betten auf Palliativstationen pro Bundesland, an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert, beinhaltet.

Immer weniger Verstorbene werden kirchlich bestattet

Die Zahl der Verstorbenen, die kirchlich bestattet werden sinkt kontinuierlich. Dies gilt für die katholische wie für die evangelische Kirche gleichermaßen.  Hierzu einige Zahlen:

2003 sank die Rate der kirchlich bestatteten Menschen  erstmals unter 70% (69,9%).

2014 sank die Rate erstmals unter 60% (58,8%),

2015 waren es nur noch 58,1% und

2016 ist die Zahl auf 56,5% gesunken.

Im Jahr 2016 verstarben in Deutschland 911.000 Menschen, kirchlich bestattet von ihnen  wurden 515.013 Menschen. Nach Konfessionen wurden 243.323 Menschen katholisch und 271.690 Menschen evangelisch bestattet.

Die Zahlen für 2017 scheinen diesen Trend fortzusetzen. Da es von der Evangelischen Kirche noch keine Zahlen gibt, kann noch keine abschließende Zahl genannt werden, aber die Zahlen der Katholischen Bischofskonferenz liegen bereits vor: zwar wurden im vergangenen Jahr 243.824 katholisch bestattet, was nach stabilen Zahlen aussieht. Aber im Jahr 2017 starben mehr Menschen als im Vorjahr, es waren 933.000 Todesfälle.

Die vollständigen Zahlen der Bestattungen seit dem Jahr 2000 finden Sie hier

 

HAUT

 

Dass wir uns in unserer Haut wohlfühlen, hat viel mit unserem seelischen Wohlbefinden zu tun. Wir fühlen uns gut, wenn jemand unsere Haut berührt, streichelt, knetet oder küsst. Der richtige Umgang mit diesem Thema muss in der Palliativen Geriatrie sorgsam bedacht werden. Wir betrachten die Haut aber auch als Organ, das medizinisch-pflegerische Sorge benötigt und beleuchten welche Möglichkeiten uns zur Linderung und/oder Heilung zur Verfügung stehen.

In einem Interview zum Thema Haut berichtet eine Berliner Hautärztin Erstaunliches – von der Pofalte, der Diva der Körperfalten, über Erotik, Waschzwang, aufgekratzte Pickel und vermeintliche Oberflächenmediziner…

Welche Bedeutung hat Berührung im Rahmen pflege-therapeutischer Handlungen? Während High-Tech-Interventionen hohes Ansehen genießen, wird das Halten einer Hand belächelt. Was wird hier unterschätzt?

Wenn die Haut verletzt ist oder die Haut nicht mehr heilt: Palliative Wundbehandlung wird notwendig, wenn die Heilung von Wunden aufgrund eines palliativen Grundleidens nicht mehr realistisch ist. Welche Maßnahmen ergriffen werden können, lesen Sie hier.

Juckreiz – ein nicht seltenes Symptom im Alter, das nicht zu unterschätzen ist. Welche Ursachen gibt es und welche therapeutischen Möglichkeiten haben wir?

Aber auch Physiotherapie berührt, selbst hergestellte Handmassageöle und wie immer der palliativgeriatrische Pflegetipp.

 

Neugierig geworden? Dann heute noch bestellen

Entwicklung der Pflegefallzahlen nach Bundesländern, eine Simulation bis 2035

vom Institut der Deutschen Wirtschaft, September 2018

Pflegefallzahlen werden in den Bundesländern von den einzelnen Statistischen Landesämter erhoben. Seit der erstmaligen Erhebung im Jahr 1999 steigt diese ausgewiesene Anzahl der Pflegebedürftigen bundesweit, aber auch in den einzelnen Ländern kontinuierlich an.*

Doch die Zahlen wurden vor dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz erhoben. Die neuen Einstufungen gemäß dieses Gesetzes nimmt nun stärker darauf Bezug, wie selbstständig Betroffene in ihrem Alltag sind. Ziel der Reform war es, den Pflegebedarf beispielsweise von Menschen, die von Demenz betroffen sind, besser zu erfassen. Die Pflegestatistik wird jedoch nur in einem zweijährigen Turnus erstellt, die letzten Daten stammen aus 2015. Aus diesem Grund ist noch nicht genau abzusehen, ob und wenn ja, in welchem Umfang sich die in den Statistiken ausgewiesene Anzahl der Pflegebedürftigen in Zukunft allein deshalb erhöht, weil nun auch Personen Ansprüche an die Versicherung haben könnten, die nach den alten Regeln nicht als pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung galten.

 

Pflegebedürftige in den Bundesländern in 1999 und 2015

Dabei wiesen erwartungsgemäß die bevölkerungsreichsten Bundesländer sowohl in 1999 als auch in 2015 die höchsten absoluten Pflegefallzahlen auf: In Nordrhein-Westfalen waren in 2015 knapp 679.000 Personen pflegebedürftig (1999 waren es 470.000), in Bayern waren es gut 374.000 (1999 waren es gut 297.000) und in Baden-Württemberg knapp 354.000  (1999 waren es knapp 215.000).

 

Anteil der Pflegebedürftigen an der jeweiligen Bevölkerung in Prozent

Auch hatte der Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen in den Bundesländern besaß eine jeweils eigene Dynamik. Bundesweit ist die Anzahl der Pflegebedürftigen zwischen 1999 und 2015 um 50 Prozent gestiegen – mit erheblichen Unterschieden zwischen den Bundesländern: So verzeichnete Bayern in diesem Zeitraum nur einen Anstieg um 26 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern hingegen um 80 Prozent und Brandenburg sogar um 83 Prozent.

Pflegebedürftigkeit fällt insbesondere im Alter an. Dies zeigt sich, wenn die altersspezifischen Pflegeprävalenzen betrachtet werden – die Anzahl der Pflegefälle im Verhältnis zur Anzahl der Bevölkerungsmitglieder in einer bestimmten Altersgruppe. Bis in das mittlere Alter ist diese altersspezifische Pflegeprävalenz für beide Geschlechter relativ gering, sie liegt bis zu einem Alter von 55 Jahren in der Regel unter 1 Prozent. Dann steigt sie jedoch fast exponentiell – bereits im Alter von 75 Jahren liegt sie bei Männern knapp unter, bei Frauen knapp über 10 Prozent und in der Altersgruppe der 95-jährigen und älteren sind 71 Prozent der Männer und 83 Prozent der Frauen anerkannte Pflegefälle.

Allerdings sind Alter und Geschlecht nicht die einzigen möglichen Erklärungsfaktoren. Denn die alters- und geschlechtsspezifischen Pflegeprävalenzen sind in den Bundesländern keineswegs identisch. So weisen insbesondere Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die bundesweit höchsten Pflegeprävalenzen in den hier betrachteten Altersgruppen der 75-Jährigen und Älteren auf, Bayern hingegen die niedrigsten: Waren beispielsweise in 2015 68 Prozent der Männer und sogar 84 Prozent der Frauen in der Gruppe der 90-Jährigen und Älteren in Mecklenburg-Vorpommern pflegebedürftig, waren es bei den gleichaltrigen Männern in Bayern nur 49 Prozent und bei den Frauen 65 Prozent.

Den gesamten Report finden Sie hier

 

* Nicht erfasst werden jedoch Menschen, die in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung leben und dort gepflegt werden – zumindest, sofern sie nicht zusätzlich Pflegegeld beziehen (Statistisches Bundesamt, 2011a, 26).

Ebenfalls nicht ausgewiesen sind die Personen, die zwar im häuslichen Umfeld Pflege erhalten, von der Pflegekasse oder -versicherung jedoch nicht als pflegebedürftig nach dem Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI) gelten – sei es, weil sich der zu Pflegende oder seine Angehörigen nicht bei den entsprechenden Stellen melden, sei es, weil die oder der Betroffene nach der aktuell geltenden Gesetzeslage keinen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung hat.

 

NRW macht Ernst – Einzelzimmerquote bindend seit dem 1. August 2018

 

Vor 15 Jahren wurde sie beschlossen, nun trat sie in Kraft – die Einzelzimmerquote in  Nordrhein-Westfalen. Was bedeutet das? Seit dem 1. August diesen Jahres „dürfen“ stationäre Einrichtungen der Altenpflege nur noch maximal 20 Prozent Ihrer Zimmer mit zwei Personen belegen, neue Einrichtungen dürfen gar keine Doppelzimmer mehr führen. NRW-Gesundheitsminister Laumann sieht in der strengen Einzelzimmerquote einen wichtigen Beitrag, die Privatsphäre bei pflegebedürftigen Menschen zu wahren.

Aber über 500 Einrichtungen genügen dieser Vorgabe nicht. Bei 400 davon wird nun eine Wiederbelegungssperre angeordnet. Damit fallen in NRW 5559 Heimplätze weg. Fünf Einrichtungen mit knapp 200 Betten werden aus wirtschaftlichen Gründen ihre Tätigkeit einstellen, 76 Einrichtungen werden auf die Förderung durch das Pflegewohngeld verzichten und können somit ihre Einrichtungen bis 2023 weiterführen. Ein kleiner Teil der Häuser wird die Zimmer für die Kurzzeitpflege nutzen.

Ein Engpass, so das zuständige Ministerium, würde dadurch nicht entstehen.

Big Data in der Geriatrie

 

Cochrane Deutschland, ein Forschungsinstitut im Gesundheits- und Medizinbereich, das frei von kommerzieller Förderung agiert, hat es sich zum Ziel gesetzt, fundierte Informationen im Gesundheitsbereich der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. In einem Interview warnte nun der Wissenschaftliche Vorstand der Cochrane Stiftung vor der vorschnellen Euphorie bezüglich Big Data in der Geriatrie.

Prof. Dr. Gerd Antes gab im Vorfeld des Jahreskongresses der Dt. Gesellschaft für Geriatrie und der Dt. Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie, ein Interview  zu diesem Thema. Dort betonte er, dass allein eine größere Menge an Daten nicht zugleich einen höheren Informationsgehalt hätte als eine kleinere Menge an Studiendaten. Damit würden sie auch nicht zwingend zu besseren Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten führen.

Bei einem unkritischen Umgang mit großen Datenmengen könne Big Data genau das  Gegenteil bewirken, denn es bestünde die Gefahr, dass dann aus statistisch zusammenhängenden Daten auf einmal Sachzusammenhänge werden. Das könne zu fatalen Fehlern führen. Mehr denn je müsse die Methode beleuchtet werden.

Dies gelte im Besonderen für die Geriatrie, denn aufgrund der längeren Lebenszeit und der oftmals vorhandenen Multimorbidität gäbe es noch mehr Daten in verschiedenen Dimensionen. Aus diesen Datensätzen einzelne Mechanismen herauszufischen, da bestünde noch mehr die Gefahr, etwas falsch zu machen.

Zudem wie Antes darauf hin, dass die Menschen immer mehr Sprechzeiten und persönliche Zuwendung möchten – die Digitalisierung und Big Data gehen aber genau in die andere Richtung.

 

Diese Gefahr sehen wir nicht nur in diesem Bereich. Menschliche Zuwendung statt „Datensalat“, Zeit für den Einzelnen haben statt „Pflegeroboter“ – dafür steht die Palliative Geriatrie: Zeit, Zuwendung und eine gute und sinnvolle Alterspflege und -medizin.

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